• 16.03.2018
      04:20 Uhr
      Die Macht der Elemente - mit Dirk Steffens (3/4) Erde | 3sat
       

      Um dem Element Erde wirklich nah zu kommen, begibt sich Dirk Steffens in der dritten Folge unter die Erdoberfläche in die dunklen Tiefen unseres Planeten. Nicht nur Wasser und die Entdeckung des Feuers waren nötig, um Hochkulturen entstehen zu lassen und die Entwicklung des Menschen entscheidend voranzubringen, sondern auch die Geschenke des Elementes Erde. Gemeint sind damit nicht nur fruchtbarer Ackerboden, der es bereits frühen Zivilisationen erlaubte, sesshaft zu werden und Landwirtschaft zu betreiben, sondern auch Gesteine und Metalle aus dem Erdinneren.

      Nacht von Donnerstag auf Freitag, 16.03.18
      04:20 - 05:05 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Um dem Element Erde wirklich nah zu kommen, begibt sich Dirk Steffens in der dritten Folge unter die Erdoberfläche in die dunklen Tiefen unseres Planeten. Nicht nur Wasser und die Entdeckung des Feuers waren nötig, um Hochkulturen entstehen zu lassen und die Entwicklung des Menschen entscheidend voranzubringen, sondern auch die Geschenke des Elementes Erde. Gemeint sind damit nicht nur fruchtbarer Ackerboden, der es bereits frühen Zivilisationen erlaubte, sesshaft zu werden und Landwirtschaft zu betreiben, sondern auch Gesteine und Metalle aus dem Erdinneren.

       

      Nicht nur Wasser und die Entdeckung des Feuers waren nötig, um Hochkulturen entstehen zu lassen und die Entwicklung des Menschen entscheidend voranzubringen, sondern auch die Geschenke des Elementes Erde. Gemeint sind damit nicht nur fruchtbarer Ackerboden, der es bereits frühen Zivilisationen erlaubte, sesshaft zu werden und Landwirtschaft zu betreiben, sondern auch Gesteine und Metalle aus dem Erdinneren.

      In Ghana beispielsweise lässt sich Dirk Steffens in eine traditionelle Goldmine hinab, in der das edle Metall noch wie vor Jahrtausenden in schweißtreibender Handarbeit abgebaut wird. Das Risiko, in den schmalen, nur durch Bambusstreben gesicherten Schächten verschüttet zu werden, ist groß. Trotzdem dringen Menschen seit Jahrtausenden in immer größere Tiefen vor.

      Kein Metall regt die Fantasie des Menschen so an wie Gold, trotzdem beeinflusste ein anderes Geschenk der Erde die Entstehung von frühen Hochkulturen viel stärker: Kupfer. Aus Kupfer und Zinn stellten unsere Vorfahren Bronze her. Und mit energiereicheren Brennmaterialien gelang es vor 3.000 Jahren schließlich, Eisen zu schmelzen.

      Die Nutzung dieser Metalle erlaubte es den Menschen, vielfältige Werkzeuge für immer komplexere Arbeitsbereiche herzustellen und ihre Siedlungen mit immer effektiveren Waffen zu verteidigen. Die Bedeutung der Metallherstellung für die Entwicklung des Menschen ist vielfältig und viel umfassender als man bisher angenommen hat.

      Metalle fanden die frühen Bergleute überall dort, wo die Ränder der Kontinente aufeinandertreffen. Dort steigen heiße Materialien aus dem Erdinneren an die Oberfläche, zum Beispiel metallhaltige Gesteine. Sie lagern sich in geringen Tiefen ab und können vom Menschen abgebaut werden. Metallfunde wurden zum weiteren wichtigen Faktor bei der Entstehung früher Zivilisationen. Es könnte sogar sein, dass bereits die Bronzeproduktion den internationalen Seehandel nötig machte.

      Als vor rund 3.000 Jahren die Bronzeherstellung so richtig in Schwung kam, stieg der Bedarf an Kupfer und Zinn in den großen Städten immer weiter an. Viele dieser Metallzentren lagen im Mittelmeerraum, wo man zwar über ausreichend Kupfer, aber viel zu wenig Zinn verfügte. Bergbaufachleute suchten überall in der damals bekannten Welt nach neuen Zinnfundorten und reisten auf wackeligen Holzbooten bis nach Großbritannien und Skandinavien, um den begehrten Rohstoff zu finden.

      Ein Volk, das damals offenbar zu den "Global Playern" im Zinnhandel gehörte, waren die Minoer. Von ihren Stamminseln Kreta und Santorini aus beherrschten sie ein gewaltiges Handelsimperium. Siedlungsorte in der Nähe von Plattengrenzen bergen allerdings auch Gefahren.

      Vor rund 3.500 Jahren brach der Vulkan auf Santorini aus und zerstörte die herausragende Händlergesellschaft, die zuvor von den Schätzen der Erde enorm profitiert hatte. Neben Vulkanausbrüchen gehören auch Erdbeben zu den Risiken, die Gesellschaften eingehen, wenn sie nahe an Plattengrenzen siedeln. Die jüngsten Ereignisse in Fukushima zeigen, wie verheerend starke Beben auch für heutige Zivilisationen sein können.

      Ein Blick auf die 20 bevölkerungsreichsten Metropolen der Welt zeigt jedoch, dass die Hälfte von ihnen auf seismisch aktiven Plattengrenzen errichtet wurde. Offenbar überwiegen selbst im 21. Jahrhundert die Vorteile des Standortes. Wasser, Bodenschätze und mineralreiche Böden für die Landwirtschaft sorgen für Wohlstand. Selbst dort, wo Wissenschaftler schwere Beben für die unmittelbare Zukunft vorhersagen, wachsen die Städte ungehindert weiter.

      Dirk Steffens besucht unter anderem eines der modernsten Bauwerke der Türkei, den neuen U-Bahntunnel in Istanbul, der unter dem Bosporus hindurchführen soll. Er gilt als erdbebensicher und wird parallel zu einer der gefährlichsten seismischen Zonen der Welt verlaufen.

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