• 28.01.2012
      15:20 Uhr
      Nur keine Wellen Fernsehfilm Österreich / Frankreich 2006 | arte
       

      Anfang 60er Jahre wollen drei österreichische Familien mutig in die neuen Zeiten gehen, ohne großes Aufsehen zu erregen.

      Samstag, 28.01.12
      15:20 - 17:00 Uhr (100 Min.)
      100 Min.
      Stereo

      Anfang 60er Jahre wollen drei österreichische Familien mutig in die neuen Zeiten gehen, ohne großes Aufsehen zu erregen.

       

      Stab und Besetzung

      Moni Redlich Franziska Weisz
      Elfi Redlich Nina Proll
      Charlie Redlich Matthias Stein
      Johann von Ulmendorff Harald Krassnitzer
      Gregor von Ulmendorff Helmut Berger
      Valerie von Ulmendorff Julie Engelbrecht
      Paul Berkowitz August Zirner
      Rita Berkowitz Adele Neuhauser
      Otto Hasak Roland Düringer
      Gina Becker Lavinia Wilson
      Viktor Redlich Johannes Silberschneider
      Graf Ferencz von Ulmendorff Lucas Gregorowicz
      Regie Harald Sicheritz
      Ausstattung Bertram Reiger
      Autor Harald Sicheritz
      Kamera Thomas Kürzl
      Kostüm Uli Fessler
      Produktion ORF
      MR Film Gruppe
      ARTE
      Redaktion Klaus Lintschinger
      Andreas Schreitmüller
      Sonstige Mitwirkung Paul Michael Sedlacek
      Lothar Scherpe
      Kurt J. Mrkwicka

      Anfang der 60er Jahre: Der junge Karl "Charlie" Redlich versucht als Amerikaner getarnt sein Glück als Rock-'n'-Roll-Musiker auf der Reeperbahn in Hamburg. Doch als sein Schwindel auffliegt, stehen Charlies Sterne für eine Musikkarriere im Ausland schlecht und er kehrt nach Wien zurück. Er eignet sich auch nicht für eine Beziehung mit Kellnerin Gina, die ihm zwar von der Alster an die Donau folgt, aber dann bitter enttäuscht wird. Charlies Mutter Elfi Redlich hat mit ihrer eigenen kränklichen Mutter, ihrem alkohol- und spielsüchtigem Ehemann Viktor, Tochter Moni, die endlich auf eigenen Beinen stehen will, und ihrer Arbeit als Zuschneiderin ebenfalls alle Hände voll zu tun.

      Die Maschinenfabrik des jüdischen Industriellen Paul Berkowitz und dessen Kompagnon Johann Ulmendorff entwickelt sich prächtig. Im Kreis seiner Familie kommt es jedoch immer häufiger zu Streit: Pauls Einsatz als Reservemajor der israelischen Armee erfordert immer wieder heimliche Reisen zur Truppe in der Heimat. Dies missfällt seiner Frau Rita. Diese ist damit beschäftigt die arisierten Kunstwerke ihrer Familie zu suchen.

      Aber nicht nur die Fabrik Berkowitz-Ulmendorff profitiert vom aufkeimenden Wirtschaftswunder: Auch die Firma Adelholz, das Sägewerk von Johann Ulmendorffs verfeindetem Bruder Gregor in Salzburg, floriert. Gregors ungarischer Schwiegersohn und Geschäftsführer Ferencz kommt alkoholisiert bei einem Autounfall ums Leben, nachdem ihm Ehefrau Valerie ein Verhältnis gestanden hat. Der Tod seines Schwiegersohns zwingt Gregor seinen Brunder um Hilfe zu bitten - die Unterredung bleibt jedoch ohne Erfolg. Als seine Tochter Valerie die Auszahlung ihrer geerbten Firmenanteile verlangt, um auf Ibiza ein neues Leben zu beginnen, sucht Ulmendorff Bestätigung in der Politik.

      Otto Hasak, der stadtbekannte Schurke spinnt weiter seine Intrigen zum eigenen Vorteil, der sich nicht so recht einstellen will. Nachdem er Ulmendorff zu einem Parteibuch verholfen hat, dieser jedoch in seiner politischen Tätigkeit weder taktisches Geschick noch die erwartete Wirtschaftskompetenz besitzt, erkennt Hasak, dass er aufs falsche Pferd gesetzt hat und orientiert sich neu.

      Mit "Nur keine Wellen" ist die Fortsetzung der fünfteiligen österreichischen Familiensaga "Mutig in die neuen Zeiten" von Harald Sicheritz, die die bewegte Geschichte der Zweiten Republik - von 1953 bis heute - erzählt. Dem Regisseur und Drehbuchautor gelingt es, den Alltag österreichischer Familien über jeweils ein Jahrzehnt zu erzählen.
      Harald Sicheritz' Filme "Freispiel" (1995), "Hinterholz 8" (1998), "Wanted" (1999), "Poppitz" (2002) und "MA 2412 - Die Staatsdiener" (2003) erhielten den Österreichischen Filmpreis. Sein aktueller Film "Darum", in dem unter anderen Stars wie Anna Thalbach, Nadeshda Brennicke und Kai Wiesinger mitspielen, ist eine Verfilmung des gleichnamigen Romans von Daniel Glattauer.
      In der Rolle der Elfi Redlich überzeugt Nina Proll, die sich als Schauspielerin, Tänzerin und Sängerin europaweit einen Namen gemacht hat. Mit Harald Sicheritz hat sie bereits in zahlreichen Spiel- und Fernsehfilmen, wie unter anderen "Hinterholz 8" (1998), "Komm, süßer Tod" (2000) und "Zwölfeläuten" (2001) zusammengearbeitet. Weitere Filme, in denen Nina Proll mitgespielt hat sind: "Antikörper" (2005, Regie: Christian Alvart), "Keinohrhasen" (2007, Regie: Till Schweiger) und "Die Buddenbrooks" (2008, Regie: Heinrich Breloer). Bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig erhielt Nina Proll 1999 den Marcello-Mastroianni-Preis als beste Nachwuchsschauspielerin. Für ihre Rolle in Barbara Alberts "Nordrand" wurde Proll 2000 auf der Berlinale zum österreichischen Shooting Star des europäischen Films gekürt.
      Roland Düringer, der den Schurken Otto Hasak spielt, österreichischer Kabarettist und Schauspieler, war in Sicheritz' Filmen "Freispiel" (1995), "Hinterholz 8" (1997), "Wanted" (1999) "MA 2412" (2003) und "Poppitz" (2002) zu sehen.
      Der 1960 in Salzburg geborene Harald Krassnitzer spielt den erfolgreichen Unternehmer Johann von Ulmendorff. Bekannt wurde Krassnitzer überwiegend durch seine Rollen in den Fernsehserien "Der Bergdoktor", "Der Winzerkönig" und "Tatort". 2007 spielte er in dem Fernsehfilm "Verlassen" (Regie: Christoph Stark) an der Seite von Martina Gedeck.

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      Samstag, 28.01.12
      15:20 - 17:00 Uhr (100 Min.)
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