• 21.10.2020
      21:45 Uhr
      Dorian Gray oder: Das Bildnis des Oscar Wilde Dokumentation Frankreich 2019 | arte Mediathek
       

      Die subversive Coming-of-Age-Erzählung "Das Bildnis des Dorian Gray" übt auf seine Leserschaft auch heute noch eine ungebrochene Faszination aus. Fantasy-Geschichte oder Schlüsselroman über Schönheit, Jugend und Begehren - Oscar Wildes einziger Roman ist ein Meisterwerk und eine Vorahnung in doppelter Hinsicht, kündigt er doch sowohl die Vernarrtheit ins eigene Bild als auch das tragische Schicksal seines Autors an.

      Mittwoch, 21.10.20
      21:45 - 22:40 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      Stereo HD-TV

      Die subversive Coming-of-Age-Erzählung "Das Bildnis des Dorian Gray" übt auf seine Leserschaft auch heute noch eine ungebrochene Faszination aus. Fantasy-Geschichte oder Schlüsselroman über Schönheit, Jugend und Begehren - Oscar Wildes einziger Roman ist ein Meisterwerk und eine Vorahnung in doppelter Hinsicht, kündigt er doch sowohl die Vernarrtheit ins eigene Bild als auch das tragische Schicksal seines Autors an.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Philippe Picard
      Jérôme Lambert

      "Das Bildnis des Dorian Gray" fasziniert weiterhin seine Leserschaft und dient auch über ein Jahrhundert nach seiner Veröffentlichung Kunst- und Kulturschaffenden als Inspirationsquelle. Oscar Wilde verlieh seinem einzigen Roman gekonnt die Zeitlosigkeit und Universalgültigkeit, die ein echtes Meisterwerk kennzeichnen.

      "Das Bildnis des Dorian Gray" ist nicht gealtert: Die darin enthaltenen revolutionären Aphorismen, die im viktorianischen England für Skandal sorgten, besitzen auch heute noch Schlagkraft. Subversive Coming-of-Age-Erzählung, Schlüsselroman über Schönheit, Jugend und Begehren - "Das Bildnis des Dorian Gray" tritt in Resonanz mit der heutigen Vernarrtheit ins eigene Bild, auf einem Rang mit der Obsession von ewiger Jugend.

      Die Dokumentation erlaubt das Wiederentdecken der dramatischen Kraft dieser Fantasy-Geschichte, getragen von einem rockigen Soundtrack und einer Inszenierung, die zwischen Archivbildern und Digitalkompositionen wechselt. Ergänzt wird das Konzept durch Aussagen von Expertinnen und Experten aus Frankreich, Großbritannien und den USA, die Schlüssel zum tieferen Verständnis des visionären Romans liefern.

      Die Autoren Amélie Nothomb, Will Self, Charles Dantzig und Mathieu Terence sowie der junge Übersetzer Anatole Tomczak erklären, wie dieser Roman ihr Leben veränderte. Die Hochschulprofessoren Pascal Aquien und Sandra Mayer ordnen das Werk in seine Epoche ein. Merlin Holland, Oscar Wildes Enkel, kommentiert das brillante und tragische Schicksal seines Großvaters. Als Oscar Wilde wegen Homosexualität vor Gericht stand, wurde sein Buch als Beweismittel gegen ihn angeführt. Er wurde nicht nur wegen seiner sexuellen Neigung zu Zwangsarbeit verurteilt, sondern vor allem für das, was er zu schreiben gewagt hatte.

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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 31.10.2020