• 01.03.2021
      21:50 Uhr
      Exotica Spielfilm Kanada 1994 | arte Tipp
       

      Im Stripclub "Exotica" verknüpfen sich die Schicksale eines Schmugglers, eines DJs, der Besitzerin des Clubs, einer der Tänzerinnen und des Mannes, der jeden Abend dieses selbe Mädchen für sich auftreten lässt.

      Berührender Erotikthriller von Atom Egoyan, vielfach preisgekrönt, darunter auch in Cannes.

      Montag, 01.03.21
      21:50 - 23:30 Uhr (100 Min.)
      100 Min.
      VPS 21:55

      Im Stripclub "Exotica" verknüpfen sich die Schicksale eines Schmugglers, eines DJs, der Besitzerin des Clubs, einer der Tänzerinnen und des Mannes, der jeden Abend dieses selbe Mädchen für sich auftreten lässt.

      Berührender Erotikthriller von Atom Egoyan, vielfach preisgekrönt, darunter auch in Cannes.

       

      Im Nobel-Nachtclub "Exotica" treffen sich Geschäftsmänner mit guten Manieren und teuren Anzügen. Männer wie der Steuerprüfer Francis Brown lassen die Tänzerinnen für einige Dollar an ihre Tische kommen. Dabei gilt: anfassen verboten.

      Für Francis ist die Bar ein unentbehrlicher Teil seines Lebens geworden. Nachdem vor Jahren seine Tochter ermordet wurde, betrachtet er allabendlich die Strip-Tänzerin Christina.

      Eric, Christinas Ex-Liebhaber und Angestellter im Club, ist mittlerweile mit Zoe zusammen, der Besitzerin des "Exotica", die ein Kind von ihm erwartet. Eric ist die besondere Beziehung zwischen Christina und Francis ein Dorn im Auge. Getrieben von Eifersucht gelingt es ihm, Francis dazu zu verleiten, die Regeln des Clubs zu brechen. Das führt zum Ausschluss von Francis aus den edlen Räumen der kontaktlosen, berührungslosen Reize.

      Mit Hilfe des Tierhändlers Thomas sucht Francis aber bald wieder die Nähe von Christina. Denn beide verbindet ein Geheimnis aus der Vergangenheit.

      Es ist der Blick des Voyeurs, den Atom Egoyan anwendet, um die Einsamkeit seiner Helden zu zeigen. Die Figuren im Club werden zu entblößten Seelen im Spektakel der noch nackteren Körper um sie herum. Und nach und nach, wie bei einem Striptease, entblättert sich, was zunächst noch verborgen war. Regisseur Atom Egoyan erhielt 1994 für "Exotica" den FIPRESCI-Kritikerpreis beim Internationalen Filmfestival von Cannes. Mehr als ein Dutzend weitere Filmpreise wurden dem erotischen Thriller zugesprochen, der weltweit auf Festivals und in den Kinos gezeigt wurde.

      Der 1960 im ägyptischen Kairo geborene Atom Egoyan kam als Sohn eines armenischen Künstlerehepaars zur Welt, das ihrem Kind den ungewöhnlichen Vornamen gab, weil in seinem Geburtsjahr in Ägypten ein Atomkraftwerk errichtet wurde. Drei Jahre später übersiedelte die Familie aufgrund von Nassers nationalistischer Politik an die kanadische Westküste. Mit seinen armenischen Wurzeln setzte sich Atom Egoyan immer wieder auseinander, in Filmen wie "Calendar" (1993) und "Ararat" (2002); um Identitätsprobleme kreisen nicht nur seine Regiearbeiten "Die nächsten Angehörigen" (1984) und "Familienbilder" (1987), sondern auch seine Meisterwerke "Exotica" (1994) und "Das süße Jenseits" (1997).

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      Montag, 01.03.21
      21:50 - 23:30 Uhr (100 Min.)
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