• 05.05.2018
      19:30 Uhr
      Kulturpalast Thema: Schwarz/weiß | 3sat
       

      Was ist daran seltsam, wenn schwarze Darsteller ein Stück über deutsche Geschichte spielen? Warum soll es keine Heavy Metal Bands in Afrika geben? Es ist Zeit, Bilder im Kopf zu revidieren!

      Die Auseinandersetzung mit Rassismen und der postkoloniale Diskurs erfassen derzeit den Kulturbetrieb – von der Bildenden Kunst, über die Musikszene bis zum Berliner Theatertreffen, welches vom 4. bis 21. Mai 2018 stattfindet.

      Moderation: Nina Sonnenberg

      Samstag, 05.05.18
      19:30 - 20:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

      Was ist daran seltsam, wenn schwarze Darsteller ein Stück über deutsche Geschichte spielen? Warum soll es keine Heavy Metal Bands in Afrika geben? Es ist Zeit, Bilder im Kopf zu revidieren!

      Die Auseinandersetzung mit Rassismen und der postkoloniale Diskurs erfassen derzeit den Kulturbetrieb – von der Bildenden Kunst, über die Musikszene bis zum Berliner Theatertreffen, welches vom 4. bis 21. Mai 2018 stattfindet.

      Moderation: Nina Sonnenberg

       

      Was ist daran seltsam, wenn schwarze Darsteller ein Stück über deutsche Geschichte spielen? Warum soll es keine Heavy Metal Bands in Afrika geben? Es ist Zeit, Bilder im Kopf zu revidieren!

      Die Auseinandersetzung mit Rassismen und der postkoloniale Diskurs erfassen derzeit den Kulturbetrieb – von der Bildenden Kunst, über die Musikszene bis zum Berliner Theatertreffen, welches vom 4. bis 21. Mai 2018 stattfindet.

      Dort ist ein Stück zu Gast, an dem scheiden sich die Geister: "Mittelreich", eigentlich ein bayerisches Familienepos mit typisch deutscher Geschichte, wird von ausschließlich farbigen Schauspielern gespielt. Die Regisseurin Anta Helena Recke hat eine bereits existierende Inszenierung der Münchner Kammerspiele gewissermaßen "einfach" nur umbesetzt. Jetzt ist sie damit zu Gast im "Kulturpalast"-Studio und erklärt, was ihre "Schwarzkopie" des Stücks beim vorwiegend weißen Publikum bewirkt.

      "Postkolonialismus" scheint das Wort der Stunde: In einer weiteren Theatertreffen-Einladung wird die Debatte ausgiebig geführt: In Castorfs "Faust" führt die Reise bis in den kolonialen Algerienkrieg. Faust selbst erscheint als kolonialer Global Player, ein weißer Mann, der sich die Natur und die darin wohnenden "Wilden" Untertan macht.

      Ein rassistisches Konzept, das – wenn auch unter anderen Vorzeichen - weiter existiert. Zum Beispiel in der Figur des "White Saviour", dem weißen Erlöser, wie er in dem gut gemeinten Werbespot von Sänger Ed Sheeran für die Hilfsorganisation "Comic Relief" erscheint: Ein weißer Mann, der in das Elend der Welt hinabsteigt und den armen Schwarzen aus ihrer scheinbar ausweglosen Misere hilft.

      Dabei ist Afrika viel mehr als das. In den Worten von Mahia Mutua, Sänger der Kenianischen Metal Band "Last Years Tragedy": "Afrika ist viel mehr als Armut und Dreck und Kinder, die betteln. Afrika ist einer der am stärksten wachsenden Kontinente der Welt und es kommt jede Menge Hoffnung und Energie von hier. Wenn Du mich fragst: Afrika ist nicht aufzuhalten!". Eine Sichtweise, die auch die Musiker der "Black Superman Group" BSMG unterschreiben würden, schwarze Deutsche, die gleichzeitig ihre afrikanischen Wurzeln feiern und dem bewussten oder unbewussten Rassismus der Mehrheitsgesellschaft entgegentreten.

      3sat zeigt als Medienpartner vom Berliner Theatertreffen 2018 drei der eingeladenen Inszenierungen jeweils samstags in seinem Programm.

      Im Anschluss, um 20.15 Uhr, zeigt mit "Woyzeck" das erste von diesen drei "Starken Stücken".

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