• 11.11.2018
      17:25 Uhr
      Friedenskonzert in Verdun Schwerpunkt: 1918 - Das Ende des Schlachtens | arte Mediathek
       

      Im November 2018 jährt sich das Ende des Ersten Weltkriegs zum 100. Mal. Unter anderem unter der Schirmherrschaft von Emmanuel Macron, Jean-Claude Juncker und Peter Altmaier wird in der Kathedrale von Verdun ein großes Friedenskonzert gegeben, und zwar genau am Tag des Waffenstillstands von Compiègne, dem 11. November. Auf dem Programm stehen das "deutsche" Requiem von Wolfgang Amadeus Mozart und das "französische" Requiem von Camille Saint-Säens.
      Die Gesamtleitung liegt in Händen von Maestro Wladimir Spiwakow und seiner Russischen Nationalphilharmonie. ARTE überträgt das Konzert live.

      Sonntag, 11.11.18
      17:25 - 19:10 Uhr (105 Min.)
      105 Min.
      VPS 17:10
      Stereo

      Im November 2018 jährt sich das Ende des Ersten Weltkriegs zum 100. Mal. Unter anderem unter der Schirmherrschaft von Emmanuel Macron, Jean-Claude Juncker und Peter Altmaier wird in der Kathedrale von Verdun ein großes Friedenskonzert gegeben, und zwar genau am Tag des Waffenstillstands von Compiègne, dem 11. November. Auf dem Programm stehen das "deutsche" Requiem von Wolfgang Amadeus Mozart und das "französische" Requiem von Camille Saint-Säens.
      Die Gesamtleitung liegt in Händen von Maestro Wladimir Spiwakow und seiner Russischen Nationalphilharmonie. ARTE überträgt das Konzert live.

       

      Im November 2018 jährt sich das Ende des Ersten Weltkriegs zum 100. Mal. Unter anderem unter der Schirmherrschaft von Emmanuel Macron, Jean-Claude Juncker und Peter Altmaier wird in der Kathedrale von Verdun ein großes Friedenskonzert gegeben, und zwar genau am Tag des Waffenstillstands von Compiègne, dem 11. November. Auf dem Programm stehen das "deutsche" Requiem von Wolfgang Amadeus Mozart und das "französische" Requiem von Camille Saint-Säens.

      Dargeboten wird dieses Konzert an diesem besonderen symbolischen Ort in Verdun von einem ausgewählten deutsch-französischen Chor. Die Gesamtleitung liegt in Händen von Maestro Wladimir Spiwakow und seiner Russischen Nationalphilharmonie. Internationale Solisten, darunter Sofia Fomina, Anke Vondung, Ian Storey und Wolfgang Schöne versprechen eine herausragende Aufführung. ARTE überträgt das Konzert live.

      Die Schlacht von Verdun war eine der längsten und blutigsten des Ersten Weltkriegs. Sie dauerte zehn Monate und forderte rund 700.000 Menschenleben. Es starben 337.000 deutsche und 362.000 französische Soldaten. Das Schlachtfeld von Verdun wurde zu einem Symbol der deutsch-französischen Versöhnung, als Helmut Kohl und François Mitterrand dort im Jahr 1984 Hand in Hand der deutschen und französischen Gefallenen des Ersten Weltkriegs gedachten. Auch dieses Konzert lädt in Gedenken an die Opfer zu Andacht und Einkehr ein und setzt ein Zeichen für Aussöhnung.

      Requiem von W.A. Mozart und Requiem von Camille Saint-Saëns
      Dirigent: Wladimir Spikawow
      Komposition: Wolfgang Amadeus Mozart, Camille Saint-Säens
      Regie: Sébastien Glas

      Moderation: Emilie Aubry, Andrea Fies

      • Schwerpunkt: 1918 - Das Ende des Schlachtens

      Blätter rascheln unter den Füßen der Männer, die mit eisernen Mienen durch den herbstlichen Wald stapfen. Die Luft ist sehr frisch um 5.00 Uhr morgens am 11. November 1918. Die Männer, Staatssekretär Erzberger sowie ein hoher Beamter des Auswärtigen Amtes und zwei Militärs, werden mit ihren Unterschriften Geschichte schreiben. Das nun fast viereinhalb Jahre dauernde Schlachten soll aufhören. Wenigstens erst einmal für 30 Tage. Die Mitglieder der Waffenstillstandskommissionen steigen in einen Eisenbahnwaggon und unterzeichnen das Abkommen von Compiègne. Die Delegation der Alliierten leitet Marschall Foch. Der Große Krieg ist vorbei. Deutschland hat den Krieg verloren. Für zwei Jahrzehnte herrscht Frieden in Europa.
      Dieser Moment markiert einen Umbruch in der europäischen Ordnung. Die Zerstörung, das Schlachten und Morden, sind vorbei. Vorbei die Zeit, in der sich junge Männer um der Ehre willen in den Tod stürzen. Die Stars der Armeen sind im Ersten Weltkrieg die Flieger-Asse, die nahezu alle viel zu jung sterben. Vorbei die Zeit, in der sich die Matrosen der Kaiserlichen Marine der Willkür der Herrschaft der Eliten fügen. Aus einer Meuterei entwickeln sich die ersten Demokratiebestrebungen Deutschlands.
      Vorbei auch die Zeit der österreichisch-ungarischen Monarchie, deren Erbe Karl I. 1918 ins Exil gehen muss. Der politisch unerfahrene Kaiser hatte auf seine Art versucht, den Krieg zu beenden und war gescheitert. Die Welt liegt in Scherben. Doch was kommt nun?

      Neben Dokumentationen und Spielfilmen gedenkt ARTE am Wochenende des 11. Novembers auch musikalisch des Kriegsendes vor 100 Jahren. Aus der Kathedrale von Verdun kommt live das Friedenskonzert mit den Requiems von Wolfgang Amadeus Mozart und Camille Saint-Saëns. Später am Abend folgt aus Berlin Karl Jenkins "A Mass for Peace" mit 2.000 Sängern. Bereits am 10. November kommt auf Einladung des französischen Präsidenten Emmanuel Macron aus der Pariser Philharmonie "Shell Shock, A Requiem of War" in der Choreographie von Sidi Larbi Cherkaoui. Musik überschreitet Grenzen und eint die Menschen.

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