• 13.08.2018
      09:35 Uhr
      360° Geo Reportage Kung-Fu: Chinas neue Kämpferinnen | arte
       

      Seit vier Jahren besucht die 18-jährige Guo Jia die einzige reine Mädchenschule für Kung-Fu in China: ein Internat für 70 Schülerinnen, einsam gelegen in einem zerklüfteten Tal des heiligen Songshan-Gebirges. Mit der Yongtai-Schule lebt eine lang vergessene Tradition wieder auf: Schon vor 1.500 Jahren lernten an diesem Ort Frauen Kung-Fu , Nonnen des ersten buddhistischen Frauenklosters in China, dem die Schule heute angeschlossen ist. Schon als Kind träumte Guo Jia davon, Kung-Fu-Kämpferin zu werden - über Mauern und Dächer zu springen, ganz so wie ihre Heldinnen im Kino. Die Reportage zeigt wie Guo Jias Traum in Erfüllung geht.

      Montag, 13.08.18
      09:35 - 10:25 Uhr (50 Min.)
      50 Min.
      Stereo

      Seit vier Jahren besucht die 18-jährige Guo Jia die einzige reine Mädchenschule für Kung-Fu in China: ein Internat für 70 Schülerinnen, einsam gelegen in einem zerklüfteten Tal des heiligen Songshan-Gebirges. Mit der Yongtai-Schule lebt eine lang vergessene Tradition wieder auf: Schon vor 1.500 Jahren lernten an diesem Ort Frauen Kung-Fu , Nonnen des ersten buddhistischen Frauenklosters in China, dem die Schule heute angeschlossen ist. Schon als Kind träumte Guo Jia davon, Kung-Fu-Kämpferin zu werden - über Mauern und Dächer zu springen, ganz so wie ihre Heldinnen im Kino. Die Reportage zeigt wie Guo Jias Traum in Erfüllung geht.

       

      In der Yongtai-Mädchenschule für Kampfkunst beginnt Guo Jias Tag um 5.30 Uhr mit Konditionstraining. Nach dem Frühstück folgen Dehnübungen und Kung-Fu-Kämpfe mit verschiedenen Waffen wie Säbel, Speer und Schwert - und auch ganz normaler Schulunterricht. Nur am Sonntag hat Guo Jia frei - und in den einwöchigen Frühjahrsferien. Die harte Ausbildung empfindet Guo Jia als Privileg. Außerdem lebt sie gerne mit so vielen Mädchen zusammen. Das Zimmer teilt sie sich mit zehn anderen; warmes Wasser oder gar Badezimmer gibt es nicht. Zum Duschen fahren die Mädchen sonntags mit dem Bus zu einem Badehaus in die nächste Stadt, nach Dengfeng. Diese Stadt trägt den Namen "Kung-Fu-City", denn hier gibt es über 80 Kampfsportschulen, mit mehr als 60.000 Schülern aus ganz China.
      Der Abschluss an einer Kung-Fu-Schule ist hoch angesehen. Doch nur sehr wenige Mädchen trainieren in diesen gemischten Schulen. Umso spannender ist für Guo Jia und ihre Mitschülerinnen das bevorstehende Sportfest, bei dem sie auch gegen Kampfsportlerinnen einer anderen Schule antreten werden. Als besondere Vorbereitung und Ehre dürfen die Mädchen mit einem Mönch aus dem nahegelegenen Shaolin-Tempel trainieren - jenem weltberühmten Kloster, in dem einst Zen-Buddhismus und Kung-Fu entstanden sind. Nach der Kulturrevolution waren viele der Mönche verfolgt worden, die Lehre des Kung-Fu war verboten. Inzwischen aber unterstützt der Staat den Wiederaufbau des Klosters, das, bekannt durch viele Filme, zu einer Touristenattraktion geworden ist. Der Shaolin-Mönch gehört zu den wenigen, der den Schülerinnen noch den Unterschied zwischen moderner, am Leistungssport orientierter Kampfkunst und traditionellem, mehr auf Spiritualität zielendem Kung-Fu erklären kann. Gut vorbereitet wollen die Kung-Fu-Kämpferinnen auf ihrem Sportfest zeigen, was sie können.

      "360° - Geo Reportage" präsentiert außergewöhnliche Menschen rund um den Globus.

      Reportage Frankreich / Deutschland 2005

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      Montag, 13.08.18
      09:35 - 10:25 Uhr (50 Min.)
      50 Min.
      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 20.08.2018