• 20.09.2020
      22:00 Uhr
      Isabelle Huppert - Leben für den Film Dokumentation Frankreich 2020 | arte Mediathek
       

      Isabelle Huppert ist eine Ausnahmeerscheinung des französischen Kinos. Sie kann auf ein Werk mit bisher mehr als 100 Filmen zurückblicken. Dabei ist sie in die schwierigsten und abgründigsten Rollen geschlüpft. Dieses neue Filmporträt lässt Isabelle Huppert selbst erzählen und Ausschnitte aus ihren wichtigsten Filmen kommentieren - von Claude Gorettas "Die Spitzenklöpplerin" bis hin zu Paul Verhoevens Vergewaltigungsdrama "Elle". Ihre persönlichen Erinnerungen an Filmrollen, Dreharbeiten und Reflexionen über die Schauspielkunst fügen sich zu einem eindrucksvollen schauspielerischen Oeuvre.

      Sonntag, 20.09.20
      22:00 - 22:55 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      Stereo HD-TV

      Isabelle Huppert ist eine Ausnahmeerscheinung des französischen Kinos. Sie kann auf ein Werk mit bisher mehr als 100 Filmen zurückblicken. Dabei ist sie in die schwierigsten und abgründigsten Rollen geschlüpft. Dieses neue Filmporträt lässt Isabelle Huppert selbst erzählen und Ausschnitte aus ihren wichtigsten Filmen kommentieren - von Claude Gorettas "Die Spitzenklöpplerin" bis hin zu Paul Verhoevens Vergewaltigungsdrama "Elle". Ihre persönlichen Erinnerungen an Filmrollen, Dreharbeiten und Reflexionen über die Schauspielkunst fügen sich zu einem eindrucksvollen schauspielerischen Oeuvre.

       

      Stab und Besetzung

      Regie William Karel

      Von Isabelle Huppert geht etwas Unnahbares aus. Huppert umgibt eine Aura, die für sie zum Karriere-Sprungbrett wurde. Ihr maskenhaftes Mienenspiel, das gleichzeitig grenzenlose Verzweiflung und Trauer vermittelt, ist zu ihrem Markenzeichen geworden. Sie bringt emotionale Gratwanderungen und größte Intensität mit einem Minimum an Mimik zum Ausdruck.

      "Schauspielerin zu werden, ist keine Entscheidung. Man wird es einfach", erklärt Isabelle Huppert. Und erinnert sich, wie sie bereits als Kind von ihrem Vater mit der Super-8-Kamera gefilmt wurde oder an die Schauspielkurse, zu denen ihre Mutter sie anmeldete. Sie erzählt von der ersten Begegnung mit Yves Montand und Romy Schneider und ihren Anfängen auf der Leinwand wie in Bertrand Bliers Komödie "Die Ausgebufften". Als 23-Jährige war ihr Erfolg in Claude Gorettas "Die Spitzenklöpplerin" durchschlagend. In diesem Drama spielte sie ein junges Mädchen, das an einer unglücklichen Liebe zerbricht und in eine psychiatrische Klinik eingewiesen wird.

      Schließlich lässt Huppert die Zusammenarbeit mit großen Regisseuren Revue passieren: von Claude Chabrol, zu dem sie eine Art Vater-Tochter-Beziehung hatte, über Jean-Luc Godard, Paul Verhoeven, Maurice Pialat, Werner Schroeter und Benoît Jacquot bis Michael Cimino und Michael Haneke.
      Isabelle Huppert erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen. Die Jury des Filmfestivals in Cannes hat sie gleich zweimal als beste Schauspielerin mit der Goldenen Palme bedacht: Im Jahr 1978 für "Violette Nozière" von Chabrol und 2001 für ihre Rolle in Hanekes "Die Klavierspielerin". Für Michael Verhoevens Drama "Elle" wurde sie 2017 für einen Oscar nominiert. Sie spielt darin eine Frau mittleren Alters, die vergewaltigt wird, aber nicht zur Polizei geht. Isabelle Huppert stellt am Ende dieser Rückschau auf ihr Werk fest, dass sie immer Schauspielerin sein wird: "Aufhören? Ich denke oft daran. Aber ich werde es niemals tun."

      Filmreihe Isabelle Huppert
      Isabelle Huppert gilt als eine der erfolgreichsten Schauspielerinnen Frankreichs - und das sowohl auf der Theaterbühne, als auch im Film. Die Tatsache, dass die 1953 geborene Pariserin, auch schwierigste Rollen wie etwa "Die Klavierspielerin" annimmt, begeistert das Publikum seit ihrem Filmdebüt "Faustine et le bel été" im Jahr 1971. Im September zeigt ARTE vier Filme mit Isabelle Huppert sowie ein neues Porträt der Schauspielerin.

      In "Geheime Staatsaffären" brilliert Isabelle Huppert als Ermittlungsrichterin Jeanne, die in einer großen Korruptionsaffäre den Fall ihres Lebens sieht und dabei in eine gefährliche Machtspirale gerät, bei der sie nicht nur ihre Karriere riskiert.

      In "Die Trennung" spielt sie die junge Anne, die ihren Partner und den Vater ihres Kindes nach vielen gemeinsamen Jahren verlassen möchte. Vor allem Isabelle Hupperts Auftritt macht diesen mit einfachen filmischen Mitteln erzählten Großstadtfilm sehenswert."Valley of Love" vereint mit Isabelle Huppert und Gérard Depardieu zwei Schauspielgrößen des französischen Kinos. Hupperts energisches Spiel harmoniert bestens mit dem Depardieus und liefert eine wunderbare Parodie auf viele ihrer zuvor gespielten Rollen.

      Mit dem Thriller "Eva" zeigt Benoît Jacquot Isabelle Huppert als kühle und undurchschaubare Edelprostituierte, für die ein junger Schriftsteller eine gefährliche Obsession entwickelt. Eine Gesamtschau auf all ihre grandiosen Rollen unternimmt die Dokumentation "Isabelle Huppert - Leben für den Film". Das Porträt folgt ihrer Biografie und lässt Isabelle Huppert selbst zu Wort kommen.

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      Sonntag, 20.09.20
      22:00 - 22:55 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      Stereo HD-TV

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