• 03.04.2010
      21:55 Uhr
      Das letzte Stück Himmel Fernsehfilm Deutschland 2007 | arte
       

      Zwei Brüder, zwei Welten: Modefotograf und Suizidgefährdeter, Münchener und Wuppertaler, teilen einen Sommer und verlieben sich in dasselbe Mädchen. Laura Melzer ist der Grund, warum die beiden Endzwanziger, die wahre Schönheit des Lebens kennenlernen...

      Samstag, 03.04.10
      21:55 - 23:25 Uhr (90 Min.)
      90 Min.
      Stereo

      Zwei Brüder, zwei Welten: Modefotograf und Suizidgefährdeter, Münchener und Wuppertaler, teilen einen Sommer und verlieben sich in dasselbe Mädchen. Laura Melzer ist der Grund, warum die beiden Endzwanziger, die wahre Schönheit des Lebens kennenlernen...

       

      Da sind zwei Brüder, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Der eine, Anno Wilhelm, liebt das Leben und sucht es auszukosten in jeder Hinsicht; der andere, Julian, möchte nichts lieber als sterben. Er hat bereits mehrere Selbstmordversuche hinter sich, Klinikaufenthalte und Zusammenbrüche. Die Männer, Ende 20, sind beide ohne Mutter aufgewachsen und haben ein schwieriges Verhältnis zu ihrem Vater.
      Während Anno, von Beruf Modefotograf und privat ein leidenschaftlicher Segelflieger, mit einem Fotomodel in seinem Porsche-Cabriolet unterwegs ist, um am Rande der Alpen auf einem Flugplatz Werbefotos zu schießen, macht sich Julian in Wuppertal auf den Weg, um von der höchsten Eisenbahnbrücke Deutschlands in den Tod zu springen. Als Julian zum Telefon greift, um seinen Bruder durch einen Anruf von seinem Vorhaben zu benachrichtigen, ist dieser noch unbeschwert mit der schönen Frau am Flugplatz beschäftigt. Doch während des Telefonates begreift Anno den Ernst der Lage. Er macht sich sofort auf den Weg, um seinen Bruder zu sich nach München zu holen und ihm zu zeigen, wie schön das Leben sein kann, fernab von der steifen Alltäglichkeit ihres Vaters.
      Im Auto Richtung München zeigt Anno Julian das Foto von Laura Melzers Reisepass, den sie einen Tag zuvor nur deshalb in Annos Auto vergessen hatte, weil ihr Wagen streikte. Die schöne, selbstbewusste Laura hatte dem präpotenten Autobahnraser Anno jedoch von Anfang an klargemacht, dass ein Wiedersehen für sie nicht infrage kommt. Doch der verloren gegangene Pass macht ein erneutes Aufeinandertreffen unvermeidbar.
      Anno und Julian sind begeistert von der hübschen Dunkelhaarigen. Da Anno glaubt, dass seinem Bruder keine Klinikaufenthalte, sondern vielmehr der Genuss des Lebens und der Liebe seinem seelischen Zustand helfen können, kommt er auf einen verhängnisvollen Gedanken: Er bittet Laura inständig, Julian zwar nicht Liebe, aber doch so etwas wie starke Sympathie und Wärme entgegenzubringen. Nach vielen gemeinsamen Unternehmungen des Trios entsteht jedoch eine immer verzwicktere Situation zwischen beiden Brüdern, denn Anno scheint nicht der Einzige zu sein, der sich mehr und mehr in Laura verliebt ...

      Jo Baier begann als Regisseur und Autor nach zahlreichen Dokumentarfilmen 1984 seine ersten fiktionalen Arbeiten. Für "Schiefweg" (1986/87) erhielt er schon 1989 den Adolf-Grimme-Preis in Silber, und 1996 wurde sein Film "Der schönste Tag im Leben" (1995) mit dem Bayerischen Fernsehpreis gewürdigt. Für die dreiteilige Strittmacher-Verfilmung "Der Laden" (1996-98) erhielt Jo Baier den Sonderpreis des Bayerischen Fernsehpreises und gemeinsam mit den Darstellern den Grimme-Preis in Gold. 2001 folgte der Film "Verlorenes Land", für den Martina Gedeck als beste Schauspielerin 2003 die Goldene Kamera erhielt. Außerdem gewann Baier 2003 mit "Stauffenberg" den Deutschen Fernsehpreis. Bei seinem Film "Nicht alle waren Mörder" (2006) wirkten zahlreiche Darstelle wie Nadja Uhl, Hannelore Elsner, Richy Müller und Katharina Thalbach mit. Für "Nicht alle waren Mörder" wurde er 2007 mit dem Adolf-Grimme-Preis in der Kategorie Buch und Regie ausgezeichnet. 2010 kommt Jo Baiers Kinofilm "Henri IV.", basierend auf der Romanvorlage von Heinrich Mann über den französischen Herrscher Heinrich IV., in die Kinos.
      Nach ihrem Debütfilm "Wie Feuer und Flamme" (2001) wurde die 1981 in Berlin geborene Nora Tschirner nicht nur dank ihrer MTV-Moderationen, sondern auch durch die Fernsehserie "Sternenfänger" (2002) bekannt. 2003 folgte dann die Verfilmung von Benjamin von Stuckrad-Barres Roman "Soloalbum" (2003), wo sie an der Seite von Matthias Schweighöfer die Katharina spielte. 2005 spielte sie in der interkulturellen Komödie "Kebab Connection", für die Fatih Akin das Drehbuch schrieb. In "FC Venus" (2006) verkörperte Tschirner die Freundin des Helden. 2007 übernahm Nora Tschirner die weibliche Hauptrolle in Til Schweigers erfolgreicher Liebeskomödie "Keinohrhasen". Mit der Fortsetzung des Kassenschlagers "Zweiohrküken" war sie im Dezember 2009 auf den deutschen Kinoleinwänden zu sehen.
      David Rott, Jahrgang 1977, studierte am Max-Reinhardt-Seminar in Wien Schauspiel. Die Fachzeitschrift "Theater heute" nominierte ihn für seine Darstellung in Wedekinds Inszenierung von "Frühlings Erwachen" am Wiener Burgtheater als besten Nachwuchsdarsteller des Jahres 2000/2001. Für seinen ersten Film "Ganz und gar" (2003) von Marco Kreuzpainter erhielt Rott den Max-Ophüls-Preis als bester Nachwuchsschauspieler. An der Seite von Robert Atzorn und Tilo Prückner trat er 2003 im "Tatort - Mietsache" auf. Nach "Männer wie wir" (2004) und die "Rosenzüchterin" (2004) war er des Weiteren neben Henry Hübchen in "Commissario Laurenti - Gib jedem seinen eigenen Tod" (2006) zu sehen. 2006 folgte "Entführ mich, Liebling". Derzeit ist David Rott ausschließlich in Fernsehfilmen zu sehen, unter anderem im "Tatort" (2008/2009), "Polizeiruf 110" (2008) und im dreiteiligen Doku-Drama "Die Wölfe" (2009).

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      21:55 - 23:25 Uhr (90 Min.)
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