• 21.04.2019
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      phoenix history Orte deutscher Geschichte: Hamburger Hafen | phoenix
       

      Darin die Dokumentationen: Gigant des Nordens Hamburgs Aufstieg zum Welthafen Film von Christina Trebbi und Stefan Schneider Der Hamburger Hafen hat in seiner Geschichte schon vieles erlebt und überlebt: Epidemien, Brände und Fluten, Kriege und Zerstörung, aber stets auch Aufbau und Fortschritt. Für die einen ist er Arbeitsplatz, für andere ein Ort der Sehnsucht. Manche machte er unermesslich reich, viele andere unendlich arm. Der Film erzählt, wie aus einem kleinen Anleger an der Alster im Laufe von gut acht Jahrhunderten der Welthafen wurde, den man heute kennt. Es is

      Nacht von Samstag auf Sonntag, 21.04.19
      00:00 - 02:15 Uhr (135 Min.)
      135 Min.
      Stereo

      Darin die Dokumentationen: Gigant des Nordens Hamburgs Aufstieg zum Welthafen Film von Christina Trebbi und Stefan Schneider Der Hamburger Hafen hat in seiner Geschichte schon vieles erlebt und überlebt: Epidemien, Brände und Fluten, Kriege und Zerstörung, aber stets auch Aufbau und Fortschritt. Für die einen ist er Arbeitsplatz, für andere ein Ort der Sehnsucht. Manche machte er unermesslich reich, viele andere unendlich arm. Der Film erzählt, wie aus einem kleinen Anleger an der Alster im Laufe von gut acht Jahrhunderten der Welthafen wurde, den man heute kennt. Es is

       

      t die Geschichte von einem der größten Häfen Europas, seiner Menschen und ihrer Ideen, es ist ein Teil deutscher Geschichte und auch ein Stück Weltgeschichte. Mithilfe von bildstarken Inszenierungen, dokumentarischen Sequenzen, Experteninterviews, Archivmaterial und aufwändigen fotorealistischen 3D-Animationen des Hafens in den verschiedenen Jahrhunderten geht die Dokumentation bis in die frühen Anfänge des 12. Jahrhunderts zurück. Der Film erzählt vom Aufstieg und Fall der Hanse, von der Entwicklung Hamburgs zum Welthafen nach der Entdeckung Amerikas und vom rasanten Wandel des Warenumschlags während der industriellen Revolution. Dabei spannt die Dokumentation immer wieder den Bogen in die Gegenwart und zeigt die wiederkehrenden wirtschaftlichen, technischen und sozialen Herausforderungen, denen sich der Hafen seit seinen Anfängen in einem permanenten Strukturwandel stellen musste. Beleuchtet wird ebenfalls die Alltagsgeschichte der „kleinen Leute“ im Hamburger Hafen und ihre oft sehr harten Lebensbedingungen. Spielszenen stellen wichtige Wendepunkte der Hafengeschichte nach: die eigentliche Gründung des Freihafens durch ein angebliches Privileg des Kaisers Barbarossa, die „Franzosenzeit“ während der Kontinentalsperre Anfang des 19. Jahrhunderts und die Entscheidung für den Bau eines offenen Tidehafens. Gezeigt wird weiterhin, wie Albert Ballin den Auswandererverkehr revolutionierte, der junge Arzt Bernhard Nocht die Cholera besiegte und wie der erste Elbtunnel gebaut wurde. Nie realisiert wurden die größenwahnsinnigen Pläne des Architekten Konstanty Gutschow für den Bau einer „Führerstadt“. Auch sie sind Thema des Films.
      Hamburg Hafen der Superlative Film von Martin Niessen Über 20.000 Standardcontainer kann das Containerschiff MOL TRUST laden. Es ist 400 Meter lang, 59 Meter breit und zu hoch, um unter der Köhlbrand-Brücke hindurch zu fahren. Den hochgradig automatisierten Containerterminal in Altenwerder kann das Schiff deswegen nicht anfahren. Aber auch das Anlegemanöver am Burchardkai hat es in sich: Vier Schlepper setzen die Hafenlotsen ein, um den Giganten in der Elbe zu drehen und sicher an die Kaimauer zu bugsieren. 480 Meter Platz haben sie dafür - bei einer Schiffslänge von 400 Metern und weniger als einem Meter Wasser unter dem Kiel, obwohl Schiffe dieser Größe immer auf dem Scheitelpunkt der Flut einlaufen. Die Elbe ist das Nadelöhr für Europas drittgrößten Hafen. Markiert die MOL TRUST das Ende des Machbaren für den Hamburger Hafen? Ein bisschen was ginge da noch, glauben die Lotsen. Viel ist es aber nicht. Rund neun Millionen Container werden pro Jahr in Hamburg umgeschlagen. Der gesamte Seegüterumschlag liegt bei 140 Millionen Tonnen. Damit ist der Hafen der Wirtschaftsmotor der Hansestadt. 155.000 Arbeitsplätze hängen in der Metropolregion am Hafen. Die direkte und indirekte Bruttowertschöpfung in ganz Deutschland beträgt fast 22 Milliarden Euro. Eine große Maschinerie mit vielen kleinen Rädchen. Da ist der Fahrstuhlführer im Al

      ten Elbtunnel, der seit mehr als einhundert Jahren die direkteste Verbindung zwischen der Stadt und ihrem Hafen bildet. Er weist die Fahrzeuge, mit denen die Hafenarbeiter zu ihrem Arbeitsplatz gelangen, in die schmalen Holzaufzüge ein. Für Touristen wird er zum Reiseführer, der von der Geschichte der zwei Röhren unter der Elbe hindurch erzählt. Und da ist der Kioskbetreiber, der nachts um eins mit dem Brötchenschmieren beginnt. Sein Kiosk ist Anlaufstation für die Werftarbeiter von Blohm & Voss und für die Mitarbeiter der umliegenden Containerterminals. Sie holen sich dort ihr Frühstück oder nach der Nachschicht ein Bier. Sie sind Bootsbauer, Schweißer und Lackierer, die in den Docks von Blohm & Voss rostige Rümpfe von Seeschiffen ausbessern oder Kreuzfahrtriesen eine neue Inneneinrichtung verpassen. Die Reportage begleitet auch den Schiffskoch eines Kreuzfahrers, der früh morgens nach der Ankunft am Terminal in Steinwerder zum Hamburger Fischmarkt fährt, um die Vorräte "aufzufrischen".  Wenn der Elbtunnel für die Historie des Hafens steht, repräsentiert der Containerterminal Altenwerder die Moderne: Führerlose Fahrzeuge bringen die Container in ein computergesteuertes Lager, wo die stählernen Boxen nach den Algorithmen einer Logistiksoftware permanent umgestapelt werden. Ist der Tank der AGVs, der Automatic Guided Vehicles, leer, fahren sie selbständig an die Tankstelle, wo ein Roboter die Betankung übernimmt. Ganz ohne Menschen geht es aber auch dort nicht. Eine Art "Last Man Standing" im Ballett der Maschinen ist der Brückenfahrer: Er sitzt in der gläsernen Kanzel eines Krans, die an einem Ausleger über das Schiff fährt, und lädt per Joystick Container auf- und ab. Selbstverständlich hat Deutschlands größter Hafen auch Deutschlands größtes Hauptzollamt - es gilt ja zum Beispiel Containerladungen oder die Passagiere von Kreuzfahrtschiffen zu kontrollieren. Das funktioniert wie am Flughafen: Es gibt einen grünen und einen roten Ausgang. Bei Verdacht wird das Gepäck durchsucht. Für die Kontrolle der Container gibt es eine eigene Röntgenanlage. Durch diese wird der ganze Lkw samt Ladung durchgeschickt und bei Verdacht der entsprechende Container geöffnet. Ganze Ladungen mit Zehntausenden gefälschten Markensportschuhen etwa sind keine Seltenheiten. Da aber nicht nur im großen Stil geschmuggelt wird, werden auch stichprobenartig oder auf Verdacht die Schiffe selbst und die Kabinen der Crews durchsucht - nach Schmuggelzigaretten oder Alkohol. 
      Speicherstadt und Chilehaus in Hamburg Die Hochburg des Freihandels Film von Martin Thoma Seit Juni 2015 trägt die 1888 als größtes Lagerhausensemble der Welt erbaute Speicherstadt mit benachbartem "Chile Haus" das Etikett UNESCO-Weltkulturerbe. Den Freihafenstatus ringt die Hansestadt 1881 Reichskanzler Bismarck ab. In nur sechs Jahren stampfen die Hamburger das größte Lagerhausensemble der Welt aus dem Boden. Dafür muss ein ganzer Stadtteil weichen, knapp 20 000 Menschen werden vertrieben. Im Schutz
      des Kaiserreichs blüht der Handel auf. Die Hansestadt steigt bis zu Beginn des Ersten Weltkrieges nach London, New York und Rotterdam in die Liga der bedeutendsten Häfen der Welt auf.
      In „phoenix history“ erinnern wir an herausragende historische Ereignisse und Entwicklungen, mit deren Vermittlung und Einordnung phoenix einen wichtigen Beitrag zur Meinungsbildung leistet. Von der Antike bis zur aktuellen Zeitgeschichte spannt sich der Erinnerungsbogen. Auf diesen historischen Zeitreisen zeigen wir klassische Dokumentationen, Reportagen im Stil einer historischen Spurensuche bis hin zu großen zeitgeschichtlichen Doku-Dramen. Mit dieser Vielfalt der Formen wollen wir komplexe Themen besser verständlich machen.

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      Nacht von Samstag auf Sonntag, 21.04.19
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