• 23.05.2011
      20:15 Uhr
      Mathilde - Eine große Liebe Spielfilm Frankreich 2004 | arte
       

      Frankreich, kurz nach dem Ende des Ersten Weltkrieges: Die junge Mathilde begibt sich auf die Suche nach ihrem Verlobten Manech, der zusammen mit vier anderen Soldaten zum Tode verurteilt wurde, jedoch fliehen konnte...

      Montag, 23.05.11
      20:15 - 22:30 Uhr (135 Min.)
      135 Min.
      Stereo HD-TV

      Frankreich, kurz nach dem Ende des Ersten Weltkrieges: Die junge Mathilde begibt sich auf die Suche nach ihrem Verlobten Manech, der zusammen mit vier anderen Soldaten zum Tode verurteilt wurde, jedoch fliehen konnte...

       

      Einzig Mathilde will nicht an den Tod ihres Geliebten glauben, sucht nach ihrer großen Liebe und scheut dabei keine Mühen: Die seit ihrer Kinderlähmung Gehbehinderte reist nach Paris, engagiert einen Detektiv, befragt Kameraden und deren Frauen und bekommt sogar Zugang zu geheimen Militärarchiven. Trotz aller widersprüchlichen Hinweise, Gerüchte und Halbwahrheiten gibt Mathilde die Hoffnung nie auf, dass ihr Manech am Leben ist.

      Nicht nur die Geschichte eines jungen Paares wird in "Mathilde - Eine große Liebe" erzählt, der Film widmet sich auch den Biografien der anderen vier Soldaten, die ebenfalls Frauen zurücklassen. Der Film springt zwischen den Zeiten, Orten und Erzählperspektiven hin und her, so dass auch die Liebesgeschichte von Mathilde und Manech vor dessen Einzug zum Militär in Rückblenden erzählt wird. Ein weiterer Erzählstrang berichtet von Tina Lombardi, die einen Rachefeldzug gegen die für den Tod ihres Mannes Verantwortlichen führt. Traumsequenzen und Symbole reflektieren die Handlung auf einer weiteren Ebene. Die verschiedenen Handlungsstränge hält Regisseur Jean-Pierre Jeunet souverän zusammen und entfaltet so Liebesgeschichte, Melodram, mysteriöse Detektivgeschichte und
      (Anti-)Kriegsfilm in einem.

      Jean-Pierre Jeunet, der 1953 in Roanne geboren wurde, hat ein Faible für skurrile Charaktere und kleine Details. "Mathilde - Eine große Liebe", den er wie schon seinen größten Erfolg "Die fabelhafte Welt der Amélie" (2001) mit Audrey Tautou in der Hauptrolle besetzte, entspricht ganz seinem Stil. Haupt- und Nebenhandlungen sind präzise bis ins Detail ausgearbeitet, die Farbdramaturgie passt sich der jeweiligen erzählten Geschichte an, kleine Details bringen den Zuschauer zum Schmunzeln, wunderschöne Bilder zum Schwelgen. Der "film-dienst" lobte Jeunets Erzähltalent als "atemberaubende Lust am Fabulieren", die "in allerlei Nebenhandlungen, Subtexten und Ellipsen solange variiert, gespiegelt und mit Ornamenten und Inversionen verziert wird, bis sich der Eindruck eines polyphonen Epochenbildes aus Versatzstücken aus zweiter Hand einstellt.

      "Mathilde - Eine große Liebe" wurde in der Kategorie "Bestes Szenenbild" mit dem Europäischen Filmpreis 2005 ausgezeichnet. Er gewann ebenfalls im Jahr 2005 fünf Césars - darunter in den Kategorien "Beste weibliche Nebenrolle" für Marion Cotillard und "Beste Kamera" für Bruno Delbonnel - und war in sieben weiteren Kategorien nominiert. Ebenso war der Film für den Golden Globe als auch für zwei Oscars 2005 nominiert.

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      Montag, 23.05.11
      20:15 - 22:30 Uhr (135 Min.)
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