• 24.08.2018
      20:15 Uhr
      Wie Energiekonzerne den Klimawandel vertuschen - Die geheimen Machenschaften der Ölindustrie aus der Reihe | 3sat Mediathek
       

      Mit Donald Trump hat eine neue, alte Sicht auf den Klimawandel im Weißen Haus Einzug gehalten. Gute Zeiten für Ölfirmen wie Exxon, Shell und Chevron, die seit 60 Jahren im Geheimen Studien und Kampagnen finanzieren, die den Klimawandel kleinreden. Unterlagen beweisen: Diese Firmen wussten seit 1957, dass das Verbrennen fossiler Brennstoffe das Klima verändert - eigene, streng geheim gehaltene Forschungen hatten das ergeben. Mittlerweile haben zwei Staatsanwaltschaften und mehrere Counties in den USA Ermittlungen aufgenommen gegen Exxon und andere Ölfirmen - wegen gezielter Irreführung der Öffentlichkeit beim Thema Klimawandel.

      Freitag, 24.08.18
      20:15 - 21:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Mit Donald Trump hat eine neue, alte Sicht auf den Klimawandel im Weißen Haus Einzug gehalten. Gute Zeiten für Ölfirmen wie Exxon, Shell und Chevron, die seit 60 Jahren im Geheimen Studien und Kampagnen finanzieren, die den Klimawandel kleinreden. Unterlagen beweisen: Diese Firmen wussten seit 1957, dass das Verbrennen fossiler Brennstoffe das Klima verändert - eigene, streng geheim gehaltene Forschungen hatten das ergeben. Mittlerweile haben zwei Staatsanwaltschaften und mehrere Counties in den USA Ermittlungen aufgenommen gegen Exxon und andere Ölfirmen - wegen gezielter Irreführung der Öffentlichkeit beim Thema Klimawandel.

       

      Zwei Staatsanwaltschaften und mehrere Counties in den USA haben Ermittlungen gegen Exxon und andere Ölfirmen aufgenommen wegen gezielter Irreführung der Öffentlichkeit beim Thema Klimawandel.

      Der Film deckt diesen Täuschungsversuch auf und geht Hinweisen nach, dass auch in Deutschland zweifelhafte Studien veröffentlicht wurden.

      Seit Donald Trump US-Präsident ist, gibt es eine neue und zugleich alte Sicht auf den weltweiten Klimawandel im Weißen Haus. Gute Zeiten für Ölfirmen wie Exxon und Shell, die seit 60 Jahren wissenschaftliche Studien und Kampagnen finanzieren, die den Klimawandel bis heute kleinreden. Neue Dokumente beweisen: Diese Firmen wussten seit 1957, dass das Verbrennen fossiler Brennstoffe das Klima verändert - eigene, streng geheim gehaltene Forschungen hatten das ergeben.

      Die Ölunternehmen in den USA forschten aber nicht nur. Ingenieure von Exxon und Shell nutzen die Erkenntnisse über den zukünftigen Klimawandel schon seit Jahrzehnten für ihre Planungen: Ölbohrplattformen wurden wegen des stetig steigenden Meeresspiegels und der immer heftigeren Stürme höher und stabiler gebaut. Pipelines in der Arktis wurden wegen des schmelzenden Permafrostbodens stärker verankert.

      "Der Klimawandel war damals ein Riesending", sagt Geophysiker Edward Garvey, der von 1978 bis 1983 für Exxon als Wissenschaftler arbeitete. Sein Fazit: "Wir hätten schon vor 30 Jahren etwas gegen den Klimawandel tun können!" Stattdessen beauftragten die Firmen Gegenstudien, die über Lobby-Gruppen weit verbreitet wurden.

      "Sie finanzierten bewusst Studien, um die eigenen Ergebnisse zu diskreditieren", so Carroll Muffett, Vorsitzender des "Center for International Environmental Law" in Washington, einer Nichtregierungsorganisation, die sich mit Umweltrecht befasst: "Für mich ist das der größte Skandal der Menschheitsgeschichte."

      Film von Johan von Mirbach

      Im Anschluss ab 21.00 Uhr beschäftigt sich eine Ausgabe des 3sat-Wirtschaftsmagazins "makro" ebenfalls mit dem Ölgeschäft und betrachtet die "Neuordnung des Ölmarkts".

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