• 14.05.2018
      22:25 Uhr
      Auf der Suche nach Zion Dokumentarfilm Deutschland 2018 (Looking for Zion) | 3sat
       

      Die in Paris lebende Filmemacherin, Tänzerin und Videokünstlerin Tamara Erde kehrt in ihr Heimatland Israel zurück. Dort taucht sie sowohl in die disparate Geschichte ihrer Familie ein als auch in die konfliktreiche ihres Landes. Ephraim Erde war 1933 aus Polen emigriert und als offizieller Fotograf der damals regierenden Arbeiterpartei mit der Dokumentation israelischer Errungenschaften im "gelobten Land" beauftragt. Er fotografierte sowohl das Leben im Kibbuz als quasi-sozialistischen Landkommunen wie auch die Entwicklung der Arbeiterbewegung. Die nichtjüdische Bevölkerung Palästinas nahm er dabei eher selten in den Fokus.

      Montag, 14.05.18
      22:25 - 00:00 Uhr (95 Min.)
      95 Min.
      Stereo

      Die in Paris lebende Filmemacherin, Tänzerin und Videokünstlerin Tamara Erde kehrt in ihr Heimatland Israel zurück. Dort taucht sie sowohl in die disparate Geschichte ihrer Familie ein als auch in die konfliktreiche ihres Landes. Ephraim Erde war 1933 aus Polen emigriert und als offizieller Fotograf der damals regierenden Arbeiterpartei mit der Dokumentation israelischer Errungenschaften im "gelobten Land" beauftragt. Er fotografierte sowohl das Leben im Kibbuz als quasi-sozialistischen Landkommunen wie auch die Entwicklung der Arbeiterbewegung. Die nichtjüdische Bevölkerung Palästinas nahm er dabei eher selten in den Fokus.

       

      Die in Paris lebende Filmemacherin, Tänzerin und Videokünstlerin Tamara Erde kehrt in ihr Heimatland Israel zurück. Dort taucht sie sowohl in die disparate Geschichte ihrer Familie ein als auch in die konfliktreiche ihres Landes.

      Ephraim Erde war 1933 aus Polen emigriert und als offizieller Fotograf der damals regierenden Arbeiterpartei mit der Dokumentation israelischer Errungenschaften im "gelobten Land" beauftragt. Er fotografierte sowohl das Leben im Kibbuz als quasi-sozialistischen Landkommunen wie auch die Entwicklung der Arbeiterbewegung. Die nichtjüdische Bevölkerung Palästinas nahm er dabei eher selten in den Fokus.

      70 Jahre nach Staatsgründung konfrontiert nun die Enkelin die Hoffnungen von einst mit den Realitäten von heute. Über die Gegenüberstellung der Bildmotive von damals und jetzt stellt sie die Frage, ob und wie der zionistische Traum überlebt hat, welche Irrwege er beschritten hat und wie sich die neue Generation darin möglicherweise sogar wiederfinden kann.

      Gleichzeitig wagt Tamara Erde aber auch einen Blick auf die eigene, gespaltene, Familiengeschichte, die einem ähnlichen System der Sprachlosigkeit und der Nicht-Kommunikation ausgesetzt ist wie das geteilte Land.

      Tamara Erde wurde 1982 in Tel Aviv geboren und besuchte zunächst in Jerusalem die Bezalel-Akademie für Bildende Kunst. Danach absolvierte sie die renommierte französische Schule für audiovisuelle Kunst, Le Fresnoy, in Tourcoing. Zurzeit lebt sie unter anderem als Video- und Performancekünstlerin in Paris. Ihr letzter langer Dokumentarfilm "This is my land" (2014), der sich mit den Schulsystemen in Israel und Palästina befasst, wurde auf zahlreichen internationalen Festivals wie Rotterdam und Hong Kong gezeigt und gewann zahlreiche Preise, darunter den Primed-Preis in Marseille und den ersten Preis beim Washington D.C. Filmfest.

      Film von Tamara Erde

      Redaktionshinweis: 3sat zeigt die sehr persönliche Spurensuche einer Exil-Israelin, die mit Resolutheit und Sensibilität ihre Gesprächspartner sowohl zu lenken als auch zu verstehen weiß und sich dabei nicht über sie erhebt, anlässlich des 70. Jahrestages der Staatsgründung Israels.

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