• 24.06.2021
      13:45 Uhr
      Der Name der Leute Spielfilm Frankreich 2010 (Le nom des gens) | arte
       

      Die engagierte Bahia hat ihre eigene Art, die Welt zu verbessern: Getreu dem Hippie-Motto "Make love, not war" schläft sie mit reaktionären und konservativen Männern, um sie ideologisch "umzudrehen". Als sich Bahia in den peniblen Beamten Arthur verliebt, gestaltet sich die Beziehung entsprechend stürmisch.

      Donnerstag, 24.06.21
      13:45 - 15:30 Uhr (105 Min.)
      105 Min.

      Die engagierte Bahia hat ihre eigene Art, die Welt zu verbessern: Getreu dem Hippie-Motto "Make love, not war" schläft sie mit reaktionären und konservativen Männern, um sie ideologisch "umzudrehen". Als sich Bahia in den peniblen Beamten Arthur verliebt, gestaltet sich die Beziehung entsprechend stürmisch.

       

      Stab und Besetzung

      Mohamed Benmahmoud Zinedine Soualem
      Annette Martin Michèle Moretti
      Lucien Martin Jacques Boudet
      Lionel Jospin Lionel Jospin
      Fotograf Antoine Michel
      Daniel Cohen Cyrille Andrieu-Lacu
      Hassan Hassini Zakariya Gouram
      Nassim Nabil Massad
      Annette im Alter von 30 Julia Vaidis-Bogard
      Bahia Benmahmoud Sara Forestier
      Arthur Martin Jacques Gamblin
      Cécile Benmahmoud Carole Franck
      Jacques Gamblin Arthur Martin
      Sara Forestier Bahia Benmahmoud
      Zinedine Soualem Mohamed Benhmamoud
      Carole Franck Cécile Delivet Benmahmoud
      Jacques Boudet Lucien Martin
      Michèle Moretti Annette Martin
      Zakariya Gouram Hassan Hassini
      Regie Michel Leclerc
      Musik David Euverte
      Kamera Vincent Mathias

      Die ebenso quirlige wie engagierte Bahia ist die Tochter einer linken Aktivistin und eines algerischen Einwanderers und trägt ihren für französische Verhältnisse eher ungewöhnlichen Namen mit Stolz. Von ihrer Mutter hat sie auch den politischen Furor geerbt, denn Bahia kämpft mit Leidenschaft für alle gerade verfügbaren Randgruppen und hat dazu einen ganz besonderen Weg gefunden, die Welt zu verbessern: Getreu dem Hippie-Motto "Make love, not war" schläft sie mit politischen Reaktionären und Konservativen, um sie ideologisch "umzudrehen". Doch dann verliebt sie sich in den peniblen Beamten Arthur. Der Sohn einer Shoah-Überlebenden und eines AKW-Ingenieurs wählt zwar links, ist aber sonst in jeder Beziehung das konservative Gegenstück zu Bahia. Die offene Beziehung, die das gegensätzliche Paar eingeht, gestaltet sich entsprechend stürmisch.

      "Der Name der Leute" ist eine selbstreflexiv-verspielte Liebeskomödie, zugleich eine Meditation über Identität, gesellschaftliche Ausgrenzung und Selbstfindung. Neben einigen Anleihen beim frühen Woody Allen bedient sich Regisseur Michel Leclerc geradezu postmoderner Erzähltechniken für seine wunderbar überdrehte Komödie. Immer wieder sprechen die Protagonisten das Publikum direkt an, Formatwechsel innerhalb einzelner Sequenzen werden selbstbewusst ausgestellt. Im Genrerahmen der Komödie werden dabei auch ernste Themen wie der Algerienkrieg und die französischen Massaker an der algerischen Zivilbevölkerung aufgegriffen, und doch bleibt Leclercs Film ein unterhaltsames Vergnügen. In Frankreich wurde der von den Kritikern durchweg gelobte Film unter anderem mit zwei Césars ausgezeichnet (beste Hauptdarstellerin: Sara Forestier, bestes Drehbuch: Baya Kasmi und Michel Leclerc).

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