• 27.05.2011
      20:15 Uhr
      Stilles Tal Fernsehfilm Deutschland 2011 | arte
       

      Im August 2002 streiten sich Konrad Huberty, der seit langer Zeit im Westen lebt, und der Sachse Thomas Stille erbittert um das Ausflugslokal "Stilles Tal". Das Hochwasser vereint die Kontrahenten jedoch im Überlebenskampf ...

      Freitag, 27.05.11
      20:15 - 21:45 Uhr (90 Min.)
      90 Min.
      Stereo HD-TV

      Im August 2002 streiten sich Konrad Huberty, der seit langer Zeit im Westen lebt, und der Sachse Thomas Stille erbittert um das Ausflugslokal "Stilles Tal". Das Hochwasser vereint die Kontrahenten jedoch im Überlebenskampf ...

       

      Der hessische Hotelier Konrad Huberty kam einst im sächsischen Müglitztal zur Welt und verlies sein Geburtshaus mit den Eltern Richtung Westen. Nun möchte er das Haus nach zwölf Jahren zurückhaben und es seinem Sohn übergeben. Allerdings hat der Sachse Thomas Stille die Ruine des zerfallenen Bauernhofs in mühsamer Arbeit wiederhergerichtet und betreibt seitdem das Ausflugslokal "Stilles Tal" im malerischen Tal des sächsischen Flüsschens Müglitz, das ihm, seiner Frau Barbara und der schwangeren Tochter Dixie einen bescheidenen Wohlstand sichert.

      Der Rückgabeprozess des Lokals ging durch alle Instanzen, die letzte gab Huberty Recht. Stille weigert sich, das Urteil anzunehmen, das ihm sein säumiger Anwalt eingebracht hat. Doch die Gefahr droht von anderer Seite: Seit zwei Tagen regnet es unentwegt, die Flusspegel steigen bedrohlich an, Dämme brechen. Das Flüsschen Müglitz wird zum reißenden Strom, das "Stilles Tal" ist von den Wassermassen eingeschlossen. Zwischen Panik und Chaos werden sich die Familien Huberty und Stille einig, ihr gemeinsames Ziel vereint sie: Sie müssen um ihr Leben kämpfen.

      Marcus O. Rosenmüller erzählt in "Stilles Tal" einen deutsch-deutschen Konflikt, der vor Dramatik und Emotionen, vor Schicksalhaftigkeit und Symbolkraft überfließt wie die Flüsse Elbe, Müglitz und Weißeritz. 2002 fördert die Naturkatastrophe eine große Bewegung an Solidarität unter Deutschen in Ost und West hervor.

      Der Darsteller Wolfgang Stumph, Jahrgang 1946, gelang der große Durchbruch 1991 mit "Go Trabi Go". Den zweiten Erfolg feierte Stumph im Fernsehen in der Rolle des Stankoweit in "Salto Postale ", der ersten Komödie in einem Sitcom-Format, die 1995 mit dem Telestar, dem Deutschen Fernsehpreis sowie 1996 und 1999 mit der Goldenen Henne, dem Publikumspreis von MDR und "Superillu ", ausgezeichnet wurde. Stumph ist seit 15 Jahren als Kommisar Stubbe auf Verbrecherjagd in einer Krimireihe des ZDF zu sehen. Mit einer Doppelrolle im Film "Der Job seines Lebens" gelang ihm 2004 ein weiterer komödiantischer Fernseherfolg für die ARD.

      Die Darstellerin Ulrike Krumbiegel wurde 1961 in Berlin geboren und spielte 1981 in "Komm mit mir nach Chicago" (Regie: Bodo Fürneisen) ihre erste Fernsehrolle. 2003 wurde sie mit dem Deutschen Fernsehpreis als beste Schauspielerin in "Geschlecht weiblich" von Dirk Kummer ausgezeichnet. 2008 erhielt Krumbiegel die Goldene Kamera sie wurde damit für ihre Rolle im "Polizeiruf 110 - Jenseits" geehrt.

      Die Laufbahn des Fernsehregisseurs Marcus O. Rosenmüller deutet durchaus darauf hin, dass ihm intime Formate liegen. Mehrere TV-Krimis wie der dreiteilige "Sperling" (2002) und "Bloch: Silbergraue Augen" (2002) gehen auf sein Regiekonto sowie anspruchsvolle Dramen "Dornröschens leiser Tod" 2004 oder "Kunstfehler" (2007). Auch in "Stilles Tal" ist es nicht sein Ziel, den Film auf eine Ost-West-Geschichte zu reduzieren, sondern zu zeigen, was Heimat für die beiden Kontrahenten in einer Flutkatastrophe wirklich bedeutet.

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      Freitag, 27.05.11
      20:15 - 21:45 Uhr (90 Min.)
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