• 14.01.2012
      15:45 Uhr
      Weltbilder Auslandsmagazin mit Julia-Niharika Sen | EinsPlus
       

      Themen:

      • Griechenland: Flucht in den Tauschhandel
      • Haiti: Zwei Jahre nach dem Beben
      • USA: Flüchtlinge als Wahlkampfthema
      • Schweiz: Ein Stempel als Lizenz zum Sterben
      • Serbien: Schlepperbanden an EU-Grenze

      Der Sender EinsPlus wurde am 30.09.2016 (23.59 Uhr) abgeschaltet.
      Samstag, 14.01.12
      15:45 - 16:15 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Themen:

      • Griechenland: Flucht in den Tauschhandel
      • Haiti: Zwei Jahre nach dem Beben
      • USA: Flüchtlinge als Wahlkampfthema
      • Schweiz: Ein Stempel als Lizenz zum Sterben
      • Serbien: Schlepperbanden an EU-Grenze

      Der Sender EinsPlus wurde am 30.09.2016 (23.59 Uhr) abgeschaltet.
       

      Stab und Besetzung

      Moderation Julia-Niharika Sen
      • Griechenland: Flucht in den Tauschhandel

      Schon wieder geht es für das hoch verschuldete Griechenland um Alles oder Nichts. In Athen wird mit der EU über weitere Reformen und Sparpakete diskutiert, und auch die Verhandlungen über den geplanten und dringend nötigen Schuldenschnitt gehen in die letzte Runde. Ministerpräsident Papademos warnt vor einer "unkontrollierbaren Staatspleite" - die nächsten Wochen werden entscheiden, ob der völlige wirtschaftliche Zusammenbruch vermieden werden und das Land Teil der Euro-Zone bleiben kann. Das Verhalten der Griechen zeigt, wie sehr sie der Politik misstrauen - fluchtartig bringen sie ihre Ersparnisse in Sicherheit, kaum jemand traut noch dem Euro. Viele griechische Familien verarmen rapide - und versuchen, mit einer Art Tauschhandel das wirtschaftliche Leben irgendwie am Laufen zu halten.

      • Haiti: Zwei Jahre nach dem Beben

      Vor zwei Jahren, am 12. Januar 2009, bebte auf Haiti die Erde. 220.000 Menschen starben, heute noch leben viele Haitianer obdachlos in Zeltstädten, inmitten von Trümmern und Hitze sowie tropischen Regenfällen nahezu hilflos ausgeliefert. Nach der Katastrophe flossen Spendengelder, und Hilfsorganisationen mühten sich nicht nur um Soforthilfe, sondern auch um einen Neuanfang für ein Land, das politisch und wirtschaftlich schon vor dem Erdbeben gescheitert war. Gemessen an der Einwohnerzahl, gibt es in Haiti mehr internationale Helfer als irgendwo sonst auf der Welt. Knapp zehn Milliarden Dollar staatlicher Hilfen sowie drei Milliarden Dollar Privatspenden sollten helfen, ein ganz neues Haiti aufzubauen. Wieviel davon angekommen ist und was es gebracht hat, berichtet unser Korrespondent Klaus Weidmann.

      • USA: Flüchtlinge als Wahlkampfthema

      Im amerikanischen Vorwahlkampf überbieten sich die Konkurrenten der republikanischen Partei in Rechts-Außen-Positionen. Die Tea Party-Bewegung und Medien wie Fox News haben die Republikaner nach rechts rutschen lassen. Nur Hardliner, so scheint es, können derzeit die Herzen und Stimmen der konservativen Wähler gewinnen. Entsprechend extrem sind denn auch die politischen Aussagen, mit denen sich Mitt Romney, Rick Santorum, Ron Paul und Newt Gingrich ans Volk wenden. Ein Lieblingsthema, mit dem man in den USA immer aufregen kann, sind die illegalen Immigranten. Wer sich da, wie Newt Gingrich, moderat zeigt und etwa Menschen legalisieren möchte, die seit einem Vierteljahrhundert unbescholten und mit Job und Familie in Amerika leben, der wird von Medien, Wählern und politischen Konkurrenten schnell harsch kritisiert. Anja Bröker über die Realität illegaler Einwanderer im Schmelztiegel New York.

      • Schweiz: Ein Stempel als Lizenz zum Sterben

      Es klingt erst mal unglaublich: Immer mehr Schweizer stempeln sich ihren Wunsch auf die Brust, in einem medizinischen Notfall NICHT reanimiert zu werden. Es ist ein Projekt, das auch in der Schweiz selbst umstritten ist, doch auch viel Zuspruch findet. Denn viele Menschen entscheiden sich bewusst gegen die Möglichkeiten der modernen Hochleistungsmedizin, und legen in einer Patientenverfügung fest, dass eine Wiederbelebung nicht erwünscht ist. Das Problem ist nur, dass dieser Wunsch im hektischen medizinischen Ernstfall für den Ersthelfer nicht erkennbar ist. Daher nun also der Stempel: wer sich die Brust abstempelt, gibt so zu erkennen, dass keine Reanimation stattfinden soll. Doch was sagen Sanitäter und Ärzte zu dieser Initiative? Unser Korrespondent Daniel Hechler hat Helfer, aber auch Betroffene, befragt.

      • Serbien: Schlepperbanden an EU-Grenze

      Die Balkan-Route ist eine der von illegalen Migranten häufig genutzten Routen in den Westen. Sie kommen über die Türkei und Griechenland nach Mazedonien, Bulgarien, Rumänien, dann weiter nach Serbien. Wie durch einen Flaschenhals geht es von hier aus weiter in den Schengen-Raum. Serbien ist der Engpass in der Flüchtlingsroute. Serbien ist weder in der EU noch im Schengen-Raum, hat keine Rückführungsabkommen, hat selber zigtausende Kriegsflüchtlinge, ist überfordert. Die Zeit der Wachtürme mitten in Europa sollte eigentlich vorbei sein. Doch das soziale Gefälle lässt sie wieder auferstehen.

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      15:45 - 16:15 Uhr (30 Min.)
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