• 17.09.2018
      03:55 Uhr
      Khomeinis geheime Fatwa Das Iran-Tribunal | arte
       

      „Khomeinis geheime Fatwa - Das Iran-Tribunal“ begleitet das Iran-Tribunal, ein dreitägiges internationales Volkstribunal, das im Oktober 2012 im Friedenspalast in Den Haag stattfand und die Massenhinrichtungen von politischen Gefangenen im Iran in den 80er Jahren untersuchte. Zeugen sind die Familien der Opfer und ehemalige politische Gefangene, die den Massenmord überlebten. Sie machen nun erstmals Aussagen über Verbrechen, die über 25 Jahre lang von dem Regime selbst geheim gehalten wurden.

      Nacht von Sonntag auf Montag, 17.09.18
      03:55 - 04:53 Uhr (58 Min.)
      58 Min.
      Stereo HD-TV

      „Khomeinis geheime Fatwa - Das Iran-Tribunal“ begleitet das Iran-Tribunal, ein dreitägiges internationales Volkstribunal, das im Oktober 2012 im Friedenspalast in Den Haag stattfand und die Massenhinrichtungen von politischen Gefangenen im Iran in den 80er Jahren untersuchte. Zeugen sind die Familien der Opfer und ehemalige politische Gefangene, die den Massenmord überlebten. Sie machen nun erstmals Aussagen über Verbrechen, die über 25 Jahre lang von dem Regime selbst geheim gehalten wurden.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Nima Sarvestani
      Nima Sarvestani

      Iraj Mesdaghi studierte in Kalifornien, als der Schah von Persien 1979 gestürzt wurde. Wie viele andere kehrte er in sein Heimatland Iran zurück in der Hoffnung auf Freiheit und Demokratie. Aber es kam anders. Ajatollah Khomeini nutzte die Gunst der Stunde, die sogenannte Islamische Revolution auszurufen. Für politische Gegner und Kritiker wie Mesdaghi beginnt eine harte Zeit. Repressionen, Verhaftungen, physische und psychische Folter im Namen Gottes stehen an der Tagesordnung.

      1988 erlässt Khomeini eine geheime Fatwa, in deren Folge mehrere Tausende iranische Bürger ohne Urteil hingerichtet wurden. Es gibt bis heute keine offiziellen Untersuchungen zu den Verbrechen. Viele Funktionäre von damals sind weiterhin im Amt und genießen Immunität.

      Mesdaghi selbst verbrachte zehn Jahre in Gefängnissen, lief durch den Todeskorridor und überlebte wie durch ein Wunder. Seit seiner Freilassung lebt er in Schweden und widmet sich der Aufdeckung und Bekanntmachung der Verbrechen im Iran, um im Namen der vielen Opfer die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Zusammen mit dem ebenfalls in Schweden lebenden iranischen Filmemacher Nima Sarvestani ist er Mitorganisator des Iran-Tribunals, eines dreitägigen internationalen Volkstribunals, das im Oktober 2012 in Den Haag stattfand und die Massenhinrichtungen von politischen Gefangenen in den 80er Jahren untersuchte.

      Dieses Volkstribunal bietet erstmalig die Chance, den Iran für seine Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor ein symbolisches Gericht zu stellen. 20 wichtige Zeugen machen innerhalb von drei Tagen ihre Aussagen, darunter auch Iraj Mesdaghi und Nima Sarvestani. Zusammen dokumentieren sie in schrecklichen Details die Folter und Massenexekutionen, die während der dunkelsten Epoche in der jüngeren Geschichte des Irans stattfanden. Seltene Archivaufnahmen aus der Zeit von Khomeinis Herrschaft ergänzen die Zeugenaussagen.

      Iraj Mesdaghi studierte in Kalifornien, als der Schah von Persien 1979 gestürzt wurde. Wie viele andere kehrte er in sein Heimatland Iran zurück in der Hoffnung auf Freiheit und Demokratie. Aber es kam anders. Ajatollah Khomeini nutzte die Gunst der Stunde, die sogenannte Islamische Revolution auszurufen. Für politische Gegner und Kritiker wie Mesdaghi beginnt eine harte Zeit. Repressionen, Verhaftungen, physische und psychische Folter im Namen Gottes stehen an der Tagesordnung.

      1988 erlässt Khomeini eine geheime Fatwa, in deren Folge mehrere Tausende iranische Bürger ohne Urteil hingerichtet wurden. Es gibt bis heute keine offiziellen Untersuchungen zu den Verbrechen. Viele Funktionäre von damals sind weiterhin im Amt und genießen Immunität.

      Mesdaghi selbst verbrachte zehn Jahre in Gefängnissen, lief durch den Todeskorridor und überlebte wie durch ein Wunder. Seit seiner Freilassung lebt er in Schweden und widmet sich der Aufdeckung und Bekanntmachung der Verbrechen im Iran, um im Namen der vielen Opfer die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Zusammen mit dem ebenfalls in Schweden lebenden iranischen Filmemacher Nima Sarvestani ist er Mitorganisator des Iran-Tribunals, eines dreitägigen internationalen Volkstribunals, das im Oktober 2012 in Den Haag stattfand und die Massenhinrichtungen von politischen Gefangenen in den 80er Jahren untersuchte.

      Dieses Volkstribunal bietet erstmalig die Chance, den Iran für seine Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor ein symbolisches Gericht zu stellen. 20 wichtige Zeugen machen innerhalb von drei Tagen ihre Aussagen, darunter auch Iraj Mesdaghi und Nima Sarvestani. Zusammen dokumentieren sie in schrecklichen Details die Folter und Massenexekutionen, die während der dunkelsten Epoche in der jüngeren Geschichte des Irans stattfanden. Seltene Archivaufnahmen aus der Zeit von Khomeinis Herrschaft ergänzen die Zeugenaussagen.

      Nima Sarvestani ist ein preisgekrönter iranischer Journalist und Filmemacher, der seit 1984 in Schweden lebt. Sein im Jahr 2012 entstandener Film „No Burqas behind Bars“ wurde 2014 mit dem Internationalen Emmy für den besten Dokumentarfilm ausgezeichnet.
      „Khomeinis geheime Fatwa - Das Iran-Tribunal“ ist der Titel der einstündigen ARTE-Fernsehfassung des Films über das Iran-Tribunal. Die 90-minütige Festivalfassung mit dem Titel „Those Who Said No“ feierte im November 2014 im Internationalen Wettbewerb des Internationalen Dokumentarfilmfestivals in Amsterdam ihre Weltpremiere.

      Alle Dokumente und Beweismaterialien des Iran-Tribunals wurden der UN übergeben, die nun weitere Untersuchungen anstrebt.

      Nima Sarvestani ist ein preisgekrönter iranischer Journalist und Filmemacher, der seit 1984 in Schweden lebt. Sein im Jahr 2012 entstandener Film „No Burqas behind Bars“ wurde 2014 mit dem Internationalen Emmy für den besten Dokumentarfilm ausgezeichnet.
      „Khomeinis geheime Fatwa - Das Iran-Tribunal“ ist der Titel der einstündigen ARTE-Fernsehfassung des Films über das Iran-Tribunal. Die 90-minütige Festivalfassung mit dem Titel „Those Who Said No“ feierte im November 2014 im Internationalen Wettbewerb des Internationalen Dokumentarfilmfestivals in Amsterdam ihre Weltpremiere.

      Alle Dokumente und Beweismaterialien des Iran-Tribunals wurden der UN übergeben, die nun weitere Untersuchungen anstrebt.

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      Nacht von Sonntag auf Montag, 17.09.18
      03:55 - 04:53 Uhr (58 Min.)
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 24.09.2018