• 20.06.2018
      22:20 Uhr
      Eiskalte Leidenschaft Leni Riefenstahl und Arnold Fanck zwischen Hitler und Hollywood | arte
       

      Sie gilt als radikalste und umstrittenste Künstlerin des 20. Jahrhunderts: Leni Riefenstahl. Er ist ein vergessener Filmpionier der 20er Jahre: Arnold Fanck. Im Mai 1932 brechen sie zu einer fünfmonatigen Drehreise nach Grönland auf. Der Film "SOS Eisberg" ist das bis dahin riskanteste Filmprojekt der Geschichte. Annette Baumeisters Dokumentation zeichnet ein bislang unbekanntes Bild zweier eng verzahnter Karrieren.

      Mittwoch, 20.06.18
      22:20 - 23:15 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      VPS 22:25

      Sie gilt als radikalste und umstrittenste Künstlerin des 20. Jahrhunderts: Leni Riefenstahl. Er ist ein vergessener Filmpionier der 20er Jahre: Arnold Fanck. Im Mai 1932 brechen sie zu einer fünfmonatigen Drehreise nach Grönland auf. Der Film "SOS Eisberg" ist das bis dahin riskanteste Filmprojekt der Geschichte. Annette Baumeisters Dokumentation zeichnet ein bislang unbekanntes Bild zweier eng verzahnter Karrieren.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Annette Baumeister

      Sie ist die radikalste und umstrittenste Künstlerin des 20. Jahrhunderts: Leni Riefenstahl. Er ist der Erfinder des Bergfilms, Kamerakonstrukteur und vergessener Filmavantgardist der 20er Jahre: Arnold Fanck. Im Mai 1932 brechen beide mit dem Schiff zu einer fünfmonatigen Drehreise auf. Ihr Ziel ist Grönland. Dort sollen sie vereint den ersten deutsch-amerikanischen Spielfilm "SOS Eisberg" stemmen. Es ist das bis dahin riskanteste und teuerste Spielfilmprojekt der Geschichte.

      Die spektakulären und lebensbedrohlichen Dreharbeiten zu "SOS Eisberg" bilden den Rahmen der Dokumentation, die dem leidenschaftlichen Verhältnis von Fanck und Riefenstahl auf den Grund geht. Während Fanck nach "SOS Eisberg" abstürzt, macht Riefenstahl ab 1933 unter den Nationalsozialisten Karriere - der eiskalt berechnete Aufstieg zu Lasten ihres Mentors Fanck? Die Dokumentation zeigt Ausschnitte aus den größten Filmen Fancks und Riefenstahls, wie "Die weiße Hölle vom Piz Palü" (1929) oder "Stürme über dem Mont Blanc" (1930). Reinhold Messner, Willy Bogner und Matthias Fanck, Fancks Enkel, sprechen über die bahnbrechenden Innovationen des Fanck'schen Bergfilms.

      Die Experten Karin Wieland und Lutz Kinkel tauchen im Gespräch in das Werk und Leben der "Ästhetin des absolut Schönen" ("Süddeutsche Zeitung") Riefenstahls ein und schildern es in einem neuen Licht. Die Dekonstruktion des Mythos Riefenstahl ist zeitgleich die überfällige Würdigung des heute nahezu vergessenen Filmpioniers Arnold Fanck.

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