• 10.11.2018
      21:05 Uhr
      Soldaten der Lüfte (2/2) 1917 - 1918 | Schwerpunkt: 1918 - Das Ende des Schlachtens | arte Mediathek
       

      Das Jahr 1917 markiert einen Wendepunkt in der Geschichte der Luftfahrtindustrie. Es wurden neue Flugzeuge entwickelt: die Bomber. Sie können mit ihrer 500 Kilogramm schweren Bombenlast mehrere Hundert Kilometer weit fliegen. Die deutsche Luftwaffe ändert die Taktik und setzt nunmehr auf Staffeln statt auf Alleinflüge. Vorbei die Zeit der kaltblütigen Duelle, die den französischen Jagdflieger Georges Guynemer berühmt gemacht hatten - in großen Luftschlachten treffen nun bisweilen Hunderte Flugzeuge aufeinander.

      Samstag, 10.11.18
      21:05 - 22:00 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      Stereo HD-TV

      Das Jahr 1917 markiert einen Wendepunkt in der Geschichte der Luftfahrtindustrie. Es wurden neue Flugzeuge entwickelt: die Bomber. Sie können mit ihrer 500 Kilogramm schweren Bombenlast mehrere Hundert Kilometer weit fliegen. Die deutsche Luftwaffe ändert die Taktik und setzt nunmehr auf Staffeln statt auf Alleinflüge. Vorbei die Zeit der kaltblütigen Duelle, die den französischen Jagdflieger Georges Guynemer berühmt gemacht hatten - in großen Luftschlachten treffen nun bisweilen Hunderte Flugzeuge aufeinander.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Fabrice Hourlier

      Das Jahr 1917 markiert einen Wendepunkt in der Geschichte der Luftfahrtindustrie. Es wurden neue Flugzeuge entwickelt: die Bomber. Sie können mit ihrer 500 Kilogramm schweren Bombenlast mehrere Hundert Kilometer weit fliegen. Die deutsche Luftwaffe ändert die Taktik und setzt nunmehr auf Staffeln statt auf Alleinflüge. Vorbei die Zeit der kaltblütigen Duelle, die den französischen Jagdflieger Georges Guynemer berühmt gemacht hatten - in großen Luftschlachten treffen nun bisweilen Hunderte Flugzeuge aufeinander.

      Ernst Udet erwirbt die Gunst des „Roten Barons“ und einen Platz in Richthofens berühmter Staffel „Fliegender Zirkus“. Trotz ihres jugendlichen Alters gelten der 24-jährige Richthofen und der 23-jährige Guynemer bereits als Veteranen. Ihnen ist es zu verdanken, dass sich Öffentlichkeit und Presse für jeden Flieger begeistern, der sich einen Namen zu machen beginnt „Wir waren wie Popstars“, erinnert sich Alfred Heurteaux, ein Fliegerass mit 21 Abschüssen. Doch diese Vergötterung hat auch ihre Kehrseite: Die Soldaten in den Schützengräben haben den Ruhm der Piloten allmählich satt. Sie fühlen sich in diesem endlosen, blutigen Krieg im Stich gelassen.

      Am 11. September 1917 kehrt Georges Guynemer von einem Alleinflug nicht mehr zurück. Seine Leiche wird nie gefunden. Am 21. April 1918 ereilt Manfred von Richthofen das gleiche Schicksal wie Georges Guynemer. Die Rachlust an Guynemers Tod regt René Fonck zu neuen Rekorden an; er reiht Sieg an Sieg und wird seinerseits als Fliegerass gefeiert. Im Mai 1918 zerstört er über der Somme drei feindliche Maschinen und tötet ihre Piloten - in weniger als 45 Sekunden. Im Laufe des Jahres wird die deutsche Offensive erheblich geschwächt; alliierte Bodentruppen und Fliegerhelden sind in einer neuen Siegesdynamik vereint.

      Über zehntausend Piloten haben in den Luftschlachten des Ersten Weltkriegs insgesamt ihr Leben gelassen. Richthofen und Guynemer trugen als Pioniere einer neuen Waffengattung wesentlich zur Entwicklung der militärischen Luftfahrt und der Geschichte der Fliegerei bei. Der erste Luftkrieg in der Geschichte hat Menschen und Maschinen an ihre Grenzen getrieben - und läutete eine neue Ära in der Luftfahrtindustrie ein.

      Zu Beginn des 20. Jahrhunderts liegt die Zukunft der Fliegerei in den Händen einiger waghalsiger Draufgänger und Visionäre. „Soldaten der Lüfte“ porträtiert fünf junge Piloten, die für die deutsche, französische und britische Luftwaffe in den Ersten Weltkrieg zogen: der „Rote Baron“ Manfred von Richthofen, Ernst Udet, Georges Guynemer, René Fonck und Edward Mannock. Die persönlichen Erlebnisse der Männer, die als Helden in die Geschichte eingehen, verbinden sich mit einem wichtigen Kapitel der Luftfahrtgeschichte. Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914 geht die Zeit der zivilen Helden abrupt zu Ende. Der Krieg wird die Flugzeugindustrie revolutionieren: Neue Flugzeugprototypen machen nun Kampfeinsätze in der Luft möglich.

      • Schwerpunkt: 1918 - Das Ende des Schlachtens

      Blätter rascheln unter den Füßen der Männer, die mit eisernen Mienen durch den herbstlichen Wald stapfen. Die Luft ist sehr frisch um 5.00 Uhr morgens am 11. November 1918. Die Männer, Staatssekretär Erzberger sowie ein hoher Beamter des Auswärtigen Amtes und zwei Militärs, werden mit ihren Unterschriften Geschichte schreiben. Das nun fast viereinhalb Jahre dauernde Schlachten soll aufhören. Wenigstens erst einmal für 30 Tage. Die Mitglieder der Waffenstillstandskommissionen steigen in einen Eisenbahnwaggon und unterzeichnen das Abkommen von Compiègne. Die Delegation der Alliierten leitet Marschall Foch. Der Große Krieg ist vorbei. Deutschland hat den Krieg verloren. Für zwei Jahrzehnte herrscht Frieden in Europa.
      Dieser Moment markiert einen Umbruch in der europäischen Ordnung. Die Zerstörung, das Schlachten und Morden, sind vorbei. Vorbei die Zeit, in der sich junge Männer um der Ehre willen in den Tod stürzen. Die Stars der Armeen sind im Ersten Weltkrieg die Flieger-Asse, die nahezu alle viel zu jung sterben. Vorbei die Zeit, in der sich die Matrosen der Kaiserlichen Marine der Willkür der Herrschaft der Eliten fügen. Aus einer Meuterei entwickeln sich die ersten Demokratiebestrebungen Deutschlands.
      Vorbei auch die Zeit der österreichisch-ungarischen Monarchie, deren Erbe Karl I. 1918 ins Exil gehen muss. Der politisch unerfahrene Kaiser hatte auf seine Art versucht, den Krieg zu beenden und war gescheitert. Die Welt liegt in Scherben. Doch was kommt nun?

      Neben Dokumentationen und Spielfilmen gedenkt ARTE am Wochenende des 11. Novembers auch musikalisch des Kriegsendes vor 100 Jahren. Aus der Kathedrale von Verdun kommt live das Friedenskonzert mit den Requiems von Wolfgang Amadeus Mozart und Camille Saint-Saëns. Später am Abend folgt aus Berlin Karl Jenkins „A Mass for Peace“ mit 2.000 Sängern. Bereits am 10. November kommt auf Einladung des französischen Präsidenten Emmanuel Macron aus der Pariser Philharmonie „Shell Shock, A Requiem of War“ in der Choreographie von Sidi Larbi Cherkaoui. Musik überschreitet Grenzen und eint die Menschen.

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