• 02.03.2018
      14:50 Uhr
      Die biblischen Plagen - Zorn Gottes oder Rache der Natur (3/3) Flucht aus dem Pharaonenreich | 3sat
       

      Obwohl bereits neun verheerende Plagen das Nilland verwüstet haben, gibt der Pharao Moses mit seinen Leuten nicht frei. Da holt Gott Jahwe zum finalen Schlag aus: Um Mitternacht schickt er den Tod über Ägypten. Alle Erstgeborenen - ob Mensch oder Tier - müssen sterben. Der Tod der Erstgeborenen jedoch passt nicht in den Rahmen der vorangegangenen Naturkatastrophen. Forscher sehen darin vielmehr ein religiöses Symbol.

      Freitag, 02.03.18
      14:50 - 15:35 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Obwohl bereits neun verheerende Plagen das Nilland verwüstet haben, gibt der Pharao Moses mit seinen Leuten nicht frei. Da holt Gott Jahwe zum finalen Schlag aus: Um Mitternacht schickt er den Tod über Ägypten. Alle Erstgeborenen - ob Mensch oder Tier - müssen sterben. Der Tod der Erstgeborenen jedoch passt nicht in den Rahmen der vorangegangenen Naturkatastrophen. Forscher sehen darin vielmehr ein religiöses Symbol.

       

      Obwohl bereits neun verheerende Plagen das Nilland verwüstet haben, gibt der Pharao Moses mit seinen Leuten nicht frei. Da holt Gott Jahwe zum finalen Schlag aus: Um Mitternacht schickt er den Tod über Ägypten. Alle Erstgeborenen - ob Mensch oder Tier - müssen sterben. Der Tod der Erstgeborenen jedoch passt nicht in den Rahmen der vorangegangenen Naturkatastrophen. Forscher sehen darin vielmehr ein religiöses Symbol.

      Damit die Israeliten verschont bleiben, sollen sie mit dem Blut eines geschlachteten Lamms die Türpfosten ihrer Häuser bestreichen, das Fleisch bis auf den letzten Rest mit ungesäuertem Brot und bitteren Kräutern verzehren und sich zum Aufbruch bereit halten. Und tatsächlich lässt der Pharao nach der unvorstellbaren Tragödie, die sein Volk getroffen hat, die Fremdarbeiter endlich ziehen. Mit der drastischen Schilderung der zehnten und schlimmsten Strafe endet die Kette der Plagen im 2. Buch Moses.

      Die genauen Anweisungen zum nächtlichen Passah-Mahl führen Experten auf uralte Traditionen von Bauern und Nomaden zurück. Denn aus diesen beiden Gruppen wächst Israel schließlich zusammen. Noch heute feiern die Juden das Passah-Fest in Erinnerung an den Auszug aus Ägypten und die Befreiung aus der Knechtschaft als Geburtsstunde ihres Volkes.

      Aus zahllosen Puzzleteilen gewinnen Wissenschaftler ein Bild über den historischen Hintergrund der Moses-Geschichte. Und aus ebenso vielen Bruchstücken aus unterschiedlichen Epochen bauten die Autoren des Alten Testaments ihren Text Jahrhunderte nach dem wahrscheinlichen Geschehen zusammen. Viele Details finden ihre Entsprechung in ägyptischen Quellen, einiges aber bleibt unbewiesen. Im Zentrum des biblischen Berichts jedoch steht die Botschaft von Jahwe, die zur ersten monotheistischen Weltreligion wurde. Den einen großen Exodus aus Ägypten gab es sicher nicht. Doch dass verschiedene Gruppen aus Kanaan zu verschiedenen Zeiten in Ägypten lebten und von dort entweder vertrieben wurden oder flohen, daran lässt die Forschung keinen Zweifel.

      Film von Gabriele Wengler und Sandra Papadopoulus

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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 18.02.2018