• 26.05.2018
      19:30 Uhr
      Kulturpalast Thema: Frankenstein | 3sat
       

      Mary Shelleys Grusel-Roman "Frankenstein" ist vor 200 Jahren erschienen, das Thema aktueller denn je. Genmanipulation, Cyborg-Wesen, Künstliche Intelligenz - sind sie moderne Ausprägungen von Frankensteins Monster? Welchen Einfluss haben diese Entwicklungen auf Kunst und Kultur? Und in welcher Art und Weise beschäftigt sich die Kunst mit dem Phänomen "Frankenstein" - der Hybris des Menschen, der sich als allmächtiger Schöpfer betrachtet?

      Moderation: Nina Sonnenberg

      Samstag, 26.05.18
      19:30 - 20:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

      Mary Shelleys Grusel-Roman "Frankenstein" ist vor 200 Jahren erschienen, das Thema aktueller denn je. Genmanipulation, Cyborg-Wesen, Künstliche Intelligenz - sind sie moderne Ausprägungen von Frankensteins Monster? Welchen Einfluss haben diese Entwicklungen auf Kunst und Kultur? Und in welcher Art und Weise beschäftigt sich die Kunst mit dem Phänomen "Frankenstein" - der Hybris des Menschen, der sich als allmächtiger Schöpfer betrachtet?

      Moderation: Nina Sonnenberg

       

      Mary Shelleys Grusel-Roman "Frankenstein" ist vor 200 Jahren erschienen, das Thema aktueller denn je. Genmanipulation, Cyborg-Wesen, Künstliche Intelligenz - sind sie moderne Ausprägungen von Frankensteins Monster? Welchen Einfluss haben diese Entwicklungen auf Kunst und Kultur? Und in welcher Art und Weise beschäftigt sich die Kunst mit dem Phänomen "Frankenstein" - der Hybris des Menschen, der sich als allmächtiger Schöpfer betrachtet?

      "Die bloße Tatsache, dass dieser Frankenstein dieses Monster schafft, ist Gotteslästerung. Und das ist interessant. Wenn wir uns jetzt in einer Welt ohne Gott zum Schöpfer aufschwingen, dann kann man ja sagen, es ist auch nur Naturgeschehen. Natur, die Natur erschafft" , sagt der Komponist Jan Dvorak - Nina Sonnenbergs Gast auf dem Kulturpalast-Sofa. Für die Hamburger Staatsoper hat Dvorak gemeinsam mit Regisseur Philipp Stölzl eine "Gothic-Opera" aus dem Stoff entwickelt, zwischen Naturklängen, Schauereffekten und schwarzer Neoromantik.

      • Virtuelles Duplikat vs. reale Menschen

      Immer häufiger schlüpfen nicht mehr Schauspieler in Rollen, sondern werden Figuren computergeneriert. In Kinofilmen wie "Star Wars" war zu sehen, dass alte Schauspieler jung und tote Schauspieler lebendig gerechnet werden können. 2018 ist nun das Jahr, in dem auch tote Popstars wieder auf der Bühne stehen: Roy Orbison! Frank Zappa! Entertainer Harald Juhnke! Hologramm-Technik und neue Rechnerkapazitäten machen es möglich - sogar Abba wollen demnächst ihre jung gebliebenen "Abbatare" auf Tour schicken. Das virtuelle Duplikat ersetzt den realen Menschen, das "Geschöpf" seinen Schöpfer.

      Für Lynn Hershman Leeson ist "Frankenstein" das erste Buch über künstliche Intelligenz. Die inzwischen 77-jährige Amerikanerin gilt als Pionierin der Medienkunst. Und sie war eine der ersten, die sich in ihrer Kunst mit den Auswirkungen der Gentechnik beschäftigte. In ihrem Film "Teknolust" etwa ließ sie Tilda Swinton mit drei Klonen ihrer selbst plaudern. Jetzt hat Lynn Hershman-Leeson im Baseler Haus der elektronischen Künste ein komplettes Genlabor aufgebaut. Ihre Vision: Mit den Mitteln der Gentechnik Geschlechtergrenzen überwinden! Die Künstlerin als moderner Frankenstein?

      In dem Fachmagazin für E- und U-Kultur werden strittige Fragen der Kunstwelt originell und charmant beleuchtet. "Kulturpalast" verspricht überraschend neue Perspektiven.Die Moderatorin und Musikerin Nina Fiva Sonnenberg lädt sich Gäste ein, um gemeinsam mit ihnen Kultur vom Kern aus zu betrachten: Was treibt Künstler an? Und wie beantworten Kulturschaffende Lebensfragen, die uns alle umtreiben?

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