• 24.03.2013
      17:00 Uhr
      W wie Wissen Kampf gegen Wilderei | Das Erste
       

      Themen:

      • Vogelmord am Urlaubsort
      • Gift gegen Nashorn-Wilderei
      • Arten-Spürhunde
      • China: Killen für Pulver und Pillen

      Moderation: Dennis Wilms

      Sonntag, 24.03.13
      17:00 - 17:30 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Themen:

      • Vogelmord am Urlaubsort
      • Gift gegen Nashorn-Wilderei
      • Arten-Spürhunde
      • China: Killen für Pulver und Pillen

      Moderation: Dennis Wilms

       

      Wilderei - wer denkt da nicht sofort an die illegale Jagd auf exotische Tiere wie Elefant, Nashorn oder Riesenschildkröte? Doch rücksichtslose Profitgier führt auch bei uns in Europa zum gezielten Wildern und Schmuggeln von geschützten Arten. In einem Schutzgebiet an der bosnisch-kroatischen Küste werden zum Beispiel jährlich Millionen von Zugvögeln gewildert. Mit Schnellboten, automatischen Waffen und Lockvögeln jagen Wilderer auch gefährdete Arten. Ein Geschäft, das sich lohnt.

      Seltene Tierarten und Produkte daraus zählen neben Waffen und Drogen weltweit zu den lukrativsten Schmuggelwaren. Mit fatalen Folgen: Die Wilderei bedroht massiv das Überleben vieler Tierarten. [W] wie Wissen über den harten Kampf gegen die Wilderer und ihre illegalen Geschäfte.

      • Vogelmord am Urlaubsort: Auf dem Weg nach Europa rasten viele Zugvögel am Sitava-See im Grenzgebiet zwischen Bosnien-Herzegowina und Kroatien. Der See liegt zwar in einem Schutzgebiet. Doch das hält die Wilderer nicht davon ab, die erschöpften Vögel zu jagen. Darunter viele vom Aussterben bedrohte Arten. Die Ranger im Naturpark schauen tatenlos zu oder machen sogar mit. Die Auswirkungen bekommt ganz Europa zu spüren: Vögel wie die Feldlerche oder Moorente werden immer seltener.

      • Gift gegen Nashorn-Wilderei: Südafrikas Nationalparks arbeiten fieberhaft an Möglichkeiten, ihre Tierbestände vor Wilderern zu schützen. Die Besitzerin eines privaten Naturreservats geht nun einen radikalen Weg. Sie spritzt Gift und rosa Farbe in die Hörner ihrer Rhinos. Den Tieren schadet das nicht. Doch bei Menschen, die Hornpulver als Heilmittel konsumieren, löst es Übelkeit und Erbrechen aus. Mit Erfolg: Während landesweit die Zahl der gewilderten Nashörner steigt, wurde seit drei Jahren keines mit rosa Horn getötet.

      • Arten-Spürhunde: Im Kampf gegen den Schmuggel von gewilderten Tieren und geschützten Arten werden an deutschen Flughäfen Arten-Spürhunde eingesetzt. Die Hunde sind auf etwa 15 Geruchsbilder trainiert und haben so schon mehrere Kilogramm Elfenbein, Nashorn oder Kaviar erschnüffelt. Am größten deutschen Flughafen in Frankfurt sind die Arten-Spürhunde seit gut drei Jahren sehr erfolgreich im Einsatz. Jetzt soll das Projekt auf weitere EU-Flughäfen ausgeweitet werden.

      • China: Killen für Pulver und Pillen. In der traditionellen Medizin Chinas werden viele Tierpräparate für die Herstellung von Arzneien verwendet. Sehr beliebt: Pillen aus Bärengalle. Sie sollen nach übermäßigem Alkoholkonsum den Kater lindern. Gewonnen wird der Rohstoff Galle in einer schmerzhaften Prozedur für die Bären. Und für Nashornpulver, Tigerknochen und viele andere illegale Zutaten werden schwindelerregende Summen gezahlt. Doch Naturschutzorganisationen und zuweilen sogar die chinesischen Behörden gehen gegen diese schmutzigen Geschäfte vor.

      Dennis Wilms nimmt die Zuschauer wöchentlich mit auf Entdeckungsreise: In die Tiefen der Ozeane, in die geheimnisvolle Welt des Körpers, in die entlegenen Winkel des Weltraums.

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      Sonntag, 24.03.13
      17:00 - 17:30 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

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