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05.08.2011

23:05 bis 23:30

Radiofestival

Das Gespräch

Ulrich Beck

Stereo

Im Gespräch mit Conrad Lay weist der Soziologe Ulrich Beck darauf hin, dass sich in Zeiten des Klimawandels die "organisierte Verantwortungslosigkeit" gesteigert habe.


Vor 25 Jahren hat der Münchener Soziologe Ulrich Beck seine bahnbrechende Studie "Risikogesellschaft" veröffentlich. Eigentlich war sie eher als eine Art Zukunftsprognose gedacht, doch durch die radioaktive Wolke von Tschernobyl wurde sie zur treffenden Gegenwartsdiagnose und gewann allerhöchste Aktualität. Provokant hatte Beck formuliert: "Not ist hierarchisch, Smog ist demokratisch". Was ist davon 25 Jahre später zu halten? Der Klimawandel, so das selbstkritische Fazit von Ulrich Beck, verschärfe vorhandene Ungleichheiten von Armen und Reichen. Es sei eine Lebenslüge, dass die Globalisierung alle mit irdischen Reichtümern segnen werde. Umso notwendiger würden zukünftig Regulierungen im Sinne einer "Welt-Innenpolitik". Erst das kosmopolitische Bewusstsein der globalen Bedrohung schaffe transnationale Handlungsmöglichkeiten.


Aus: Kultur

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