• 19.04.2018
      19:20 Uhr
      Kulturzeit extra: 70 Jahre Israel - ein Land ohne Ruhe Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD | 3sat
       

      Vor 70 Jahren wurde der jüdische Traum vom eigenen Staat zur Wirklichkeit. Obwohl die Mehrheit von Israels Bevölkerung jüdisch ist, findet sich dort ein buntes Mosaik von Menschen unterschiedlichster ethnischer Herkunft, Kulturen, Religionen und Traditionen. "Kulturzeit extra" berichtet über das Land der Widersprüche und zeigt, wie vielfältig israelisches Leben heute aussieht.

      Als Gast im Studio begrüßt Moderatorin Nina Mavis Brunner den Historiker Michael Brenner. In Beiträgen trifft "Kulturzeit" den Soziologen Natan Sznaider, den israelischen Schriftsteller David Grossman und den palästinensischen Philosoph Sari Nusseibeh.

      Donnerstag, 19.04.18
      19:20 - 20:00 Uhr (40 Min.)
      40 Min.
      Stereo HD-TV

      Vor 70 Jahren wurde der jüdische Traum vom eigenen Staat zur Wirklichkeit. Obwohl die Mehrheit von Israels Bevölkerung jüdisch ist, findet sich dort ein buntes Mosaik von Menschen unterschiedlichster ethnischer Herkunft, Kulturen, Religionen und Traditionen. "Kulturzeit extra" berichtet über das Land der Widersprüche und zeigt, wie vielfältig israelisches Leben heute aussieht.

      Als Gast im Studio begrüßt Moderatorin Nina Mavis Brunner den Historiker Michael Brenner. In Beiträgen trifft "Kulturzeit" den Soziologen Natan Sznaider, den israelischen Schriftsteller David Grossman und den palästinensischen Philosoph Sari Nusseibeh.

       
      • 70 Jahre Israel

      Ein Land von Juden für Juden aus aller Welt wollte David Ben-Gurion 1948 erschaffen und damit Theodor Herzls zionistische Vision Wirklichkeit werden lassen. Seit der Gründung des Staates hat sich Israel von einer Pioniergesellschaft, die die Wüste besiegt hat, zu einer wirtschaftlich erfolgreichen Nation entwickelt. Doch politisch betrachtet ist das gelobte Land auch 70 Jahre nach der Gründung des Staates ein Pulverfass. Seit Ende März 2018 fordern rund fünf Millionen Palästinenser an Israels Grenze zu Gaza ihr Recht auf Rückkehr. Rückkehr in jene Gebiete, die heute Teil des israelischen Territoriums sind. Ausgelöst wurden die aktuellen Massenproteste durch die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, die US-amerikanische Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen. Denn beide Seiten beanspruchen die heilige Stadt als ihre Hauptstadt. Am Tag des 70-jährigen Jubiläums Israels scheint der Konflikt ungelöster denn je.

      • Dorit Rabinyan

      Der preisgekrönte Roman "Wir sehen uns am Meer" von der israelischen Autorin Dorit Rabinyan ist vom Bildungsministerium aus dem Lehrplan israelischer Gymnasien entfernt worden. Es beschreibt die intime Beziehung einer jüdischen Israelin zu einem palästinensischen Muslim. Diese Handlung könnte von "weiten Teilen der Bevölkerung als eine Bedrohung der separaten Identität empfunden werden", lautete die Begründung. Jugendliche hätten nicht genug Überblick, um die "Erhaltung der national-ethischen Identität" ihres Volkes in Betracht zu ziehen und die wirkliche Bedeutung von gemischten Eltern zu erkennen". Liberale Iraelis sind empört. Die Kontroverse machte das Buch zum Bestseller. Wir sprechen mit Rabinyan über ihr Buch und das Erstarken der konservativen Kräfte in ihrem Heimatland.

      • Natan Sznaider

      Wie lässt sich die von Spannungen durchzogene israelische Gesellschaft beschreiben? Der Soziologe Natan Sznaider erzählt in seinem Buch "Gesellschaften in Israel" in zehn Szenen von der Widersprüchlichkeit der ethnischen und sozialen Gruppen in Israel und warum ihr Zusammenleben dennoch so gut funktioniert. Wir begeben uns mit Sznaider an den Ort, an dem der frühere israelische Premierminister Jitzchak Rabin ermordet wurde und treffen Daphni Leef, die 2011 die Studentenproteste in Israel initiierte.

      • Junge Israelis in Berlin

      "Nie wieder zurück nach Deutschland." Das schworen sich deutsch-jüdische Holocaust-Überlebende und deren Nachfahren einst. Heute, 70 Jahre nach dem Ende des Hitler-Faschismus, scheint dieser Leitsatz nicht mehr zu gelten. Junge Israelis erklären Berlin zu ihrem Sehnsuchtsort. Gar von einem "neuen Exodus" aus dem gelobten Land in die deutsche Hauptstadt ist derzeit die Rede. Und dies vor dem Hintergrund vermehrter offen antisemitischer Überfälle und Übergriffe in den letzten Monaten. Wie viele junge Israelis es derzeit nach Berlin zieht, ist schwer zu sagen. Schätzungen gehen von etwa 20.000 Israelis aus, die derzeit in der Hauptstadt leben. Was zieht sie hierhin?

      "Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat."Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.

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