• 08.04.2021
      13:45 Uhr
      Lieber leben Spielfilm Frankreich 2017 (Patients) | arte
       

      Jugendlicher Leichtsinn bringt Benjamin, von allen Ben genannt, nach einem Unfall auf den OP-Tisch. Als er aufwacht, kann er seine Arme und Beine nicht mehr bewegen, nur sein kleiner Zeh zuckt noch. In der Reha-Klinik trifft er auf Leidensgenossen, die bald zu seinen Freunden werden. Mit viel Humor kämpft die kleine Gruppe versehrter Helden jeden Tag gemeinsam gegen die Verzweiflung an und feiert jeden Millimeter mehr Bewegung.

      Donnerstag, 08.04.21
      13:45 - 16:00 Uhr (135 Min.)
      135 Min.

      Jugendlicher Leichtsinn bringt Benjamin, von allen Ben genannt, nach einem Unfall auf den OP-Tisch. Als er aufwacht, kann er seine Arme und Beine nicht mehr bewegen, nur sein kleiner Zeh zuckt noch. In der Reha-Klinik trifft er auf Leidensgenossen, die bald zu seinen Freunden werden. Mit viel Humor kämpft die kleine Gruppe versehrter Helden jeden Tag gemeinsam gegen die Verzweiflung an und feiert jeden Millimeter mehr Bewegung.

       

      Nach einem nächtlichen Einbruch mit Freunden ins Freibad erwacht der Anfang 20-jährige Ben, kurz für Benjamin, mit gebrochenem Halswirbel im Krankenhaus. Er kann weder seine Arme noch seine Beine bewegen, nur noch sein rechter Zeh zuckt. Im Reha-Zentrum versucht er mit der Hilfe des sympathischen Physiotherapeuten François, des eigenwilligen Pflegers Jean-Marie, der Ärzte und Ärztinnen gegen die Lähmung seiner Gliedmaße mit viel Ausdauer anzuarbeiten. Denn ob telefonieren, duschen, essen, auf Toilette gehen oder den Fernseher anschalten, er ist nun für alles auf fremde Hilfe angewiesen. Doch Ben gibt seinen Lebensmut nicht auf, er reißt einen Witz nach dem anderen, gewinnt jeden Tag ein bisschen mehr Bewegung hinzu und freundet sich mit der "Crème de la crème" der Reha-Bewohner an.

      Farid, der schon seit seiner Kindheit im Rollstuhl sitzt, Toussaint, der seit einem Autounfall querschnittsgelähmt ist, Steeve, der wegen seiner Lähmung mit Depressionen kämpft, und die schöne Samia, in die sich Ben verguckt hat, begleiten ihn durch den neuen Alltag. Gemeinsam machen sie im elektrischen Rollstuhl das Reha-Zentrum unsicher, witzeln über ihre Behinderungen, philosophieren über zerplatzte Lebensträume oder "ficken" die so langsam vergehenden Stunden. Millimeter um Millimeter kämpft sich Ben zurück ins Leben.

      Auf humorvolle und zugleich tiefgründige Weise erzählt "Lieber leben" vom Kampf um körperliche Rehabilitation, von totaler Abhängigkeit, zerplatzten Lebensträumen, aber auch Freundschaft und Solidarität - ohne den Menschen hinter der Behinderung jemals aus den Augen zu verlieren.

      Das Regiedebüt "Lieber leben" vom französischen Poetry-Slammer und Musiker Fabien Marsaud, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Grand Corps Malade, ist autobiografisch geprägt. Es erzählt, wie auch schon sein Roman "Patients" (2012), von seinem einjährigen Kampf gegen eine Querschnittslähmung. Reflektiert, wortgewandt, kritisch und gleichzeitig voller Witz und Charme spürt man an den pointiert geschriebenen Szenen, dass hier ein Wortkünstler am Werk ist. "Lieber leben" wurde für vier César-Preise nominiert: für den besten Film, den besten Debütfilm, das beste adaptierte Drehbuch und den besten Nachwuchsschauspieler (Pablo Pauly in der Hauptrolle des Ben).

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