• 14.07.2018
      17:30 Uhr
      Die Penizillin-Story Dokumentation Deutschland 2017 | arte Mediathek
       

      Vor 90 Jahren, im Sommer 1928, entdeckte der schottische Arzt Alexander Fleming durch einen Zufall das Penizillin und revolutionierte damit die Behandlung von damals tödlichen Erkrankungen wie Wundbrand, Tuberkulose und Typhus. Antibiotika haben seitdem auch unsere Gesellschaft verändert. Vor allem haben sie uns in eine neue Todesspirale geführt. Schon der Entdecker Fleming ahnte, dass der Lebensretter Penizillin bei falscher Anwendung zur Katastrophe führen wird: Geschätzt sind heute mehr als 70 Prozent der aggressiven Krankheitskeime gegen Penizillin resistent. In Krankenhäusern ist die höchste Alarmstufe erreicht.

      Samstag, 14.07.18
      17:30 - 18:25 Uhr (55 Min.)
      55 Min.

      Vor 90 Jahren, im Sommer 1928, entdeckte der schottische Arzt Alexander Fleming durch einen Zufall das Penizillin und revolutionierte damit die Behandlung von damals tödlichen Erkrankungen wie Wundbrand, Tuberkulose und Typhus. Antibiotika haben seitdem auch unsere Gesellschaft verändert. Vor allem haben sie uns in eine neue Todesspirale geführt. Schon der Entdecker Fleming ahnte, dass der Lebensretter Penizillin bei falscher Anwendung zur Katastrophe führen wird: Geschätzt sind heute mehr als 70 Prozent der aggressiven Krankheitskeime gegen Penizillin resistent. In Krankenhäusern ist die höchste Alarmstufe erreicht.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Wilfried Hauke

      Vor 90 Jahren, im Sommer 1928, kehrt der schottische Arzt Alexander Fleming aus dem Urlaub in sein Labor am St. Mary‘s Hospital in London zurück und entdeckt in einer Petrischale zufällig einen Schimmelpilz. Der ist offenbar in der Lage, selbst hartnäckigste Keime abzutöten. Fleming nennt den Pilz „Penizillin“ und hofft, dass nun sein Traum in Erfüllung geht: ein Medikament herzustellen, das allein die Krankheitserreger toxisch angreift, nicht aber die gesunden Zellen des Körpers.

      Es wird noch zwei Jahrzehnte und einen Weltkrieg dauern, bis es Fleming und anderen gelingt, das Antibiotikum in so großen Mengen zu produzieren, dass die Volksseuchen der Zeit - Typhus, Syphilis, Wundbrand, Tuberkulose - ausgerottet werden können. Doch Fleming ahnt: eines Tages wird dem medizinischen Triumph eine furchtbare Katastrophe folgen. Geschätzt sind heute bereits mehr als 70 Prozent der aggressiven Krankheitskeime gegen die vermeintliche Wunderwaffe Penizillin resistent.

      Der Penizillin-Entdecker warnte bereits in seiner Nobelpreisrede 1945 vor einer Katastrophe. Der medizinische Super-GAU begann mit dem erstmaligen Einsatz als Massenmedikament bei der Offensive der Alliierten gegen Hitlerdeutschland 1944. Nach Kriegsende konnte man Penizillin in den USA sogar als Kaugummi gegen Halsschmerzen frei in der Apotheke kaufen. Im besiegten Deutschland und Österreich entstanden wegen des Penizillinverbots der Siegermächte skrupellose Schmugglerbanden, die mit gestohlenem und gefälschtem Penizillin die Not der Menschen ausnutzten.

      Der oscarprämierte Spielfilm „Der dritte Mann“ über den Schurken Harry Lime ist ein historisches Dokument der beginnenden weltweiten Penizillinhysterie.

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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 19.07.2018