• 21.04.2018
      20:15 Uhr
      Die Reise der Menschheit (1/3) Der Aufbruch | arte
       

      Ohne Migration gäbe es die Welt, die wir kennen, nicht - sie hat uns zu dem gemacht, was wir heute sind. Denn mit den Menschen wandert alles: Know-how und Kapital, Sprache, Religion und Kultur. Das war schon so, als sich der Homo sapiens vor 60.000 Jahren in seiner Urheimat Afrika aufmachte, um die Kontinente zu erobern. 2.000 Generationen sollte es dauern, bis er selbst an der Südspitze Feuerlands heimisch geworden ist.

      Samstag, 21.04.18
      20:15 - 21:05 Uhr (50 Min.)
      50 Min.

      Ohne Migration gäbe es die Welt, die wir kennen, nicht - sie hat uns zu dem gemacht, was wir heute sind. Denn mit den Menschen wandert alles: Know-how und Kapital, Sprache, Religion und Kultur. Das war schon so, als sich der Homo sapiens vor 60.000 Jahren in seiner Urheimat Afrika aufmachte, um die Kontinente zu erobern. 2.000 Generationen sollte es dauern, bis er selbst an der Südspitze Feuerlands heimisch geworden ist.

       

      Die Geschichte der Migration beginnt vor circa 60.000 Jahren. Eine Gruppe des Homo sapiens macht sich auf, die Welt jenseits von Afrika zu entdecken. Hunger und Neugier treiben sie voran, die Flucht vor Kälte, die Suche nach neuen Jagdgründen. Sie sind zu Fuß und mit Flößen unterwegs. Mal folgen sie dem eigenen Instinkt, mal Tierherden.

      2.000 Generationen vergehen, bis der Mensch auf allen Kontinenten heimisch wird, in großen und kleinen Gruppen lebt, weit auseinander und oft ohne Kontakt. Diese Gemeinschaften entwickeln eine spezifische Kultur, um sich ihrer jeweiligen Lebenswelt anzupassen. Unabhängig voneinander beginnen die Menschen, Siedlungen zu gründen, Nutzpflanzen anzubauen, Haustiere zu halten. Jeder mit dem, was ihm vor Ort zur Verfügung steht.

      Eine große Erfindung setzt dann wieder alles in Bewegung: Bronze, eine Legierung von Metallen, die den bisherigen Werkstoffen weit überlegen ist. Bronze entfesselt eine vorher ungekannte Form der Mobilität. Unzählige Menschen brechen wieder auf, Bergleute, Fachkräfte, Händler. Die Gier nach Bodenschätzen lässt die Welt enger zusammenrücken. Der eurasische Kontinent wächst zusammen und eines der größten Imperien entsteht: das Römische Reich.

      Über immer mehr weitere Gebiete weiten die Römer ihre Herrschaft aus. Hunderttausende wandern in dieses Reich ein oder werden als Sklaven dorthin verschleppt. Rom ist die multikulturellste Stadt ihrer Zeit. Fast 1.000 Jahre sollten die Römer den Ton angeben, bis im 4. Jahrhundert das Reitervolk der Hunnen aus Asien vordrängt und eine Kettenreaktion auslöst, die alles umgestaltet: die Völkerwanderung.

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      Samstag, 21.04.18
      20:15 - 21:05 Uhr (50 Min.)
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 19.07.2018