• 24.08.2018
      15:30 Uhr
      Abenteuer Panamericana (4/5) Von Kolumbien bis Peru | 3sat
       

      Der vierte Teil der Reihe führt zunächst nach Kolumbien. In dem Land stellt man fest, dass es grandiose Landschaften und äußerst lebensfrohe Menschen gibt.In der drittgrößten Stadt des Landes, Cali, kann man aber auch andere Seiten entdecken. Menschen leben aus Schutz hinter Gittern, was bei der - vor allem nächtlichen - Gewalttätigkeit auf den Straßen üblich ist.

      Freitag, 24.08.18
      15:30 - 16:15 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Der vierte Teil der Reihe führt zunächst nach Kolumbien. In dem Land stellt man fest, dass es grandiose Landschaften und äußerst lebensfrohe Menschen gibt.In der drittgrößten Stadt des Landes, Cali, kann man aber auch andere Seiten entdecken. Menschen leben aus Schutz hinter Gittern, was bei der - vor allem nächtlichen - Gewalttätigkeit auf den Straßen üblich ist.

       

      Was immer man über Kolumbien und über Drogenkriege gehört hat: Das Fernsehteam stellt auf der Panamericana-Tour fest, dass es hier grandiose Landschaften und äußerst lebensfrohe Menschen gibt.

      In Cali, der drittgrößten Stadt des Landes, mag es zwar ein Drogenkartell geben, aber es gibt hier bei den Menschen auch die Begeisterung für den schnellen Salsa-Tanz, den Speed-Salsa. Angie ist eine von den aktiven Tänzerinnen. In unglaublich schnellen Schrittfolgen wirbelt sie mit ihrem Partner über das Parkett. Sie und ihre Mannschaft betreiben Speed-Salsa als Sport und Beruf. Und das mit großer Disziplin. Angie wohnt mit ihren ausschließlich weiblichen Familienangehörigen, Großmutter, Mutter und Tochter, hinter Gittern - als Schutz. Das ist bei der Gewalt, die vor allem nachts auf den Straßen Calis herrscht, durchaus üblich und nötig.

      Nach diesen zwiespältigen Erfahrungen reist das Team weiter an den Pazifik in die Hafenstadt Buenaventura. Hier nimmt es freudig das „fünfte Mitglied“ in Empfang, den Hilux-Geländewagen. Er musste bekanntlich zusammen mit dem Equipment verschifft werden, da Nicaragua die Durchreise verweigerte. Das Auto fährt zwar noch, aber einige Teile der Ausrüstung sind beschädigt oder fehlen ganz.

      Wie schon in den Ländern zuvor, reisen die Filmer auch durch Kolumbien mit Polizei- und Militäreskorten - bis an die Grenze zu Ecuador. Dort hört die unangenehme, aber unerlässliche Reisebegleiterscheinung endlich auf. In Ecuador überqueren sie den Äquator. Für alle nicht das erste Mal, nur für den Hilux. Er erhält eine „Drecktaufe“.

      Dann geht es weiter in die Hauptstadt Quito. Die Andenstadt liegt fast 3.000 Meter über dem Meeresspiegel, danach geht es weiter in die frühere Inka-Metropole Cuenca, die ebenfalls in luftiger Höhe liegt. Überall treffen sie dort auf den „Jipi Japa“, besser bekannt als Panamahut. Bald tragen ihn auch alle Teammitglieder. Auf dem Weg in den Cajas National Park erblicken die Deutschen erstmals frei laufende Lamas.

      Der Nationalpark zeugt besonders von der Artenvielfalt an Tieren und Pflanzen in Ecuador. Ein Ranger, der einst in Deutschland studierte, zeigt diesen Reichtum vor der Kamera nicht ohne Stolz. An der Staatsgrenze zu Peru machen die Fernsehleute Bekanntschaft mit einem speziellen Gebräu, der Inca Kola. In Peru gibt es eine seltsame Hunderasse, die Veringos. Die Nackthunde ohne Fell werden gern als Wärmflasche genutzt, denn ihre Körpertemperatur kann bis auf 42 Grad steigen.

      Zu Peru gehört natürlich auch das Gold. Die Fernsehcrew besucht ein Museum, in dem das erst 1987 geborgene, vollständig erhaltene Gold des Herrschers von Sipán ausgestellt ist. Von Restauratoren wird das Gold aus der Zeit der Moche-Kultur, bekannt auch für die riesigen Pyramiden aus Lehm, akribisch gepflegt.

      In der Hauptstadt Lima gibt es eine kurze Exkursion zu Pizarros Grab, dem goldgierigen spanischen Eroberer. Dann geht es weiter zu Clothilde Espinoza, die eine Meerschweinchen-Farm betreibt. Die Tiere werden hier zu Hunderten gezüchtet und später an Restaurants geliefert. Sie stehen dort, wie auch in den Nachbarländern, ganz normal auf der Speisekarte. Zwei Teammitglieder probieren vor laufender Kamera gebratenes Meerschweinchen - ein mäßiger Gourmeterfolg.

      Auf der letzten Station in dieser Folge lassen sich die Reisenden von Lucio die weltberühmten Nazca-Linien zeigen. Dabei handelt es sich um riesige Scharrbilder in der Wüste, deren Figuren man nur aus der Luft vom Flugzeug aus erkennt. Durch die deutsche Forscherin Maria Reiche gelangten sie zu Weltruhm; doch das Geheimnis dieser 2.000 bis 2.500 Jahre alten Wüstenbilder der Nazca-Kultur konnte auch sie nicht endgültig klären. Heute gehören diese Linien zum UNESCO-Weltkulturerbe.

      Film von Silke Gondolf

      Wird geladen...
      Wird geladen...

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 21.11.2018