• 13.05.2020
      20:15 Uhr
      Der digitale Bauernhof - Smartphone statt Heugabel Film von Claudia und Peter Giczy | 3sat
       

      Arbeiten ohne Smartphone und Software ist heute nicht mehr vorstellbar - auch nicht in der Landwirtschaft. Aber wie geht es den Bauern mit ihren neuen digitalen Werkzeugen im Alltag? Die Arbeit am Bauernhof hat sich verändert. Roboter melken die Kühe und säubern den Stall. Ferngesteuerte Drohnen überwachen die Felder und erkennen giftiges Unkraut. Fahrzeuge und Geräte sind vernetzt. Die Entwicklung geht immer mehr in Richtung Hightech. "Die Arbeit in der Landwirtschaft ist nicht weniger geworden, nur ganz anders", sagt Altbauer Franz Gruber. Viele schwere Arbeiten werden von digitalen Knechten erledigt - den Robotern.

      Mittwoch, 13.05.20
      20:15 - 21:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      HD-TV Stereo

      Arbeiten ohne Smartphone und Software ist heute nicht mehr vorstellbar - auch nicht in der Landwirtschaft. Aber wie geht es den Bauern mit ihren neuen digitalen Werkzeugen im Alltag? Die Arbeit am Bauernhof hat sich verändert. Roboter melken die Kühe und säubern den Stall. Ferngesteuerte Drohnen überwachen die Felder und erkennen giftiges Unkraut. Fahrzeuge und Geräte sind vernetzt. Die Entwicklung geht immer mehr in Richtung Hightech. "Die Arbeit in der Landwirtschaft ist nicht weniger geworden, nur ganz anders", sagt Altbauer Franz Gruber. Viele schwere Arbeiten werden von digitalen Knechten erledigt - den Robotern.

       

      Arbeiten ohne Smartphone und Software ist heute nicht mehr vorstellbar - auch nicht in der Landwirtschaft. Aber wie geht es den Bauern mit ihren neuen digitalen Werkzeugen im Alltag?

      Die Arbeit am Bauernhof hat sich verändert. Roboter melken die Kühe und säubern den Stall. Ferngesteuerte Drohnen überwachen die Felder und erkennen giftiges Unkraut. Fahrzeuge und Geräte sind vernetzt. Die Entwicklung geht immer mehr in Richtung Hightech.

      "Die Arbeit in der Landwirtschaft ist nicht weniger geworden, nur ganz anders", sagt Altbauer Franz Gruber. Viele schwere Arbeiten werden von digitalen Knechten erledigt - den Robotern. "Die Heugabel brauche ich kaum mehr. Aber aus der modernen Technik halte ich mich raus. Das machen die Jungen bei uns."

      "Landwirtin ist mein absoluter Traumjob", erklärt die 26-jährige Lena Lemmens. Sie ist Tierärztin und Managerin einer Herde von 60 Milchkühen. Die Tiere sind ihre wichtigsten Mitarbeiterinnen, das Smartphone ist ihr mobiles Büro. Hightech-Maschinen schieben das Futter in den Stall, melken die Kühe und putzen sogar die Gülle weg. Tiersensoren und Melkroboter überwachen den Gesundheitszustand der Kühe rund um die Uhr - bis hin zur Anzahl der Schritte oder Kaubewegungen. Im Stall steht die "Gläserne Kuh". Gibt's ein Problem, schlägt das Handy Alarm.

      Michael Treiblmeier ist Landwirt und Gründer eines Hightech-Ingenieurbüros. Seine Drohne ist Lastenträger für eine Multispektralkamera, die Felder nach giftigem Unkraut absucht. Landwirtschaft wird zum Hightech-Beruf. Schon bisher benötigten die Bauern einen reichen Erfahrungsschatz, um ertragreich wirtschaften zu können - das Wissen über Pflanzen und Tiere, Boden und Wetter, Maschinen und Technik. Hinzu kommen nun die neuen digitalen Technologien.

      Für die Generation Smartphone ist der Beruf Bauer wieder attraktiver geworden. Das Francisco Josephinum ist eine Forschungseinrichtung und auch Österreichs größte landwirtschaftliche Schule. Seit September 2019 gibt es die eigene fünfjährige Schwerpunktausbildung "Landwirtschaft und Digitalisierung". Die Schüler lernen hier das Einmaleins für smarte Farmer. "Die jungen Landwirte bezeichnen wir als Digital Natives", sagt Direktor Alois Rosenberger. "Sie sind sozusagen mit der Anwendung digitaler Technologien aufgewachsen."

      Bauern sind heute oft hoch spezialisierte Fachleute, die sich nicht nur um die Produktion kümmern wie etwa Aussaat, Düngung, Technik und Futtermittel. Sie müssen auch die digitalen Werkzeuge beherrschen, um wirtschaftlich überleben zu können. Wetter-Apps, Online-Vermarktung oder Satellitendaten sind fixer Bestandteil ihres bäuerlichen Alltags. Millionen Daten von Kamerasystemen, Satelliten, Sensoren und Roboter bilden die Basis neuer intelligenter Anwendungen, die die Arbeit der Bauern erleichtern und den Ertrag optimieren sollen. Richtig eingesetzt haben sie auch das Potenzial, die Landwirtschaft ökologischer zu machen. Das bedeutet weniger Dünger am Feld und weniger Antibiotika im Stall. Und sicher ist jedenfalls, dass die neuen smarten Anwendungen den Alltag auf unseren Bauernhöfen langfristig völlig verändern werden.

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      Mittwoch, 13.05.20
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