• 10.11.2018
      20:15 Uhr
      Soldaten der Lüfte (1/2) 1914 - 1916 | Schwerpunkt: 1918 - Das Ende des Schlachtens | arte
       

      Winter 1914: Der Erste Weltkrieg hat gerade erst begonnen, doch die Bodentruppen der Alliierten verzetteln sich bereits in den Schützengräben. In Frankreich erklärt Marschall Joffre: „Die Luftwaffe dient nicht mehr nur der Aufklärung. Ihre Aufgabe wird nun sein, die feindliche Luftwaffe zu zerstören.“ Fortan wurde der Krieg nicht nur am Boden geführt, sondern auch in der Luft.
      „Soldaten der Lüfte“ porträtiert fünf junge Piloten, die für die deutsche, französische und britische Luftwaffe in den Ersten Weltkrieg zogen: der „Rote Baron“ Manfred von Richthofen, Ernst Udet, Georges Guynemer, René Fonck und Edward Mannock.

      Samstag, 10.11.18
      20:15 - 21:05 Uhr (50 Min.)
      50 Min.
      Stereo HD-TV

      Winter 1914: Der Erste Weltkrieg hat gerade erst begonnen, doch die Bodentruppen der Alliierten verzetteln sich bereits in den Schützengräben. In Frankreich erklärt Marschall Joffre: „Die Luftwaffe dient nicht mehr nur der Aufklärung. Ihre Aufgabe wird nun sein, die feindliche Luftwaffe zu zerstören.“ Fortan wurde der Krieg nicht nur am Boden geführt, sondern auch in der Luft.
      „Soldaten der Lüfte“ porträtiert fünf junge Piloten, die für die deutsche, französische und britische Luftwaffe in den Ersten Weltkrieg zogen: der „Rote Baron“ Manfred von Richthofen, Ernst Udet, Georges Guynemer, René Fonck und Edward Mannock.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Fabrice Hourlier

      Winter 1914: Der Erste Weltkrieg hat gerade erst begonnen, doch die Bodentruppen der Alliierten verzetteln sich bereits in den Schützengräben. In Frankreich erklärt Marschall Joffre: „Die Luftwaffe dient nicht mehr nur der Aufklärung. Ihre Aufgabe wird nun sein, die feindliche Luftwaffe zu zerstören.“ Fortan wurde der Krieg nicht nur am Boden geführt, sondern auch in der Luft. Junge Piloten und Flugschüler wurden rekrutiert, um das Vaterland zu verteidigen.
      Der Deutsche Manfred von Richthofen und der Franzose Georges Guynemer gelten als schmächtig, Edward Mannock aus Großbritannien ist auf einem Auge blind und schummelt bei den Sehtests, der Deutsche Ernst Udet ist so ängstlich und ungeschickt, dass er regelmäßig Bruchlandungen hinlegt. Nur René Fonck aus Frankreich scheint zum Helden geboren.

      1916 kommt es mit der verheerenden Schlacht bei Verdun zu einer Wende im Kriegsverlauf. Gleichzeitig beginnt ein neues Kapitel in der Geschichte der Militärluftfahrt: Der Himmel wird zur wichtigsten Kampfzone, die Flugzeugindustrie tritt in eine neue Ära ein und neue Prototypen werden getestet.
      Die Jagdflieger Guynemer und von Richthofen zerstören eine feindliche Maschine nach der anderen. René Fonck hingegen verfehlt immer wieder den Gegner. In der Tragödie der Gefechte, die innerhalb von zwei Jahren bereits fast eine Million Todesopfer gefordert haben, sind die Piloten gefeierte Helden. Ihre Siege werden erfasst und in Form von Abschusszahlen veröffentlicht. Denn Helden braucht das Volk fast so sehr wie Brot.
      Guynemer, der anfangs als unerfahrener Grünschnabel galt, ist nun aufgrund seiner Luftsiege ein „Fliegerass“ und gewinnt fortan nicht nur die Gunst hochrangiger Militärs, sondern auch die unzähliger Frauen; von Richthofen wird zum Liebling der Kaiserin und als „Roter Baron“ zum gefürchteten Alptraum seiner Gegner.

      Zu Beginn des 20. Jahrhunderts liegt die Zukunft der Fliegerei in den Händen einiger waghalsiger Draufgänger und Visionäre. „Soldaten der Lüfte“ porträtiert fünf junge Piloten, die für die deutsche, französische und britische Luftwaffe in den Ersten Weltkrieg zogen: der „Rote Baron“ Manfred von Richthofen, Ernst Udet, Georges Guynemer, René Fonck und Edward Mannock. Die persönlichen Erlebnisse der Männer, die als Helden in die Geschichte eingehen, verbinden sich mit einem wichtigen Kapitel der Luftfahrtgeschichte. Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914 geht die Zeit der zivilen Helden abrupt zu Ende. Der Krieg wird die Flugzeugindustrie revolutionieren: Neue Flugzeugprototypen machen nun Kampfeinsätze in der Luft möglich.
      Die zweiteilige Dokumentation schildert die ungewöhnlichen Schicksale der mutigen Piloten mittels Spielszenen und anhand historischer Filmaufnahmen. Nachgestellte Kampfszenen in der Luft und historische Aufnahmen vermitteln dem Zuschauer einen unmittelbaren Eindruck von dem Grauen von Verdun sowie der Schlachten an der Marne und an der Somme.

      • Schwerpunkt: 1918 - Das Ende des Schlachtens

      Blätter rascheln unter den Füßen der Männer, die mit eisernen Mienen durch den herbstlichen Wald stapfen. Die Luft ist sehr frisch um 5.00 Uhr morgens am 11. November 1918. Die Männer, Staatssekretär Erzberger sowie ein hoher Beamter des Auswärtigen Amtes und zwei Militärs, werden mit ihren Unterschriften Geschichte schreiben. Das nun fast viereinhalb Jahre dauernde Schlachten soll aufhören. Wenigstens erst einmal für 30 Tage. Die Mitglieder der Waffenstillstandskommissionen steigen in einen Eisenbahnwaggon und unterzeichnen das Abkommen von Compiègne. Die Delegation der Alliierten leitet Marschall Foch. Der Große Krieg ist vorbei. Deutschland hat den Krieg verloren. Für zwei Jahrzehnte herrscht Frieden in Europa.
      Dieser Moment markiert einen Umbruch in der europäischen Ordnung. Die Zerstörung, das Schlachten und Morden, sind vorbei. Vorbei die Zeit, in der sich junge Männer um der Ehre willen in den Tod stürzen. Die Stars der Armeen sind im Ersten Weltkrieg die Flieger-Asse, die nahezu alle viel zu jung sterben. Vorbei die Zeit, in der sich die Matrosen der Kaiserlichen Marine der Willkür der Herrschaft der Eliten fügen. Aus einer Meuterei entwickeln sich die ersten Demokratiebestrebungen Deutschlands.
      Vorbei auch die Zeit der österreichisch-ungarischen Monarchie, deren Erbe Karl I. 1918 ins Exil gehen muss. Der politisch unerfahrene Kaiser hatte auf seine Art versucht, den Krieg zu beenden und war gescheitert. Die Welt liegt in Scherben. Doch was kommt nun?

      Neben Dokumentationen und Spielfilmen gedenkt ARTE am Wochenende des 11. Novembers auch musikalisch des Kriegsendes vor 100 Jahren. Aus der Kathedrale von Verdun kommt live das Friedenskonzert mit den Requiems von Wolfgang Amadeus Mozart und Camille Saint-Saëns. Später am Abend folgt aus Berlin Karl Jenkins „A Mass for Peace“ mit 2.000 Sängern. Bereits am 10. November kommt auf Einladung des französischen Präsidenten Emmanuel Macron aus der Pariser Philharmonie „Shell Shock, A Requiem of War“ in der Choreographie von Sidi Larbi Cherkaoui. Musik überschreitet Grenzen und eint die Menschen.

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