• 13.03.2018
      17:45 Uhr
      30 Tage bis zum Untergang Film von Birgit Mosser | 3sat
       

      Der "Anschluss" Österreichs ans Deutsche Reich wurde mit dem Einmarsch deutscher Truppen am 12. März 1938 de facto vollzogen. Die Volksabstimmung am 30. April war nur noch eine Farce.Bereits am 12. Februar 1938 traf Kurt Schuschnigg Adolf Hitler auf dem Berghof in Bayern und unterzeichnete dort das "Berchtesgadener Abkommen". In den folgenden 30 Tagen wurde das Schicksal Österreichs auf politischer Ebene besiegelt.

      Dienstag, 13.03.18
      17:45 - 18:30 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo HD-TV

      Der "Anschluss" Österreichs ans Deutsche Reich wurde mit dem Einmarsch deutscher Truppen am 12. März 1938 de facto vollzogen. Die Volksabstimmung am 30. April war nur noch eine Farce.Bereits am 12. Februar 1938 traf Kurt Schuschnigg Adolf Hitler auf dem Berghof in Bayern und unterzeichnete dort das "Berchtesgadener Abkommen". In den folgenden 30 Tagen wurde das Schicksal Österreichs auf politischer Ebene besiegelt.

       

      Die Tage vom 12. Februar bis zum 12. März 1938 sollten die Geschichte Österreichs für immer verändern, es war der letzte Monat vor dem "Anschluss" ans Deutsche Reich. Der damalige österreichische Bundeskanzler Kurt Schuschnigg traf Adolf Hitler auf dem Obersalzberg. Das dort unterzeichnete "Berchtesgadener Abkommen" zog Österreich immer weiter in den Machtkreis des Nationalsozialismus. Noch ahnte man damals nicht, dass Österreich einen Monat später für sieben lange Jahre aufhören würde zu bestehen.

      Die Menschen besuchen in diesem Monat Bälle, feiern Fasching, schimpfen über die Nationalmannschaft. Gleichzeitig finden auf den Straßen Demonstrationen und Fackelumzüge statt. Wie war damals die innere Verfasstheit der ersten Republik? Wie viele Anhänger hatte das Schuschnigg-Regime? Wie viele Menschen träumten vom Reich?

      Der Kanzler will wissen, wer zu Österreich steht, und ordnet eine Volksbefragung an. Doch der streng geheime Plan ist bei seiner Verkündung längst nach Berlin verraten worden, und Adolf Hitler schlägt zurück. Der letzte Monat Österreichs als eigenständiger Staat steigert sich zu einem furiosen Finale.

      Die Dokumentation zeichnet einen Weg nach, den Zeitgenossen völlig unterschiedlich erlebt haben: auf den "Anschluss" hin fiebernd, ihn fürchtend oder auch passiv und gleichgültig.

      Zu Wort kommen Experten und Zeitzeugen, die den "Anschluss" als Kinder erlebt haben. Kurt Bauer, Heidemarie Uhl, Hannes Leidinger, Robert Kriechbaumer, Oliver Rathkolb und der Autor des Buchs "Es gab nie einen schöneren März: 1938 - Dreißig Tage bis zum Untergang", Gerhard Jelinek, setzen die Geschehnisse in den historischen Kontext. Der Neffe von Kurt Schuschnigg, Heinrich Schuschnigg, berichtet vom persönlichen Erleben seines Onkels.

      Wird geladen...
      Wird geladen...
      Dienstag, 13.03.18
      17:45 - 18:30 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo HD-TV

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 21.09.2018