• 02.04.2018
      13:25 Uhr
      Abenteurer der Lüfte (3/4) Afrika | 3sat
       

      Wer die Welt von oben sehen kann, hat in Afrika Vorteile: Wenn Gnus und Zebras bei ihrer jährlichen Wanderung die reißenden Flüsse der Serengeti überqueren müssen, warten die Geier schon. Die Szenen am Boden lassen sie auf Beute hoffen. Doch aus luftiger Höhe nach Nahrung Ausschau halten, das können nicht nur Geier: Vor der Südspitze Afrikas, vor der Kap-Halbinsel, sind die Möwen zur Stelle, wenn der Große Hai eine Robbe erbeutet. Und die Kaptölpel lassen Buckelwale und Delfine nicht aus den Augen, wenn die Zeit der Sardinenschwärme gekommen ist.

      Montag, 02.04.18
      13:25 - 14:10 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Wer die Welt von oben sehen kann, hat in Afrika Vorteile: Wenn Gnus und Zebras bei ihrer jährlichen Wanderung die reißenden Flüsse der Serengeti überqueren müssen, warten die Geier schon. Die Szenen am Boden lassen sie auf Beute hoffen. Doch aus luftiger Höhe nach Nahrung Ausschau halten, das können nicht nur Geier: Vor der Südspitze Afrikas, vor der Kap-Halbinsel, sind die Möwen zur Stelle, wenn der Große Hai eine Robbe erbeutet. Und die Kaptölpel lassen Buckelwale und Delfine nicht aus den Augen, wenn die Zeit der Sardinenschwärme gekommen ist.

       

      Wer die Welt von oben sehen kann, hat in Afrika Vorteile: Wenn Gnus und Zebras bei ihrer jährlichen Wanderung die reißenden Flüsse der Serengeti überqueren müssen, warten die Geier schon. Die Szenen am Boden lassen sie auf Beute hoffen. Doch aus luftiger Höhe nach Nahrung Ausschau halten, das können nicht nur Geier: Vor der Südspitze Afrikas, vor der Kap-Halbinsel, sind die Möwen zur Stelle, wenn der Große Hai eine Robbe erbeutet. Und die Kaptölpel lassen Buckelwale und Delfine nicht aus den Augen, wenn die Zeit der Sardinenschwärme gekommen ist. Die Tölpel stoßen wie Torpedos aus der Luft in die Fluten hinunter, mitten in den Schwarm hinein. Wenn sie sich mit den unter Wasser jagenden Delfinen verbünden, ist ihre Technik besonders erfolgreich.

      Nicht weniger wendige und geschickte Flugakrobaten sind die Rauchschwalben im Landesinneren. Wenn in Südafrika der Sommer zu Ende geht und in Europa der Frühling kommt, versammeln sie sich, um die weite Reise nach Norden zu ihren Nestern anzutreten. Sie werden Tausende Kilometer im Flug zurücklegen und dabei auch die Sahara überqueren, wo nur wenige verstreute Oasen Wasser zu bieten haben.

      Auch andere beliebte Sommergäste in Europa, die Störche, haben den europäischen Winter in Afrika verbracht und machen sich jetzt wieder auf den Weg zu ihren Brutplätzen. Ihre Flügelspannweite erlaubt ihnen, die thermischen Aufwinde zu nutzen. Am Tag, wenn die Sonne den afrikanischen Boden aufheizt, können die großen schwarz-weißen Wanderer hunderte Kilometer fast mühelos gleitend auf dem Aufwind zurücklegen. Doch ihre Rastpausen bergen Gefahren: Wenn die Störche im Grasland der Savanne landen, um Kleintiere und Insekten zu suchen, sind dort auch hungrige Löwen auf Nahrungssuche.

      Den scheinbar schwerelosen Flug auf den Aufwinden haben die Adler perfektioniert. Wenn die gewaltigen Wassermassen des Sambesi über die Viktoriafälle in die Tiefe stürzen, gleitet der Fischadler mühelos dahin, um dann plötzlich aus schwindelnden Höhen herabzustürzen - einen ahnungslosen Fisch zielsicher im Visier.

      Zu den bevorzugten Beutetieren des Adlers zählt der kleine Flamingo. Diese bizarren rosa Vögel streifen in großen Schwärmen im ostafrikanischen Rift-Valley von Sodasee zu Sodasee. Sie ernähren sich hauptsächlich von den besonderen Algen und Kleinstlebewesen, die in dem alkalischen Wasser gedeihen. Diese spezielle Nahrung verleiht den Flamingos nicht nur ihre einzigartige rosa Färbung, sie zwingt die Vögel auch, ganz bestimmte Orte aufzusuchen, wie den Nakuru-See oder den Bogorria-See in Kenia. Die Brut ist ihnen nur in manchen Jahren möglich, wenn das Nahrungsangebot ausreicht, doch dann bieten die anmutigen Bewegungen ihres synchronisierten Paartanzes ein einzigartiges Schauspiel.

      Es ist eine Reise, wie sie noch nie zuvor unternommen wurde: Die vierteilige Reihe "Abenteurer der Lüfte" von John Downer lässt die Zuschauer in atemberaubenden Bildern die Naturwunder dieser Erde im Flug erleben - gleichsam als Vögel unter Vögeln. Mehr als drei Jahre begleiteten die Kamerateams die Akrobaten der Lüfte auf ihren strapaziösen Flügen. Die Perspektive, aus der diese Dokumentation die Welt der Vögel zeigt, ist einzigartig: vom perfekten Flügelschlag, aus allernächster Nähe gesehen durch eine leichtgewichtige Spezialkamera auf dem Vogelrücken, über die spektakulär exakt ausgeführten wendigen Manöver, gefilmt in Superzeitlupe - bis hin zu einem atemberaubenden Blick aus luftiger Höhe auf unsere vielfältige Welt, wie sie nur ein Vogel erleben kann.

      Film von John Downer aus der ORF-Reihe "Universum"

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