• 07.04.2021
      20:15 Uhr
      Fish Tank Spielfilm Großbritannien/Niederlande 2009 (Fish Tank) | arte Mediathek
       

      Die 15-jährige Mia hat eine große Klappe, und wenn ihr jemand dumm kommt, dann knallt es. Mit ihrer Mutter lebt sie in einer Arbeitersiedlung. Die Freizeit verbringt sie in einer leerstehenden Wohnung, wo sie Tanzschritte übt, denn Mia träumt von einer Karriere als Breakdancerin. Der Freund ihrer Mutter stärkt sie in ihren Ambitionen. Es dauert nicht lange, bis Mia seinem Charme verfällt.

      Mittwoch, 07.04.21
      20:15 - 22:15 Uhr (120 Min.)
      120 Min.

      Die 15-jährige Mia hat eine große Klappe, und wenn ihr jemand dumm kommt, dann knallt es. Mit ihrer Mutter lebt sie in einer Arbeitersiedlung. Die Freizeit verbringt sie in einer leerstehenden Wohnung, wo sie Tanzschritte übt, denn Mia träumt von einer Karriere als Breakdancerin. Der Freund ihrer Mutter stärkt sie in ihren Ambitionen. Es dauert nicht lange, bis Mia seinem Charme verfällt.

       

      Die 15-jährige Mia lebt in einer Sozialbau-Siedlung an der Ostküste Englands. In letzter Zeit geht es bei ihr nur noch bergab. Gerade ist der rebellische Teenager von der Schule geflogen, die beste Freundin kehrt ihr den Rücken, und ihre vorlaute kleine Schwester Tyler nervt ohne Ende. Und dann erfährt Mia von ihrer Rabenmutter Joanne auch noch, dass die sie eigentlich abtreiben wollte: "Ich hatte schon einen Termin."

      Aus Frust lässt Mia sich immer häufiger volllaufen. Genug Fusel bleibt bei den ausgelassenen Partys ihrer Mutter immer übrig. Nur wenn sie in einer leerstehenden Wohnung ganz für sich alleine Breakdance-Schritte übt, kann Mia durchatmen. Ein Lichtblick ist auch Connor, der neue Freund ihrer Mutter. Er sieht blendend aus, hat einen festen Job im Baumarkt und ermuntert Mia, mit einem selbst gedrehten Video an einem Tanzwettbewerb teilzunehmen. Bei einem gemeinsamen Ausflug ins Grüne kommt sogar ein Anflug familiärer Wärme auf. Doch unversehens fällt Connor aus der Rolle: Er schläft mit dem emotional ausgehungerten Mädchen und macht sich daraufhin aus dem Staub. Mia spürt ihn auf und findet zu ihrer Bestürzung heraus, dass er bereits eine Ehefrau und eine kleine Tochter hat. Das Mädchen bekommt Mias ganzen Zorn zu spüren.

      Mit dieser aufwühlenden Studie über den schmerzlichen Reifungsprozess einer jungen Frau gelang Andrea Arnold, 2005 für ihren Kurzfilm "Wasp" mit einem Oscar ausgezeichnet, der große Wurf. Das unprätentiöse Sozialdrama lebt von der Präsenz der großartigen Katie Jarvis. Die von der Straße gecastete Laienschauspielerin entstammt jenem Milieu, dessen Verhaltenscodes sie im Film perfekt darstellt.

      Dokumentarisch genau und ohne die übliche Psychologisierung beobachtet die Autorenfilmerin halt- und perspektivlose Familienverhältnisse: Mias Mutter wirkt mit ihrem obszönen Minirock wie eine konkurrierende große Schwester, von der weder Zuneigung noch Geborgenheit zu erwarten ist. Ihr charmanter Freund gibt sich väterlich, weil er ein Auge auf das Mädchen geworfen hat. Die Rolle des Taugenichts Connor steigerte die Popularität des charismatischen Michael Fassbender, der danach u.a. mit Hauptrollen in David Cronenbergs "Eine dunkle Begierde" und in "Shame" von Steve McQueen seine Wandlungsfähigkeit unter Beweis stellte.

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      Mittwoch, 07.04.21
      20:15 - 22:15 Uhr (120 Min.)
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