• 15.06.2019
      19:15 Uhr
      Sportschau Hakeem Al-Araibi - Gefoltert im Nationaltrikot | Das Erste Mediathek
       

      „Sie haben mir drei Stunden lang hart auf die Beine geschlagen, die Knochen gebrochen, gesagt, mit diesen Beinen wirst Du nie wieder Fußball spielen“, so erzählte es der Fußball-Nationalspieler Hakeem Al-Araibi Anfang 2016 in der WDR-Sendung „Sport inside“ – gemeint waren die Behörden in seiner Heimat Bahrain.
      Al-Araibis „Verbrechen“ war, gegen das repressive Regime demonstriert zu haben.
      Vor kurzem wurde Al-Araibi entlassen und lebt nun wieder in Australien, wo ihn Reporter der "Sportschau" besuchten, um über seinen Kampf, sein Martyrium und die falschen Versprechen von Achtung der Menschenwürde in der FIFA zu reden.

      Samstag, 15.06.19
      19:15 - 19:50 Uhr (35 Min.)
      35 Min.

      „Sie haben mir drei Stunden lang hart auf die Beine geschlagen, die Knochen gebrochen, gesagt, mit diesen Beinen wirst Du nie wieder Fußball spielen“, so erzählte es der Fußball-Nationalspieler Hakeem Al-Araibi Anfang 2016 in der WDR-Sendung „Sport inside“ – gemeint waren die Behörden in seiner Heimat Bahrain.
      Al-Araibis „Verbrechen“ war, gegen das repressive Regime demonstriert zu haben.
      Vor kurzem wurde Al-Araibi entlassen und lebt nun wieder in Australien, wo ihn Reporter der "Sportschau" besuchten, um über seinen Kampf, sein Martyrium und die falschen Versprechen von Achtung der Menschenwürde in der FIFA zu reden.

       

      „Sie haben mir drei Stunden lang hart auf die Beine geschlagen, die Knochen gebrochen, gesagt, mit diesen Beinen wirst Du nie wieder Fußball spielen“, so erzählte es der Fußball-Nationalspieler Hakeem Al-Araibi Anfang 2016 in der WDR-Sendung „Sport inside“ – gemeint waren die Behörden in seiner Heimat Bahrain.

      Al-Araibis „Verbrechen“ war, gegen das repressive Regime demonstriert zu haben. Und auch einen Mitwisser der Folter benannte Al-Araibi: Scheich Salman bin Ibrahim al Khalifa aus der bahrainischen Königsfamilie, zu der Zeit auch Favorit auf den nach dem Rücktritt von Sepp Blatter verwaisten FIFA-Präsidentensessel.

      Doch Al-Araibis Aussagen machten Schlagzeilen, Salman verlor die FIFA-Wahl. Al-Araibi war zu dem Zeitpunkt bereits nach Australien geflüchtet, hatte dort auch fußballerisch wieder eine Heimat gefunden. Ende 2018 aber holten ihn seine Aussagen ein, zu Beginn seiner Flitterwochen wurde er auf Ersuchen Bahrains in Thailand verhaftet.

      Es folgten 76 Tage Todesangst im thailändischen Gefängnis – immer mit der Sorge der Auslieferung nach Bahrain. „Wenn ich nach Bahrain ausgeliefert werde, vergesst mich nicht. Und wenn ihr mich dann Dinge sagen hört, glaubt mir nicht. Ich weiß, was mir passieren wird und ich weiß, dass ich gefoltert werden werde, um Dinge zu gestehen, die ich niemals getan habe. Bitte kämpft weiter dafür, mich zu retten“, schrieb Hakeem Al-Araibi am 9. Dezember 2018 an die "Sportschau"-Redaktion. Mehrere Medien thematisierten sein Schicksal, wie auch Diplomaten und Aktivisten seiner Wahlheimat Australien, nur die FIFA blieb lange merkwürdig stumm. Menschenrechte scheinen verhandelbar, wenn Scheich Salman involviert ist, der heute immer noch FIFA-Vizepräsident ist.

      Vor kurzem wurde Al-Araibi entlassen und lebt nun wieder in Australien, wo ihn Reporter der "Sportschau" besuchten, um über seinen Kampf, sein Martyrium und die falschen Versprechen von Achtung der Menschenwürde in der FIFA zu reden.

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