• 26.09.2018
      19:40 Uhr
      Re: Rebell im Priestergewand Pater Ángel und seine offene Kirche | arte
       

      Die katholische Kirche ist in Spanien auf dem Rückzug. Zwar sind die meisten Spanier offiziell noch Katholiken, doch immer mehr bezeichnen sich mittlerweile als konfessionslos. Viele Gläubige haben sich entfremdet, empfinden die katholische Lehre als nicht mehr zeitgemäß. Ein Pater in Madrid will das ändern. Sein Ziel: eine Kirche, die sich wieder auf die Menschen zubewegt.

      Mittwoch, 26.09.18
      19:40 - 20:15 Uhr (35 Min.)
      35 Min.

      Die katholische Kirche ist in Spanien auf dem Rückzug. Zwar sind die meisten Spanier offiziell noch Katholiken, doch immer mehr bezeichnen sich mittlerweile als konfessionslos. Viele Gläubige haben sich entfremdet, empfinden die katholische Lehre als nicht mehr zeitgemäß. Ein Pater in Madrid will das ändern. Sein Ziel: eine Kirche, die sich wieder auf die Menschen zubewegt.

       

      Mitten in Madrid leitet Padre Ángel García Rodríguez eine der außergewöhnlichsten Kirchengemeinden Spaniens: San Antón. 24 Stunden am Tag ist das Gotteshaus geöffnet, weiche Sessel ersetzen harte Kirchenbänke. Obdachlose nutzen sie gern, um sich auf ihnen auszuruhen oder zu schlafen. Freies WLAN, Frühstück und Mittagessen für Hilfsbedürftige, Public Viewing im Kirchenschiff, wenn die spanische Nationalmannschaft spielt: Padre Angel macht San Antón zu einem Ort der Gemeinschaft für alle. Der 81-Jährige will eine Kirche, die wieder näher an die Lebenswelt der Menschen rückt. Dabei rüttelt er an den Grundfesten der katholischen Morallehre, auch was Homosexualität angeht.

      San Antón liegt mitten in Chueca, dem Homosexuellen-Viertel von Madrid. Oft bitten gleichgeschlechtliche Paare García um seinen Segen. Padre Ángel erfüllt ihnen den Wunsch, auch wenn er damit gegen die kirchliche Lehre verstößt. Neben der Arbeit als Priester hat García die NGO „Botschafter des Friedens“ ins Leben gerufen, die sich um sozial benachteiligte Menschen kümmert. Doch die NGO ist umstritten. Kritiker werfen García vor, mit seinen sozialen Projekten den spanischen Staat aus seiner Pflicht zu nehmen und gewinnorientiert zu arbeiten. „Re:“ besucht den streitbaren Pater und seine Gemeinde in Madrid.

      Mitten in Madrid leitet Padre Ángel García Rodríguez eine der außergewöhnlichsten Kirchengemeinden Spaniens: San Antón. 24 Stunden am Tag ist das Gotteshaus geöffnet, weiche Sessel ersetzen harte Kirchenbänke. Obdachlose nutzen sie gern, um sich auf ihnen auszuruhen oder zu schlafen. Freies WLAN, Frühstück und Mittagessen für Hilfsbedürftige, Public Viewing im Kirchenschiff, wenn die spanische Nationalmannschaft spielt: Padre Angel macht San Antón zu einem Ort der Gemeinschaft für alle. Der 81-Jährige will eine Kirche, die wieder näher an die Lebenswelt der Menschen rückt. Dabei rüttelt er an den Grundfesten der katholischen Morallehre, auch was Homosexualität angeht.

      San Antón liegt mitten in Chueca, dem Homosexuellen-Viertel von Madrid. Oft bitten gleichgeschlechtliche Paare García um seinen Segen. Padre Ángel erfüllt ihnen den Wunsch, auch wenn er damit gegen die kirchliche Lehre verstößt. Neben der Arbeit als Priester hat García die NGO „Botschafter des Friedens“ ins Leben gerufen, die sich um sozial benachteiligte Menschen kümmert. Doch die NGO ist umstritten. Kritiker werfen García vor, mit seinen sozialen Projekten den spanischen Staat aus seiner Pflicht zu nehmen und gewinnorientiert zu arbeiten. „Re:“ besucht den streitbaren Pater und seine Gemeinde in Madrid.

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      Mittwoch, 26.09.18
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