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15.08.2017

19:05 bis 19:35

MDR Kultur

Reise zum Mittelpunkt der Erde (2/5)

Lesezeit

Der Snäfields Yokul
Von Jules Verne
Die Entdeckung der uralten Schrift hält Professor Lidenbrock gegenüber Friderickson geheim. Geologische Forschungen, so sagt er, würden ihn zum Vulkan Snäfields führen. Dass sie hier erst beginnen sollen, verrät Lidenbrock nicht. Es steht zu befürchten, jemand vor ihnen könne die Expedition zum Mittelpunkt der Erde wagen. Durch Vermittlung Fridericksons gesellt sich der Eiderentenjäger Hans zu den beiden Hamburgern. Am 16. Juni 1863 brechen sie zu dritt von Reykjavík aus auf und durchqueren das kahle, von Gebirgen durchzogene Land. Einige Tage später erreichen sie den Snäfields. Ein Unwetter überrascht die Gruppe, als sie den Krater erklimmen wollen. Nur die Achtsamkeit ihres Führers Hans verhindert eine Katastrophe. Am nächsten Tag bietet sich den dreien ein herrliches Bild: Gebirgsketten und Gletscher erstrecken sich vor ihnen und bilden ein prächtiges Panorama. Doch den Professor zieht es ins Innere des Vulkans. Am Grund des Kraters findet Lidenbrock an einem Felsblock den in Runenschrift eingeritzten Namen von Arne Saknussemm. Am letzten Tag des Juni verrät der Schatten des Vulkangipfels den Weg ins Erdinnere. Wie der Zeiger einer riesigen Sonnenuhr weist er auf den mittleren Kamin des Kraters. Der Abstieg kann beginnen. Nach sechseinhalb Stunden und zweitausendachthundert Fuß erreichen sie den Boden der senkrechten Schlucht. Hier öffnet sich ihnen eine Lavagalerie. Die mitgeführten Ruhmkorffschen Apparate werden in Gang gesetzt und erhellen die unterirdische steinerne Pracht. Allein der Wasservorrat ist schon jetzt zur Hälfte verzehrt und nirgends findet sich eine Spur unterirdischer Quellen. Dann teilt sich plötzlich der Weg und die Reisenden müssen sich entscheiden ...
Produktion: MDR/RBB 2005
(29 Min.)


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