• 19.07.2018
      09:15 Uhr
      Ferne Eltern - Linn Ullmann "Die Unruhigen" Ein Film von Frank Vorpahl | 3sat
       

      Eine berühmte Tochter, zwei noch bekanntere übermächtige Eltern - das ist die Grundkonstellation in Linn Ullmanns biografisch geprägtem Roman "Die Unruhigen".

      Sie beschreibt darin, was sie real erlebt hat: ihre Kindheit und das Aufwachsen als Tochter von Liv Ullmann und Ingmar Bergman, zwei egomanischen Arbeitstieren, die nie zusammen leben und sich auf sehr konträre Weise für ihre Kinder interessieren. Fast schizophren ist das Kind daher "seine" Tochter und "ihre" Tochter - als hätten beide kaum miteinander zu tun.

      Donnerstag, 19.07.18
      09:15 - 09:45 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      VPS 09:14
      Neu im Programm
      Stereo

      Eine berühmte Tochter, zwei noch bekanntere übermächtige Eltern - das ist die Grundkonstellation in Linn Ullmanns biografisch geprägtem Roman "Die Unruhigen".

      Sie beschreibt darin, was sie real erlebt hat: ihre Kindheit und das Aufwachsen als Tochter von Liv Ullmann und Ingmar Bergman, zwei egomanischen Arbeitstieren, die nie zusammen leben und sich auf sehr konträre Weise für ihre Kinder interessieren. Fast schizophren ist das Kind daher "seine" Tochter und "ihre" Tochter - als hätten beide kaum miteinander zu tun.

       

      Eine berühmte Tochter, zwei noch bekanntere übermächtige Eltern - das ist die Grundkonstellation in Linn Ullmanns biografisch geprägtem Roman "Die Unruhigen".

      Sie beschreibt darin das zerrissene Verhältnis zwischen ihr, dem unnahbaren Vater und Regiegott Ingmar Bergmann und der nicht minder berühmten Mutter Liv Ullmann, die zwischen Künstlerinnen- und Mutterrolle zerrissen ist.

      Linn Ullmanns neuer Roman "Die Unruhigen" verarbeitet, was sie real erlebt hat: ihre Kindheit und das Aufwachsen als Tochter von Liv Ullmann und Ingmar Bergman, zwei egomanischen Arbeitstieren, die nie zusammen leben und sich auf sehr konträre Weise für ihre Kinder interessieren. Fast schizophren ist das Kind daher "seine" Tochter und "ihre" Tochter - als hätten beide kaum miteinander zu tun.

      Im Kern umkreist Linn Ullmann aber ein philosophisches Problem - zum Glück nie akademisch, sondern gut und konkret erzählt: Das Erinnern, die Fallstricke, die das Gedächtnis legt, um uns vor dem Erschrecken über eigenes monströses Verhalten zu schützen, die Disharmonie der Perspektiven, die weißen Flecke und dramatischen Umdeutungen, die wir im Gedächtnisprozess vornehmen.

      Ullmann geht dabei von einer realen Situation aus: 2007 hatte sie sich wie in jedem Sommer gemeinsam mit Ingmar Bergman in dessen Ferienhaus auf Färo verabredet, nur wollten Vater und Tochter diesmal ein gemeinsames Buch über den Werdegang des schwedischen Regisseurs schreiben. Doch sie beginnen zu spät, das Gedächtnis des Vaters gerät ins Schleudern, schließlich stirbt er. Und die Tochter kann nur versuchen, das gemeinsame Buch herbei zu phantasieren.

      Der Roman ist wie immer bei Ullmann sprachlich großartig, ein seltsam schwirrender Ton, das Buch ist in Skandinavien ausgezeichnet worden.

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      Donnerstag, 19.07.18
      09:15 - 09:45 Uhr (30 Min.)
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 20.09.2018