• 23.09.2019
      00:10 Uhr
      Das alte Gewehr Spielfilm Frankreich / Deutschland 1975 (Le vieux fusil) | 3sat
       

      1944, Frankreich unter deutscher Besatzung. Der Chirurg Julien schickt seine Frau Clara und die Tochter Florence auf das Schloss. Als er die beiden besuchen will, muss er entdecken, dass sie von deutschen Soldaten brutal getötet worden sind. Julien holt das alte Jagdgewehr seines Vaters und begibt sich auf einen Rachefeldzug.

      Nacht von Sonntag auf Montag, 23.09.19
      00:10 - 01:45 Uhr (95 Min.)
      95 Min.

      1944, Frankreich unter deutscher Besatzung. Der Chirurg Julien schickt seine Frau Clara und die Tochter Florence auf das Schloss. Als er die beiden besuchen will, muss er entdecken, dass sie von deutschen Soldaten brutal getötet worden sind. Julien holt das alte Jagdgewehr seines Vaters und begibt sich auf einen Rachefeldzug.

       

      Stab und Besetzung

      Julien Dandieu Philippe Noiret
      Clara Dandieu Romy Schneider
      François   Jean Bouise
      SS-Hauptsturmführer   Joachim Hansen
      Offizier der SS Robert Hoffmann
      Doktor Müller Karl-Michael Vogler
      Juliens Mutter Madeleine Ozeray
      Chef der französischen Miliz Jean-Paul Cisife
      Florence Dandieu (8 Jahre) Caroline Bonhomme
      Florence Dandieu (13 Jahre) Catherine Delaporte
      Regie Robert Enrico
      Musik François de Roubaix
      Kamera Étienne Becker
      Buch Robert Enrico
      Pascal Jardin
      Claude Veillot

      Frankreich 1944. In dem nördlich von Toulouse gelegenen Städtchen Montauban kümmert sich der Chirurg Julien Dandieu (Philippe Noiret) im örtlichen Krankenhaus aufopferungsvoll um seine Patienten, zu denen auch Kämpfer der Résistance gehören. Die faschistische französische Miliz droht ihm unverhohlen, sich dafür an seiner Familie zu rächen. Aus Sorge um sie will er seine Frau Clara (Romy Schneider), seine Tochter Florence (Catherine Delaporte), seine Mutter (Madelaine Ozeray) und die Köchin auf das Familienschloss im Örtchen Barberie bringen, wo er seine Kindheit verbrachte.

      Letztendlich fährt sein Freund und Kollege Francois (Jean Bouise) nur Clara und Florence aufs Land. Nach fünf Tagen nimmt sich Julien einen Tag Urlaub, um bei seinen Lieben nach dem Rechten zu sehen. Als er im Dorf vor dem Schloss eintrifft, bietet sich ihm ein grauenhaftes Bild: Alle Männer, Frauen und Kinder liegen ermordet in der Kirche, in ihren Häusern, auf den Wegen. Angst getrieben läuft Julien zum Schloss, doch im Hof sieht er die verkohlte Leiche seiner Frau, ein Stück abseits liegt seine erschossene Tochter. Die Mörder sind Soldaten der SS-Division "Das Reich", die sich auf dem Schloss eingenistet haben und jetzt nur noch auf den Abrückbefehl warten.

      Während sich die Deutschen im Salon über seinen Champagner hermachen, holt der so sanfte und friedfertige Arzt blind vor Schmerz aus einem Versteck das alte Jagdgewehr seines Vaters. Er schließt die Soldaten im Schloss ein, das er dank seiner Kindheit wie seine Westentasche kennt und wo er sich in den verborgenen Gängen und Katakomben verschanzt. Er sabotiert die Wasserleitungen und bringt die Schlossbrücke zum Einsturz. Damit ist das Schloss von der Umgebung abgeschnitten. Nun startet Julien seinen Rachefeldzug und tötet einen Soldaten nach dem anderen.

      Die Geschichte des sehr emotionalen, mehrfach preisgekrönten Films basiert auf authentischen Begebenheiten beim Massaker von Oradour-sur-Glane, jenem französischen Dorf, in dem die Waffen-SS am 10. Juni 1944 auf das Grausamste 642 Bewohner tötete.

      In der alten Bundesrepublik kam er unter dem Titel "Abschied in der Nacht" zensiert in die Kinos - für besonders menschenverachtende Dialoge der Deutschen wurden Alternativ-Szenen gedreht und besonders brutale Szenen geschnitten. Der MDR zeigt die französische Originalfassung in der DEFA-Synchronisation.

      Der Film berührt nicht nur durch die fesselnde Geschichte, sondern auch durch herausragende Darstellerleistungen, allen voran Philippe Noiret und Romy Schneider.

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      00:10 - 01:45 Uhr (95 Min.)
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