• 26.02.2013
      20:15 Uhr
      Yakuza Gangster und Wohltäter | arte
       

      Thema: Yakuza, die japanische Mafia

      • Die Yakuza sehen sich heute als Nachfahren der in Japan verehrten Samurai. Und sie sind die neuen ehrenvollen Samurai, die schon seit Jahrhunderten die wertlosen und gescheiterten Existenzen der japanischen Gesellschaft bei sich aufnehmen. Aber das hat natürlich seinen Preis. Wer nicht die straffen Regeln der Yakuza befolgt, wird bestraft oder eliminiert. Dennoch werden sie von vielen Japanern immer noch als Wohltäter betrachtet und verehrt.

      Dienstag, 26.02.13
      20:15 - 21:45 Uhr (90 Min.)
      90 Min.
      Stereo HD-TV

      Thema: Yakuza, die japanische Mafia

      • Die Yakuza sehen sich heute als Nachfahren der in Japan verehrten Samurai. Und sie sind die neuen ehrenvollen Samurai, die schon seit Jahrhunderten die wertlosen und gescheiterten Existenzen der japanischen Gesellschaft bei sich aufnehmen. Aber das hat natürlich seinen Preis. Wer nicht die straffen Regeln der Yakuza befolgt, wird bestraft oder eliminiert. Dennoch werden sie von vielen Japanern immer noch als Wohltäter betrachtet und verehrt.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Alexander Detig

      Die Wertlosigkeit der kriminellen Männer drückt sich schon durch ihren Namen aus: Der Begriff Ya-Ku-Za steht für die Zahlen 8, 9 und 3 - eine Zahlenkombination, die in einem bekannten japanischen Kartenspiel als völlig wertlos gilt.
      Dennoch gelten die etwa 80.000 Mitglieder der Yakuza als die stärkste und brutalste Organisation weltweit. Ihr Geschäftsmodell: Drogenhandel, Glücksspiel und Prostitution. Im Rotlichtmilieu in Tokio oder Osaka wird das große Geld verdient. In den Seitenstraßen bieten Strichjungen, die wie Mangafiguren aussehen, ihre Dienste an, und jede Hure sieht aus wie ein unschuldiges Schulmädchen. Das Treiben überwachen Männer in schwarzen Anzügen, die dafür sorgen, dass jeder Wunsch des Kunden erfüllt wird. Und wenn das Geschäft mal nicht so reibungslos läuft, schrecken die Yakuza auch nicht vor Schutzgelderpressung oder Mord zurück.

      Sich im Dunstkreis eines mächtigen Yakuza-Bosses zu bewegen, gibt auch den einfachen Geschäftsleuten ein sicheres Gefühl. Um solch ein mächtiger Boss zu werden, durfte auch Takahiko Inoue vor keiner Gewalt zurückschrecken. Auch er musste eine alte Yakuza-Tradition einlösen: das Abhacken einer Fingerspitze. Schon seit Jahrhunderten existiert dieses martialische Ritual. Takahiko Inoue gehört zur Führungsriege der drittgrößten Yakuza-Vereinigung der Inagawa-kai in Japan. Seit über 60 Jahren beherrschen ihre 16.000 Mitglieder große Teile der japanischen Unterwelt, eine Welt voller Gegensätze, Gefahren und Widersprüche.

      Es gibt Bestrebungen in der japanischen Gesellschaft, die Macht und die Herrschaft der Yakuza zu begrenzen. Aber die Gesetze drängen die Yakuza zunehmend an den Rand der Gesellschaft in eine Schattenwelt. So werden sie für den Staat unkontrollierbar. Kriminologen halten dieses Vorgehen des Staates für falsch. Sie befürchten, die kriminellen Organisationen könnten Japans Gesellschaft mit einem neuen Maß an brutaler Gewalt überschwemmen.

      Der investigative Dokumentarfilm "Die letzten Yakuza - Gangster und Wohltäter" folgt den Spuren der mächtigsten Yakuza-Bosse in Japan. Er gewährt ungewöhnliche Einblicke in eine für uns fremde Welt. Noch sind die Yakuza in Japan eine "ehrbare Gesellschaft", die offen und ohne Rücksicht auf ihr Ansehen in der Öffentlichkeit agiert. Wie lange noch?

      • Thema: Yakuza, die japanische Mafia

      Mehr als 80.000 Mitglieder machen die Yakuza zur mächtigsten kriminellen Organisation der Welt. 22 Clans teilen die gesamte Unterwelt Japans unter sich auf. Manche von ihnen bekriegen sich gegenseitig. Andere bilden Koalitionen. Und dabei geht es immer um Vorherrschaft, Macht, Respekt und natürlich um Geld - viel Geld.

      Der Themenabend "Die letzten Yakuza" gewährt ungewöhnlich offene Einblicke in diese unbekannte Schattenwelt. Er zeigt die brutalen Geschäftsmethoden der Yakuza. Unverhüllt, und wie es die japanische Tradition gebietet, erzählen die Yakuza-Bosse voller Stolz von ihrem Alltag, von ihrem Leben, von ihrer Zukunft. Sie enthüllen ihre Körper und präsentieren die kunstvollen Ganzkörper-Tattoos, ein Zeichen, dass der Träger der Tattoos Mitglied der ehrenwerten Gesellschaft der Yakuza ist. Ihre Tätowierungen schweißen diese Männer zu einer Einheit zusammen.

      Wird geladen...
      Dienstag, 26.02.13
      20:15 - 21:45 Uhr (90 Min.)
      90 Min.
      Stereo HD-TV

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 20.02.2019