• 02.04.2018
      14:10 Uhr
      Abenteurer der Lüfte (4/4) Europa | 3sat
       

      Die Lagunenstadt Venedig, die Loire-Schlösser in Frankreich oder der Petersdom in Rom: Kulturdenkmäler, die Millionen Touristen anziehen. Doch wer kennt sie aus der Vogelperspektive? Der vierte und letzte Teil der Reihe begleitet die "Abenteurer der Lüfte" auf ihren Flugrouten über Europa.

      Montag, 02.04.18
      14:10 - 15:00 Uhr (50 Min.)
      50 Min.

      Die Lagunenstadt Venedig, die Loire-Schlösser in Frankreich oder der Petersdom in Rom: Kulturdenkmäler, die Millionen Touristen anziehen. Doch wer kennt sie aus der Vogelperspektive? Der vierte und letzte Teil der Reihe begleitet die "Abenteurer der Lüfte" auf ihren Flugrouten über Europa.

       

      Die Lagunenstadt Venedig, die Loire-Schlösser in Frankreich oder der Petersdom in Rom: Kulturdenkmäler, die Millionen Touristen anziehen. Doch wer kennt sie aus der Vogelperspektive? Der vierte und letzte Teil der Reihe begleitet die "Abenteurer der Lüfte" auf ihren Flugrouten über Europa.

      Nach tausenden Flugkilometern endlich wieder in ihrem Geburtsort angelangt, nehmen die Weißstörche am liebsten wieder das eigene alte Nest in Besitz. Den Anfang machen die Männchen. Dann heißt es: Warten und hoffen, dass auch die Partnerin die weite und gefahrvolle Reise heil überstanden hat. Lautes Schnabelgeklapper bedeutet, dass das Brutpaar wieder zusammengefunden hat. Sobald die Schwalben nach ihrer langen Reise aus Südafrika wieder in ihrem alten Lehmnest eingetroffen sind, beginnen die Männchen, alles für die bevorstehende Brut vorzubereiten. Beim Erhaschen von geeignetem Material, wie etwa schwebende Gänsedaunen, erweist sich ihre überlegene Flugtechnik als genauso nützlich wie bei der Jagd auf frisch geschlüpfte Eintagsfliegen direkt über der Wasseroberfläche.

      Die Wildgänse zieht es im zeitigen Frühjahr noch weiter in den Norden. Ihre Brutgebiete reichen bis in die Arktis. Eine Familie von Nonnengänsen fliegt von ihrem Winterquartier am Mont St. Michel an der französischen Atlantik-Küste über den Ärmelkanal, vorbei an den berühmten Kreidefelsen von Dover, über die Millionenmetropole London hinweg und weiter in den Norden über Edinburgh bis an die schottische Nordseeküste. Dort steht ihnen die gefährlichste Etappe ihrer Wanderung bevor: Hunderte Kilometer offenes Meer trennen sie vom Festland, und um diese Jahreszeit kann ihnen das raue Wetter schwer zu schaffen machen. Doch auch der hohe Norden ist voller Gefahren. Die frisch geschlüpften Gänseküken können noch nicht fliegen, und ein hungriger Eisbär kann leicht die Brut einer ganzen Kolonie vernichten. Wären da nicht die Küstenseeschwalben, die dieselben Brutplätze bevorzugen wie die Gänse. So klein diese Vögel im Vergleich zum Eisbären auch sind, an Schnelligkeit und Wendigkeit sind sie ihm überlegen. Beharrliche waghalsige Attacken aus der Luft vertreiben schließlich auch den hungrigsten Bären.

      Wenn es warm genug wird für thermische Aufwinde, können die Kraniche auf ihrem Flug nach Norden mit wenig Mühe auf der Luft dahingleiten. Diesen Zweck erfüllen auch von Menschenhand geschaffene Hitzespeicher wie Großstädte oder Autobahnen. Diese Aufwind-Korridore bringen die Wanderer aus dem Süden zu ihrem Ziel, den Moorgebieten in Nord- und Osteuropa. Wenn das Brutgebiet erreicht ist, beginnt die Balz. Kraftvolle Sprünge und anmutige Bewegungen sind die Kriterien der Partnerwahl, und der Tanz der Kraniche ist jedes Jahr ein atemberaubendes Schauspiel.

      Stare begnügen sich mit kleineren Wanderungen innerhalb Europas. Am Abendhimmel über den Dächern von Rom ziehen sie auch im Winter in Schwärmen von Tausenden Individuen als märchenhaft schillernde Wolke hin und her. Trotz des dichten Gedränges sind ihre Manöver so schnell und perfekt koordiniert, dass sogar ein überlegener Jäger wie der Falke das Nachsehen hat.

      Film von John Downer aus der ORF-Reihe "Universum"

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