• 10.11.2018
      22:00 Uhr
      "Verrat!" - Das Ende der Habsburger im Ersten Weltkrieg Dokumentation Österreich 2018 - Schwerpunkt: 1918 - Das Ende des Schlachtens | arte
       

      Auf dem Höhepunkt des Ersten Weltkriegs steht die Welt der Habsburger vor dem Kollaps. Der junge österreichische Kaiser Karl - mitten im Krieg als Nachfolger des greisen Kaisers Franz Joseph I. auf den Thron gekommen - muss sein Reich und seine Dynastie retten, koste es, was es wolle. Er wagt ein Spiel mit hohem Einsatz und nimmt Friedensverhandlungen mit dem Erzfeind Frankreich auf - hinter dem Rücken der deutschen Verbündeten.

      Samstag, 10.11.18
      22:00 - 22:50 Uhr (50 Min.)
      50 Min.

      Auf dem Höhepunkt des Ersten Weltkriegs steht die Welt der Habsburger vor dem Kollaps. Der junge österreichische Kaiser Karl - mitten im Krieg als Nachfolger des greisen Kaisers Franz Joseph I. auf den Thron gekommen - muss sein Reich und seine Dynastie retten, koste es, was es wolle. Er wagt ein Spiel mit hohem Einsatz und nimmt Friedensverhandlungen mit dem Erzfeind Frankreich auf - hinter dem Rücken der deutschen Verbündeten.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Fritz Kalteis

      Drei Jahre nach Beginn des Ersten Weltkriegs steht die Welt der Habsburger vor dem Zusammenbruch - und ein neuer, unerfahrener Herrscher vor der Herausforderung seines Lebens. Österreichs junger Kaiser Karl kommt inmitten des Krieges auf den Thron, als das Habsburger Reich schon vor dem Kollaps steht. Kaiser Karl muss sein Reich und seine Dynastie um jeden Preis retten. Dazu wagt er ein Spiel mit hohem Einsatz und nimmt hinter dem Rücken der deutschen Verbündeten Friedensverhandlungen mit dem Erzfeind Frankreich auf. Doch statt Frieden zu bringen, beschleunigt die Friedensinitiative des österreichischen Kaisers nur den Untergang der jahrhundertealten, stolzen Donaumonarchie.
      Im April 1918 fliegen die geheimen Verhandlungen auf. "Für die Deutschen war das blanker Verrat", so der Potsdamer Historiker Michael Epkenhans, "und dafür rächen sie sich". Österreich muss sich vollends dem deutschen Diktat unterwerfen und den Krieg bis zum bitteren Ende ausfechten. Er endet im November 1918 mit Millionen Toten, der Zerschlagung der Donaumonarchie und dem Ende der Habsburger als Herrscherdynastie nach fast 650 Jahren.

      Anhand neu entdeckter Dokumente zeigt die Dokumentation den genauen Ablauf dieses Geschichtskrimis auf. Erst im Februar 2017 waren in einem Nachlass in Wien die Tagebücher eines der engsten Vertrauten von Kaiser Karl aufgetaucht, des Grafen Tamas Erdödy, der in Kaiser Karls Geheimdiplomatie eine zentrale Rolle spielte und in seinen Tagebüchern die Chronologie der Geschehnisse aus nächster Nähe aufgezeichnet hat.

      • Schwerpunkt: 1918 - Das Ende des Schlachtens

      Blätter rascheln unter den Füßen der Männer, die mit eisernen Mienen durch den herbstlichen Wald stapfen. Die Luft ist sehr frisch um 5.00 Uhr morgens am 11. November 1918. Die Männer, Staatssekretär Erzberger sowie ein hoher Beamter des Auswärtigen Amtes und zwei Militärs, werden mit ihren Unterschriften Geschichte schreiben. Das nun fast viereinhalb Jahre dauernde Schlachten soll aufhören. Wenigstens erst einmal für 30 Tage. Die Mitglieder der Waffenstillstandskommissionen steigen in einen Eisenbahnwaggon und unterzeichnen das Abkommen von Compiègne. Die Delegation der Alliierten leitet Marschall Foch. Der Große Krieg ist vorbei. Deutschland hat den Krieg verloren. Für zwei Jahrzehnte herrscht Frieden in Europa.
      Dieser Moment markiert einen Umbruch in der europäischen Ordnung. Die Zerstörung, das Schlachten und Morden, sind vorbei. Vorbei die Zeit, in der sich junge Männer um der Ehre willen in den Tod stürzen. Die Stars der Armeen sind im Ersten Weltkrieg die Flieger-Asse, die nahezu alle viel zu jung sterben. Vorbei die Zeit, in der sich die Matrosen der Kaiserlichen Marine der Willkür der Herrschaft der Eliten fügen. Aus einer Meuterei entwickeln sich die ersten Demokratiebestrebungen Deutschlands.
      Vorbei auch die Zeit der österreichisch-ungarischen Monarchie, deren Erbe Karl I. 1918 ins Exil gehen muss. Der politisch unerfahrene Kaiser hatte auf seine Art versucht, den Krieg zu beenden und war gescheitert. Die Welt liegt in Scherben. Doch was kommt nun?

      Neben Dokumentationen und Spielfilmen gedenkt ARTE am Wochenende des 11. Novembers auch musikalisch des Kriegsendes vor 100 Jahren. Aus der Kathedrale von Verdun kommt live das Friedenskonzert mit den Requiems von Wolfgang Amadeus Mozart und Camille Saint-Saëns. Später am Abend folgt aus Berlin Karl Jenkins „A Mass for Peace“ mit 2.000 Sängern. Bereits am 10. November kommt auf Einladung des französischen Präsidenten Emmanuel Macron aus der Pariser Philharmonie „Shell Shock, A Requiem of War“ in der Choreographie von Sidi Larbi Cherkaoui. Musik überschreitet Grenzen und eint die Menschen.

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