• 27.11.2019
      20:15 Uhr
      Das Wunder von Wörgl Fernsehfilm Österreich 2018 - 3satZuschauerpreis | 3sat
       

      Der kränkliche Lokführer Michael Unterguggenberger wird im Jahr 1932 per Los zum Bürgermeister der Tiroler Gemeinde Wörgl bestimmt - auch, weil sonst niemand das Amt übernehmen will. Wie so viele Gemeinden steht Wörgl vor dem Bankrott. Die Politik weiß längst keinen Ausweg mehr aus der Krise. Sparen lautet das Rezept, das die Krise aber immer weiter vertieft. Arbeitslosigkeit greift um sich - und damit auch der Faschismus. Mit Unterstützung seiner Frau Rosa beschließt Unterguggenberger, die ihm zugedachte Rolle als Lückenbüßer abzulegen und etwas ganz Neues zu versuchen.

      Mittwoch, 27.11.19
      20:15 - 21:45 Uhr (90 Min.)
      90 Min.

      Der kränkliche Lokführer Michael Unterguggenberger wird im Jahr 1932 per Los zum Bürgermeister der Tiroler Gemeinde Wörgl bestimmt - auch, weil sonst niemand das Amt übernehmen will. Wie so viele Gemeinden steht Wörgl vor dem Bankrott. Die Politik weiß längst keinen Ausweg mehr aus der Krise. Sparen lautet das Rezept, das die Krise aber immer weiter vertieft. Arbeitslosigkeit greift um sich - und damit auch der Faschismus. Mit Unterstützung seiner Frau Rosa beschließt Unterguggenberger, die ihm zugedachte Rolle als Lückenbüßer abzulegen und etwas ganz Neues zu versuchen.

       

      Der Lokführer Michael Unterguggenberger ist frisch gewählter Bürgermeister der Gemeinde Wörgl in Tirol. Da steht er gleich vor einer nicht einfach zu beantwortenden Frage: "Und, weißt du schon, wie du die Welt rettest?"

      Wir schreiben das Jahr 1932. Inmitten der Weltwirtschaftskrise herrscht Arbeitslosigkeit in der Tiroler Kleinstadt; Geld, um den Lohn auszuzahlen, ist Mangelware. Die Folge: Hungersnot und Armut in der Bevölkerung.

      Doch diese Umstände erscheinen Unterguggenberger absurd, denn Arbeit und Lebensmittel gibt es eigentlich genug - nur kann sie sich niemand leisten. Warum also nicht einfach eigenes Geld drucken? So abwegig der Vorschlag dem zerstrittenen Gemeinderat zunächst scheinen mag: In Ermangelung anderer Ideen erwägen sie zumindest einen testweisen Versuch. Nur als Geld darf das neue Zahlungsmittel nicht bezeichnet werden, das wäre ein grober Verstoß gegen das Währungsmonopol der Nationalbank. Unterguggenberger gibt seine sichere Stelle als Lokführer auf und finanziert von der Abfindung den ersten Druck der neuen Währung - die sogenannten Arbeitsbestätigungsscheine.

      Nun gilt es verschiedene Parteien zu überzeugen: Erstens müssen die Arbeiter das von Wörgl gedruckte Geld als Lohn ihrer Arbeit akzeptieren und zweitens müssen die Ladenbesitzer die Scheine als Zahlungsmittel annehmen. Gegen alle Skepsis und Widerstände auch seitens des eigenen Sohns und trotz sich immer weiter ausdehnender radikaler politischer Gruppierungen gelingt es Unterguggenberger nach und nach, Menschen für seinen Plan zu gewinnen - die Gemeinde baut sich neu auf, die Wirtschaft beginnt zu florieren.

      Während selbst Bürgermeister umliegender Städte dem Beispiel folgen wollen, haben sich die Wörgler einen sehr mächtigen Feind gemacht: das Bankwesen. Unterguggenbergers Unterfangen soll gestoppt werden, alle Verantwortlichen ins Gefängnis wandern. Findet die Gemeinde einen Ausweg, um das Experiment fortzusetzen?

      3satZuschauerpreis

      3sat zeigt vom Samstag, 23., bis zum Donnerstag, 28. November, jeweils ab 20.15 Uhr, alle elf für das "FernsehfilmFestival Baden-Baden" nominierten Fernsehfilme.

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