• 27.06.2021
      14:50 Uhr
      Narbonne. Das zweite Rom Frankreich 2021 | arte
       

      Narbonne in Südfrankreich: heute eine ruhige Provinzstadt, einst aber eine der bedeutendsten Metropolen des Römischen Reiches. Im ersten Jahrhundert vor unserer Zeit entwickelte sich Narbo Martius, die erste römische Kolonie in Gallien, zur Hauptstadt einer riesigen Provinz namens Gallia Narbonensis. Seit 20 Jahren wird in der Stadt nach archäologischen Überresten ihrer antiken Vergangenheit gegraben. 2019 wurde am Stadtrand eine riesige römische Nekropole entdeckt. Der Dokumentarfilm rekonstruiert die außerordentliche Geschichte dieser antiken Metropole, die mehr als drei Jahrhunderte lang großen Einfluss im Mittelmeerraum ausübte.

      Sonntag, 27.06.21
      14:50 - 16:25 Uhr (95 Min.)
      95 Min.
      VPS 14:55

      Narbonne in Südfrankreich: heute eine ruhige Provinzstadt, einst aber eine der bedeutendsten Metropolen des Römischen Reiches. Im ersten Jahrhundert vor unserer Zeit entwickelte sich Narbo Martius, die erste römische Kolonie in Gallien, zur Hauptstadt einer riesigen Provinz namens Gallia Narbonensis. Seit 20 Jahren wird in der Stadt nach archäologischen Überresten ihrer antiken Vergangenheit gegraben. 2019 wurde am Stadtrand eine riesige römische Nekropole entdeckt. Der Dokumentarfilm rekonstruiert die außerordentliche Geschichte dieser antiken Metropole, die mehr als drei Jahrhunderte lang großen Einfluss im Mittelmeerraum ausübte.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Alain Tixier

      Vor mehr als 2.000 Jahren war Narbonne im heutigen Département Aude die Hauptstadt einer riesigen römischen Provinz im Süden Galliens, der Gallia Narbonensis. Als zweiter römischer Hafen des westlichen Mittelmeeres war die Stadt damals eine der wichtigsten Handelsdrehscheiben zwischen den Kolonien des Römischen Reiches und konnte sich von der Größe her mit der Hauptstadt messen, die sie hervorgebracht hatte: Rom.

      Paradoxerweise zeichnete sich die Stadt durch eine eindrucksvolle Architektur aus, zeigt heute jedoch keinerlei sichtbare Spuren mehr davon: weder Tempel, Arenen noch Theater. Weit unbedeutendere römische Städte wie Nîmes oder Arles dagegen sind voll von antiken Überresten. Das heutige Narbonne ist eine beschauliche Stadt in der Kulturlandschaft Okzitanien.

      Seit rund 20 Jahren bringen archäologische Ausgrabungen nach und nach zum Vorschein, was einst die Bedeutung von Narbo Martius ausmachte: Die Grabungen förderten die Überreste eines Kapitols von monumentalen Ausmaßen, eines Amphitheaters und unterirdischer Lagerräume zutage.

      2019 wurde am Stadtrand eine riesige römische Nekropole mit 1.500 Gräbern entdeckt. Anhand dieser spektakulären Funde lässt sich die Geschichte der Bewohner von Narbo Martius erzählen und deren Herkunft, Sitten und Lebensweise rekonstruieren. Bei weiteren Grabungen kamen Wohnviertel, antike Straßen, Weingüter, Hafenanlagen und sogar eine prunkvolle, 2.500 Quadratmeter große Villa ans Tageslicht.

      Narbo Martius war die erste römische Kolonie in Gallien, wurde mit der Ankunft von Cäsars Legionen zu einer Stadt von erstrangiger Bedeutung und auf Beschluss von Kaiser Augustus zur regionalen Hauptstadt: als "älteste Tochter" Roms, ja als zweites Rom, besaß die Stadt mehr als 300 Jahre lang großen Einfluss im Mittelmeerraum.

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