• 24.10.2021
      16:15 Uhr
      Auge, Pinsel und Kinematograf Wie das Kino entstand | arte
       

      Der 28.12.1895 gilt als Geburtsdatum einer bahnbrechenden Erfindung: des Kinos. Doch ein „kinematografisches Auge“ existierte bereits, bevor die Brüder Lumière die erste öffentliche Vorführung mit ihrem Kinematografen im Keller des Grand Café in Paris veranstaltet haben. Dieser besondere Blick bildete sich im Laufe der Zeit heraus und brachte einen neuen Zuschauertyp hervor. Der Film zeigt, in welchem Umfeld dieser Blick entstand: zwischen dem Aufkommen der modernen Stadt, der Durchdringung von Malerei, Fotografie und bewegten Bildern sowie der Begegnung von Malern, Fotografen, Erfindern und Schaulustigen des 19. Jahrhunderts.

      Sonntag, 24.10.21
      16:15 - 17:10 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      Stereo

      Der 28.12.1895 gilt als Geburtsdatum einer bahnbrechenden Erfindung: des Kinos. Doch ein „kinematografisches Auge“ existierte bereits, bevor die Brüder Lumière die erste öffentliche Vorführung mit ihrem Kinematografen im Keller des Grand Café in Paris veranstaltet haben. Dieser besondere Blick bildete sich im Laufe der Zeit heraus und brachte einen neuen Zuschauertyp hervor. Der Film zeigt, in welchem Umfeld dieser Blick entstand: zwischen dem Aufkommen der modernen Stadt, der Durchdringung von Malerei, Fotografie und bewegten Bildern sowie der Begegnung von Malern, Fotografen, Erfindern und Schaulustigen des 19. Jahrhunderts.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Stefan Cornic

      Kino-Atmosphäre, Kamerafahrt, Panorama-Ansicht, Vogel- und Froschperspektive, Bildeinstellung, Bildverschiebung, Standbild - diese Art des Sehens haben wir uns alle bewusst oder unbewusst angeeignet und wenden sie auf die Art und Weise an, wie wir Bilder produzieren und empfangen, ob als Künstler oder Zuschauer.

      1895, das Jahr der ersten öffentlichen und kostenpflichtigen Filmvorführung mit dem Cinématographe Lumière gilt als das Geburtsjahr des Kinos. Doch der „kinematografische Blick“ entstand bereits vorher. Das 19. Jahrhundert ist das Jahrhundert des Blicks, des Flaneurs und des Beobachters, das Jahrhundert des schweifenden Auges, der Sehmaschinen und der beginnenden „Spektakularisierung“ der Welt.

      Wie bildete sich dieser Blick quer durch Malerei, Bildhauerei, Fotografie und die Anfänge des Kinos heraus? Welche Berücksichtigung in diesen unterschiedlichen Medien fanden Bewegung und zeitlicher Rhythmus im Raum? Welche Experimente wurden gemacht, mit dem Ziel, eine „erweiterte“ Realität zu schaffen?

      Die Dokumentation beginnt im 19. Jahrhundert, als im Zuge der Industrialisierung die Eisenbahn erfunden wurde, und endet im halbdunklen Kinosaal eines Lichtspielpalastes, der zum Ruhme jener gerade entstehenden Verbindung von darstellender Kunst und Filmkunst erbaut wurde. Mit Claude Monet, den Brüdern Caillebotte, Henri Rivière, den Brüdern Lumière, Alice Guy, Georges Méliès und Max Linder wie auch aus der Sicht von Zuschauern erzählt die Dokumentation die Geschichte der Entstehung des modernen Blicks.

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