• 23.03.2010
      00:25 Uhr
      The Burning Kurzfilm Großbritannien 1967 | arte
       

      "The Burning" erzählt die Geschichte von Raymond, einem kleinen weißen Jungen, von den gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Schwarzen und Weißen im Südafrika der Apartheid.

      Nacht von Montag auf Dienstag, 23.03.10
      00:25 - 00:55 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

      "The Burning" erzählt die Geschichte von Raymond, einem kleinen weißen Jungen, von den gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Schwarzen und Weißen im Südafrika der Apartheid.

       

      Eine weiße Südafrikanerin bricht am Vormittag auf, um ihre Schwester auf deren Farm zu besuchen. Ihr Enkel sowie die Köchin und der Chauffeur, die beide schwarz sind, machen sich mit ihr auf den Weg. Die Angestellten wissen, dass Rassenunruhen ausgebrochen sind, doch davon möchte die Hausherrin nichts wissen. Das Haus der Schwester finden sie schließlich verlassen vor. Alles sieht danach aus, als habe die Schwester es überstürzt verlassen.
      Die Hausherrin ist ratlos. Mit ihrer Köchin erinnert sie sich an Spiele, die sie als Kinder gespielt haben. Draußen sieht der Chauffeur eine Gruppe aufgebrachter Schwarzer heranfahren. Er hat Angst, dass sie den kleinen weißen Jungen angreifen werden, und sagt diesem, dass er sich verstecken soll. Am Ende wird er selbst zum Opfer des wütenden Mobs.

      Stephen Frears wird 1941 in Leicester als Sohn eines Arztes und einer Sozialarbeiterin geboren. Seine Heimatstadt bezeichnet er als bedrückend. Er studiert zunächst Jura und wendet sich dann dem Theater und dem Fernsehen zu. "The Burning" ist Frears erstes Werk. In seinem ersten Spielfilm, der 1972 in die Kinos kommt, gibt sich der junge Regisseur weniger sozialkritisch: "Gumshoe" ist eine Parodie des klassischen amerikanischen Film Noir.
      Sein Fernsehwerk ist beeindruckend umfangreich. Auch wenn die Form nicht immer mithält, bleibt der Inhalt stets sozialkritisch. Die Apathie in den Arbeiterstädten, Streiks und Stromausfälle, Arbeitslosigkeit und Drogensucht sind die Themen von "Last Summer" (1977) und "Cold Harbour" (1978). Frears beleuchtet den desolaten Zustand seiner Heimat England, die Gewalt der Gesellschaft und den Einfluss auf den Einzelnen. Diesen Themen bleibt er lange treu, und Spuren davon sind auch noch in "Die Queen" (2006) zu finden.
      Aber Frears hat auch harmlosere Fernsehfilme gedreht. So zum Beispiel die Verfilmung von Jerome K. Jeromes legendärem Männertrip "Drei Mann in einem Boot" (1975, mit dem Monty-Python-Mitglied Michael Palin) und die Jean-Renoir-Hommage "A Day Out" (1972). Das Fernsehen ist auch wichtig für Frears' Durchbruch als Spielfilmregisseur: "Mein wunderbarer Waschsalon" (1985) und "The Snapper - Hilfe, ein Baby!" (1993) sind beides BBC-Produktionen.
      Frears hat Erfolg mit seinen eindeutig britischen Filmen, der Weg nach Hollywood ist geebnet. Obwohl er nicht mit einem Historiker verwechselt werden möchte, dreht er 1997 - kurz nach dem hundertjährigen Jubiläum des Kinos - die Dokumentation "Typically British", eine Art Genealogie des britischen Films. Frears ist es wichtig, auch in Zukunft sowohl fürs Fernsehen als auch fürs Kino zu arbeiten.

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      Nacht von Montag auf Dienstag, 23.03.10
      00:25 - 00:55 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 31.03.2020