• 17.05.2022
      21:10 Uhr
      Du gehörst mir! Das Muster der Frauenmorde Deutschland/Frankreich 2022 | arte Mediathek
       

      Frauen werden regelmäßig und zunehmend zur Zielscheibe männlicher Aggression. Jeden dritten Tag wird eine Frau in Deutschland und Frankreich von ihrem (Ex)-Partner getötet. Diese Femizide sind nur die Spitze männlicher Gewalt. Auch im öffentlichen Raum werden immer mehr Frauen bedroht - etwa durch sexistische Angriffe am Arbeitsplatz oder im Internet.

      Der Film "Du gehörst mir! Das Muster der Frauenmorde" geht den Hintergründen dieser Taten, den Geschichten der Opfer und der politischen Seite des Problems nach.

      Dienstag, 17.05.22
      21:10 - 22:05 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      VPS 21:05

      Frauen werden regelmäßig und zunehmend zur Zielscheibe männlicher Aggression. Jeden dritten Tag wird eine Frau in Deutschland und Frankreich von ihrem (Ex)-Partner getötet. Diese Femizide sind nur die Spitze männlicher Gewalt. Auch im öffentlichen Raum werden immer mehr Frauen bedroht - etwa durch sexistische Angriffe am Arbeitsplatz oder im Internet.

      Der Film "Du gehörst mir! Das Muster der Frauenmorde" geht den Hintergründen dieser Taten, den Geschichten der Opfer und der politischen Seite des Problems nach.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Ulrike Bremer

      Chahinez wurde im französischen Merignac bei lebendigem Leib verbrannt. Rebeccah in Berlin erstochen. Vanessa in Hannover mit Säure übergossen; sie überlebte schwer verletzt und entstellt. In Barcelona wurde der fünfjährige Leo von seinem Vater erstickt; seelisch töten wollte der Mann die Mutter. Die Männer, die den vier Frauen das antaten, standen ihnen einmal sehr nahe, als Ehemänner oder Lebensgefährten. Und die Frauen hatten eines gemeinsam - sie wollten sich von ihren Partnern trennen.

      "Familientragödie" heißt es dann meist in der Presse. Aber es sind keine privaten Unglücke, die hier geschehen. Es sind gesellschaftlich tief verwurzelte Rollenbilder, die diese Männer zu Tätern machen, die es nicht aushalten, wenn "ihre" Frau ein eigenständiges Leben ohne sie führen möchte.

      Jeden dritten Tag ereignet sich in Frankreich oder Deutschland ein Frauenmord - ein Femizid. Erst wenn diese Morde nicht mehr als Beziehungstaten privatisiert werden, wird sich daran etwas ändern.

      In Spanien werden Femizide offensiv als gesellschaftliches Problem erkannt. Auch Kindstötungen durch den Vater werden neuerdings als "erweiterter Femizid" bewertet. Diese Anerkennung führte zu einem gänzlich anderen Umgang in Behörden mit Frauen, die Anzeige wegen Gewalt erstatten. Die Zahl der Femizide sank in Spanien.

      In Deutschland kann selbst vor Gericht die Tatsache, dass die Frau sich trennen wollte, den Mann noch entlasten. Aber sie gehört ihm eben nicht. Davon erzählen eindrucksvoll Freundinnen, Helferinnen und eine Überlebende in der Dokumentation, die gleichzeitig ein Requiem für die getöteten Frauen ist.

      In der Öffentlichkeit zu stehen, Meinung zu beziehen, sich zu äußern geht für Frauen oftmals einher mit Vergewaltigungsdrohungen, Morddrohungen und Gewalt – psychisch und real. Im Internet werden Frauen tagtäglich bedroht – und dabei bleibt es nicht. Gewalt gegen Frauen findet öffentlich und auch privat statt, für viele Frauen ist ihr Zuhause der gefährlichste Ort.

      Jeden dritten Tag wird eine Frau durch ihren Partner getötet, jede Stunde sind 13 Frauen von partnerschaftlicher Gewalt betroffen. Femizide, die Morde an Frauen, sind ein weltweites Problem mit gesellschaftspolitischer Dimension. Und die Zahlen steigen. 2020 wurden nochmal knapp fünf Prozent mehr Frauen Opfer von Gewalt als im Jahr davor.

      THEMA widmet einen Abend dem Thema Gewalt gegen Frauen, sucht nach Lösungen und lässt Betroffene sprechen. In dem Film "Feindbild Frau" kommen Opfer von Übergriffen, Journalistinnen und Politikerinnen zu Wort und schildern, welchen Gefahren sie jeden Tag ausgesetzt sind, wie sie sich wehren und wie sie trotzdem versuchen, weiterzumachen.

      Der Film "Du gehörst mir! Das Muster der Frauenmorde" geht den Hintergründen dieser Taten, den Geschichten der Opfer und der politischen Seite des Problems nach. In "Zur Hölle mit den Machos!" stehen die Frauen in Lateinamerika gegen die Unterdrückung auf. Der Film begleitet den Kampf der Frauenbewegung für ihr Recht auf körperliche Selbstbestimmung und gegen die Femizide, die Frauenmorde in Lateinamerika. Über Allem steht die Frage: Wie kann die Gewalt gegen Frauen bekämpft werden?

      Davor zeigt der Film "Wir sind keine Puppen!" die vergessene Geschichte der Hausfrauen, ein Beruf, der als unbezahlte ´"Care-Arbeit" zumeist von Frauen übernommen wird und auch heute noch oftmals diskriminiert wird.

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      Dienstag, 17.05.22
      21:10 - 22:05 Uhr (55 Min.)
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