• 15.06.2018
      06:15 Uhr
      ARTE Reportage Wieder Calais ... | arte
       

      In Calais finden sich Dünen, Unterholz, Lagerhallen und Sackgassen, die zu keinem Land mehr zu gehören scheinen; dies sind Zonen, in denen kein Recht mehr gilt, oder es seinen Sinn schon verloren hat. Diese Orte sind wie eine Allegorie des 21. Jahrhunderts – eines Jahrhunderts, in dem das Konzept der Grenze sich ins Böse verkehrt, sich vielleicht aufhebt, mit Sicherheit aber überholt ist.

      Freitag, 15.06.18
      06:15 - 07:10 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      Stereo

      In Calais finden sich Dünen, Unterholz, Lagerhallen und Sackgassen, die zu keinem Land mehr zu gehören scheinen; dies sind Zonen, in denen kein Recht mehr gilt, oder es seinen Sinn schon verloren hat. Diese Orte sind wie eine Allegorie des 21. Jahrhunderts – eines Jahrhunderts, in dem das Konzept der Grenze sich ins Böse verkehrt, sich vielleicht aufhebt, mit Sicherheit aber überholt ist.

       

      In Calais finden sich Dünen, Unterholz, Lagerhallen und Sackgassen, die zu keinem Land mehr zu gehören scheinen; dies sind Zonen, in denen kein Recht mehr gilt, oder es seinen Sinn schon verloren hat. Diese Orte sind wie eine Allegorie des 21. Jahrhunderts – eines Jahrhunderts, in dem das Konzept der Grenze sich ins Böse verkehrt, sich vielleicht aufhebt, mit Sicherheit aber überholt ist.

      Nichts lässt sich ändern am Willen dieser Männer, dieser Kinder, die ihre Zukunft versuchen, um den Preis schwerer Misshandlungen, alptraumhafter Grenzüberschreitungen, wahnwitziger Risiken. Sie entwickelten, häufig unbewusst, einen Mut, von dem sie sich wohl niemals hätten vorstellen können, ihn aufzubringen.
      Diesen Mut wollte Yann Moix filmen, er wollte sie erzählen lassen von ihren Erlebnissen, die Tränen in die Augen treiben und die tief erschütterten …

      Dieser Film versucht, in aller Demut, der einzigen Obsession des Regisseurs in diesem Fall zu genügen: zu verstehen. „Ich agierte in einer Art neugieriger Naivität, auch um den Zuschauern die Möglichkeit zu geben, sich mit mir zu identifizieren auf meiner Entdeckungsreise. So verkörpere ich sozusagen die Frage und das Erschrecken; manchmal die Ergriffenheit und den Ärger.

      Seit Beginn der Dreharbeiten verstand ich, dass jeder der mir begegnete – außer die lauten professionellen Hass-Redner – recht hatte in seiner eigenen Logik; dass die vielen unterschiedlichen Standpunkte eine Komplexität der realen Verhältnisse entfalteten, die ich mir niemals hätte vorstellen können, bevor ich mich entschloss, diesen „Dokumentarfilm“ zu drehen …“, so Moix.

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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 19.06.2018