• 16.05.2018
      12:15 Uhr
      Drei Frauen für den Frieden Denkanstöße zum Katholikentag in Münster | 3sat
       

      Der Film porträtiert drei Frauen, die sich für Frieden engagieren, obwohl oder gerade weil sie die Erfahrung von Terror, Gewalt und Tod in der eigenen Familie gemacht haben. Der Sohn von Frederike Herrlich kam beim Attentat am Berliner Breitscheidplatz ums Leben. Ahlam verlor ihren Mann und ihren Bruder im Bombenhagel von Aleppo. Sie lebt jetzt in Gelsenkirchen. Naisys Bruder wurde von Militärs in Kolumbien erschossen.

      Mittwoch, 16.05.18
      12:15 - 12:30 Uhr (15 Min.)
      15 Min.

      Der Film porträtiert drei Frauen, die sich für Frieden engagieren, obwohl oder gerade weil sie die Erfahrung von Terror, Gewalt und Tod in der eigenen Familie gemacht haben. Der Sohn von Frederike Herrlich kam beim Attentat am Berliner Breitscheidplatz ums Leben. Ahlam verlor ihren Mann und ihren Bruder im Bombenhagel von Aleppo. Sie lebt jetzt in Gelsenkirchen. Naisys Bruder wurde von Militärs in Kolumbien erschossen.

       

      Anlass des Films ist der Auftakt des 101. Katholikentages, der vom 9. bis 13. Mai in Münster unter dem Motto "Suche Frieden" stattfindet.

      Frederike Herrlich hat der Tod ihres Sohnes Christoph aus der Bahn geworfen. Der 40-Jährige starb bei dem islamistischen Attentat auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz am 19. Dezember 2016. Halt und Unterstützung fand die 67-Jährige in ihrer Kirchengemeinde, beim Singen und durch die aktive Mitarbeit in Sozialprojekten. Sie hat der Mutter des Attentäters einen Brief geschrieben, weil sie überzeugt ist, dass nur im Dialog Versöhnung und Frieden möglich sind.

      Tumaco gehört zu den Städten mit der höchsten Gewaltrate in Kolumbien. Sie wird von FARC-Rebellen beherrscht, die sich bisher dem Versöhnungsprozess zwischen Regierung und den Rebellen verweigern. Wir treffen dort die Sozialarbeiterin Naisy. Ihr Bruder wurde vor dem Haus der Familie von einem Soldaten getötet. Die 21-Jährige engagiert sich in verschiedenen Projekten der Kirchengemeinde, um den Jugendlichen eine Perspektive ohne Gewalt und Drogen zu bieten. Mit ihrer Hip-Hop-Gruppe versucht sie zudem, die Gewalterfahrung über die Musik zu verarbeiten.

      Ahlam war Lehrerin in Aleppo. Ihr Mann und ihr Bruder kamen bei Bombenanschlägen auf die syrische Stadt ums Leben. Daraufhin flüchtete die 28-Jährige mit ihrem kleinen Sohn aus der Kriegsregion. Über die Türkei, Griechenland und mehrere osteuropäische Länder kam sie schließlich nach Deutschland. Sie lebt heute in Gelsenkirchen und versucht über Kunstprojekte ihre traumatischen Erfahrungen zu verarbeiten. Bei Gesprächsabenden versucht sie die Deutschen für die Situation in ihrer Heimat Syrien zu sensibilisieren.

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      Mittwoch, 16.05.18
      12:15 - 12:30 Uhr (15 Min.)
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