• 29.03.2018
      11:50 Uhr
      Magische Gärten Georges Delaselle | arte
       

      Ein Pariser Versicherungsagent legte 1897 im Norden Frankreichs auf der kleinen bretonischen Insel Batz einen botanischen Garten an, der sich ganz im Kontrast zu seiner umliegenden maritimen Landschaft entwickelt hat. Angeregt durch die Seefahrer brachte der Gründer des Gartens Georges Delaselle viele fremdartige Pflanzen auf die Insel, insbesondere solche, die normalerweise auf der Südhalbkugel gedeihen. Nach seinem Tod gelangte der Garten nach Jahren der Verwilderung in die Hände einer Gruppe begeisterter Gärtner, welche die üppige Vielfalt an exotischen Blumen und Palmen wiederentdeckten.

      Donnerstag, 29.03.18
      11:50 - 12:15 Uhr (25 Min.)
      25 Min.
      Stereo HD-TV

      Ein Pariser Versicherungsagent legte 1897 im Norden Frankreichs auf der kleinen bretonischen Insel Batz einen botanischen Garten an, der sich ganz im Kontrast zu seiner umliegenden maritimen Landschaft entwickelt hat. Angeregt durch die Seefahrer brachte der Gründer des Gartens Georges Delaselle viele fremdartige Pflanzen auf die Insel, insbesondere solche, die normalerweise auf der Südhalbkugel gedeihen. Nach seinem Tod gelangte der Garten nach Jahren der Verwilderung in die Hände einer Gruppe begeisterter Gärtner, welche die üppige Vielfalt an exotischen Blumen und Palmen wiederentdeckten.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Hugo Benmozig

      Die kleine Insel Batz liegt vor der Küste von Roscoff, einer Gemeinde im Nordwesten der Bretagne. Hinter einer dichten Reihe von Bäumen verbirgt sich hier ein wundervoller, nach seinem Gründer benannter Garten: 1897 hatte der Pariser Versicherungsagent Georges Delaselle die verrückte Idee, auf dieser von den Stürmen des Atlantiks umtosten, von den milden Wassern des Ärmelkanals umspülten Felseninsel mit ihrem überaus milden Klima einen exotischen Garten anzulegen.

      Zwar war der Boden der Insel für sein Projekt nicht besonders geeignet, doch Delaselle ließ sich bei der Auswahl des Ortes offenbar vom bezaubernden Panorama leiten. Über 20 Jahre hinweg kaufte er eine Parzelle nach der anderen, um den Boden terrassieren und bepflanzen zu lassen. Er blieb in Paris wohnen und arbeitete weiter als Versicherungsagent. Im Mai 1918 jedoch kündigte er, verkaufte sein Haus und ließ sich innerhalb eines Monats endgültig auf der Insel nieder. Bei Grabungen zur Anlage eines Windschutzes für die Pflanzen stieß er auf eine Nekropole aus der Bronzezeit. Einige Steine der Grabstätte bezog er als romantisches Dekor in die Gartengestaltung ein.

      Der Weltmann, der aus der landwirtschaftlich genutzten Insel einen Ziergarten machte, litt zunehmend unter Einsamkeit. Seine Leidenschaft für die Botanik isolierte ihn letztendlich von den Menschen. Nach Delaselles Tod im Jahre 1944 sollte der Garten unter wechselnden Besitzern verwildern. Erst an die 30 Jahre später wurde er von einer Gruppe begeisterter junger Gärtner wiederentdeckt und auf der Grundlage von Delaselles Fotos neu angelegt. Er nahm wieder den Charakter einer Schatzinsel an: Von einem Baumgürtel geschützt, bietet die Anlage neben Sammlungen von Palmen, Kakteen und Südpflanzen auch einen Maori-Garten und eine blühende Heide mit Blick auf Dünen und Meer. 1992 wurde der Garten öffentlich zugänglich gemacht, und fünf Jahre später ging er in den Besitz des französischen Amtes für Küstenschutz über.

      Der Landschaftsarchitekt Jean-Philippe Teyssier führt durch die schönsten Gärten der Welt. Die Dokumentationsreihe lädt dazu ein, die Kunst des Gartenbaus zu entdecken - und die Menschen kennenzulernen, die diese Gärten pflegen, erforschen und gestalten.

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      Donnerstag, 29.03.18
      11:50 - 12:15 Uhr (25 Min.)
      25 Min.
      Stereo HD-TV

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 17.11.2018