• 19.10.2020
      22:00 Uhr
      Der Wolfsjunge Spielfilm Frankreich 1969 (L'Enfant sauvage) - Filmreihe: Truffaut - Der Regisseur, der die Frauen liebte | arte
       

      Der Film beruht auf einer wahren Begebenheit: Im Sommer 1798 entdeckt eine Frau einen nackten, völlig verwilderten Jungen im Wald. Der Arzt und Spezialist für Gehörlose Dr. Jean Itard liest in den Zeitungen einen Bericht darüber und interessiert sich sofort für den Jungen. Er holt ihn zu sich, übernimmt seine Betreuung und Erziehung und nennt ihn Victor. Itard versucht, unterstützt von seiner Haushälterin, den Jungen an die menschliche Gemeinschaft zu gewöhnen und ihm bestimmte Verhaltensweisen beizubringen. Nach und nach macht Victor Fortschritte.

      Montag, 19.10.20
      22:00 - 23:20 Uhr (80 Min.)
      80 Min.
      Stereo HD-TV

      Der Film beruht auf einer wahren Begebenheit: Im Sommer 1798 entdeckt eine Frau einen nackten, völlig verwilderten Jungen im Wald. Der Arzt und Spezialist für Gehörlose Dr. Jean Itard liest in den Zeitungen einen Bericht darüber und interessiert sich sofort für den Jungen. Er holt ihn zu sich, übernimmt seine Betreuung und Erziehung und nennt ihn Victor. Itard versucht, unterstützt von seiner Haushälterin, den Jungen an die menschliche Gemeinschaft zu gewöhnen und ihm bestimmte Verhaltensweisen beizubringen. Nach und nach macht Victor Fortschritte.

       

      1798 wurde bei Aveyron ein etwa 12-jähriger, wild aufgewachsener und gehörloser Knabe eingefangen und später nach Paris gebracht. Als alle Erziehungsversuche in der Gehörlosenschule von Paris scheitern, nimmt Dr. Jean Itard den "Wolfsjungen" in seine Obhut und zieht mit ihm aufs Land, nach Batignolles. Gemeinsam mit seiner Haushälterin Madame Guérin versucht er in unablässigem pädagogisch-psychologischen Bemühen, das bisher nie erwachte Kontaktvermögen des Jungen zu wecken. Sie geben ihm den Namen Victor und lehren ihn nach und nach, unter Menschen zu leben, zu lesen, zu schreiben, bei Tisch zu essen.

      Durch die intensive Zuwendung lernt er nach und nach bestimmte Handgriffe wie Erbsen schälen, Holz sägen und den Tisch zu decken, die ihm offensichtlich sogar Freude bereiten. Ausserdem stellt die Haushälterin fest, dass Victor einen ausgeprägten Ordnungssinn hat und Gegenstände immer an den Platz zurücklegt, an dem sie am Vortag lagen. Dr. Itard versucht unermüdlich und mit viel Einfühlungsvermögen, den Jungen spielerisch an die Sprache heranzuführen. Um seine moralische Empfindsamkeit zu testen, geht Dr. Itard sogar so weit, ihn in ungerechter Weise zu bestrafen.

      Der Film ist in einem fast dokumentarischen Stil in Schwarz-Weiß gedreht und gehört zu den Schlüsselwerken Truffauts. "Der Wolfsjunge" erhielt zahlreiche Preise und wurde unter anderem 1970 mit dem Prix Méliès ausgezeichnet. Die Resonanz auf den Film war weltweit von Begeisterung geprägt. Truffaut hat viele Cameo-Auftritte in seinen Filmen - hier spielt er die Hauptrolle, wie auch in "Die amerikanische Nacht" und "Das grüne Zimmer". Der gehörlose Junge in "Das grüne Zimmer" wirkt wie eine Reminiszenz an den "Wolfsjungen" und verweist auf zentrale Leitmotive in Truffauts Schaffen: die Beschäftigung mit den Zwängen und Normen der Gesellschaft, die Menschen zu Außenseitern machen, und sein unerschütterlicher Glaube an die Wirkung der Erziehung.

      • Filmreihe: Truffaut - Der Regisseur, der die Frauen liebte

      Starke Frauenfiguren bei ARTE - in fünf Filmen von François Truffaut. Frauen, die alles aufs Spiel setzen, um einem geliebten Menschen zu helfen, wie Barbara in "Auf Liebe und Tod". Oder Frauen, die mit viel Einfallsreichtum Rache nehmen für das Leid, das ihnen angetan wurde, wie Julie in "Die Braut trug schwarz". Außerdem werden "Der Wolfsjunge" sowie "Das Geheimnis der falschen Braut" ausgestrahlt und zum ersten Mal auf ARTE - "Der Mann, der die Frauen liebte", Truffauts Hymne an die Frauen.

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      Montag, 19.10.20
      22:00 - 23:20 Uhr (80 Min.)
      80 Min.
      Stereo HD-TV

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 31.10.2020